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Die Publikumssieger der ZertifikateAwards 2015

Hier ein Blick auf die Publikumssieger des diesjährigen „ZertifikateAwards“. Bei diesem Preis werden einerseits von einer 30köpfigen Jury in 10 Kategorien Sieger bestimmt. Diese Preisverleihung fand Ende November statt. Zudem gab es neben dem Jury-Votum auch diverse Publikumspreise. Genau auf diese möchte ich in diesem Beitrag einen Blick werfen. Zu den Details:

Im Rahmen der „ZertifikateAwards 2015“ gab es in insgesamt 4 Kategorien ein sogenanntes Publikums-Votum, welches ich hiermit genauer beleuchten möchte. Hier kann es durchaus zu anderen Ergebnissen kommen als beim Jury-Votum. Denn natürlich haben die in der Jury auch vertretenen Bankhäuser und die Privatanleger manchmal durchaus einen anderen Fokus. Ich finde: Was interessiert mich als Privatanleger die Höhe des emittierten Volumens bei einem bestimmten Schein, solang der Emittent regelmäßig saubere Quotes stellt?

Bei den „Zertifikate Awards 2015“ haben laut Angaben des Veranstalters rund 11.000 Leser abgestimmt. Das war laut Veranstalter ein neuer Rekord bei der Zahl der ausgezählten Stimmen. Nun zu den Ergebnissen:

Wer ist das Zertifikatehaus des Jahres? Das war natürlich die Kernfrage, die den Privatanlegern gestellt wurde. Hier die Ergebnisse:

Auf den ersten drei Plätzen landeten:

  • Platz 1: Commerzbank (30,0%)
  • Platz 2: Dekabank (26,8%)
  • Platz 3: Deutsche Bank (21,0%)

Quelle: ZertifikateAwards 2015

Nächste Kategorie: „Zertifikat des Jahres“. Hier konnten die Leser ein konkretes Zertifikat auswählen und als „Zertifikat des Jahres“ bestimmen. Das lässt natürlich auch gewisse Rückschlüsse über die Risikopräferenzen der Leser zu – wer z.B. risikoavers ist, wird eher nicht auf Scheine mit hohem Hebel setzen und umgekehrt. Konkret zu den Gewinnern::

  • Platz 1: Die „Best Express Zertifikate“ der Hypovereinsbank waren am beliebtesten (28,6%)
  • Platz 2: „Outperformance Anleihe“ der Bayern LB landete auf Platz 2 (26,4%)
  • Platz 3: Ein „Bonus Cap Garant“-Zertifikat von Credit Suisse (24,9%) gewann Platz 3.

Das sieht relativ konservativ aus und lässt gewisse Rückschlüsse zu auf die aktuelle Stimmungslage der Privatanleger, welche abgestimmt haben. Ich würde in dem Zusammenhang natürlich auch das Emittenten-Risiko im Auge behalten. Denn was nützt beispielsweise eine Kapitalgarantie des Emittenten, wenn dieser selbst zahlungsunfähig wird? Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang: Ein Zertifikat ist letztlich eine Schuldverschreibung des Emittenten. Zahlungen hängen deshalb von dessen Kreditwürdigkeit ab. Eine „Kapitalgarantie“ bringt nichts mehr, wenn der Emittent selbst zahlungsunfähig ist. Denn dann stehen Sie mit anderen Gläubigern in der Reihe, um ihre Ansprüche geltend zu machen.

Dann zur Wertung „Bester Online-Broker“. Bei Tausenden Lesern kann sich so gewissermaßen eine Form „Schwarm-Intelligenz“ zeigen. Kleinere Fehler von Emittenten können sich so in Form einer schlechten Bewertung zeigen – und umgekehrt. Die Ergebnisse dieser Kategorie:

  • Platz 1: Comdirect (25,2%)
  • Platz 2: ING – ehemals ING-DiBa (16,8%)
  • Platz 3: S-Broker (16,6%)

Zum Schluss noch die Abstimmung: „Bestes Zertifikate-Portal“:

  • Platz 1: Finanzen.net (53,1%)
  • Platz 2: Onvista.de (38,5%)
  • Platz 3: Boerse-Stuttgart.de (16,6%)

Mein Fazit: Kleinere Überraschungen – so ist der Online-Broker S-Broker das erste Mal auf dem Podium vertreten. Ansonsten z.B. bei der Wahl der beliebtesten Zertifikate durchaus erwartet der Fokus auf Kategorien mit relativ geringerem Risiko. Das waren die Ergebnisse des „Publikums-Votums“ bei den „ZertifikateAwards 2015“.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

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