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Die Fed und das Wort „geduldig“ – Alle Hintergründe und Spekulationen zum Wegfall des Wortes!

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Eins muss man ihr lassen: Die Aktienmärkte weltweit achten genau darauf was die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, zu sagen hat. Ein Wort mehr oder weniger kann einen deutlichen Unterschied machen und die Marktkapitalisierungen weltweit um Milliarden Dollar verändern. Jüngstes Beispiel:

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Leitzinsen bleiben vorerst niedrig – doch Erhöhung wird eingeplant

Die Fed-Sitzung letzte Woche war ein Beispiel für die oben genannte Aufmerksamkeit in Bezug auf einzelne Wörter im Fed-Statement. Die Entscheidung der US-Notenbank in Bezug auf die Leitzinsen war keine Überraschung – damit hatten wohl die meisten Marktteilnehmer gerechnet. Die Leitzinsen sollen weiterhin auf dem niedrigen Niveau zwischen 0,0 und 0,25 Prozent bleiben. Viel spannender für viele Marktteilnehmer war es, ob ein einziges Wörtchen – übersetzt: „geduldig“ – weiterhin von der Fed verwendet werden würde. Und zwar ging es um den Passus, in welchem die Fed zuvor mitgeteilt hatte, dass sie in Bezug auf eine Erhöhung der Leitzinsen „geduldig“ sein werde. „Geduldig“ implizierte da, dass es mit den Zinserhöhungen wohl noch etwas dauern kann.

Das Wörtchen „geduldig“ wurde gestrichen

Und dann das: Im letzten Fed-Statement fehlte das Wort „geduldig“. Und was dann – sollten einem Pawlowschem Reflex folgend die Kurse daraufhin einbrechen? Mit der Begründung, dass die Zinserhöhungen früher als erwartet kommen werden? Es kam anders. Denn ganz so einfach ist es an den Finanzmärkten dann doch nicht – zumindest in diesem Fall nicht:

Janet Yellen strich zwar das Wörtchen „geduldig“, ließ aber die Marktteilnehmer gleichzeitig wissen, dass sie die geldpolitischen Zügel nur äußerst behutsam anziehen wird. So wirkten also zwei Faktoren:

Fed Statement – 2 Faktoren:

  1. Der Wegfall des Wortes „geduldig“ signalisierte, dass die Leitzinsen in diesem Jahr in den USA so gut wie sicher angehoben werden. (Es sei denn, es kommt eine geopolitische oder volkswirtschaftliche Krise hinzu.)
  2. Durch die sofortige Relativierung in Form der verbalen Beruhigung von Seiten der Fed-Vorsitzenden wurde allerdings implizit signalisiert, dass die erste Zinserhöhung nicht vor Juni erfolgen wird.

Die Fed-Sitzung im Juni gilt deshalb bei Marktteilnehmern nun als der frühestmögliche Termin für einen Zinsschritt (= Zinserhöhung) der Fed. Einige tippen auch erst auf September. Zudem werden allgemein keine großen Zinsschritte erwartet. Bedeutet: Zinserhöhungen um 50 Basispunkte an einem Termin gelten allgemein als unwahrscheinlich.

US-Leitzinsen: Konsensschätzung sieht 0,625% per 31.12.2015

Der Rückblick zeigt: Letzten Dezember waren die befragten Volkswirte noch davon ausgegangen, dass die US-Leitzinsen (gemessen an der Fed Funds Rate) am 31.12.2015 bei durchschnittlich 1,25% liegen würden.

Nach der jüngsten Entwicklung liegt dieser Wert nur noch bei 0,625%. Der Tenor damit: Zinserhöhungen der US-Notenbank werden kommen – aber nur sehr bescheiden und damit die „Politik des leichten Geldes“ keineswegs abwürgend. Und genau das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass die US-Aktienmärkte sich über den Wegfall des Wörtchens „geduldig“ zumindest kurzfristig keine Sorgen gemacht haben.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, im Hinblick auf Fed-Äußerungen zu traden. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

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