Deutsche Bank mit erstem Gewinn seit 2014

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.08.2021


Die Deutsche Bank hat das letzte Geschäftsjahr erstmals seit 2014 wieder mit Gewinn abgeschlossen. Allerdings hat die Bank es nicht geschafft, sich vom Kapitalmarktgeschäft unabhängiger zu machen. Nach Abzug von Zinszahlungen und Nachranganleihen bliebt ein Gewinn von 113 Millionen Euro übrig. Vor Steuern lag der Gewinn bei einer Milliarde Euro. Im Vorjahr musste die Deutsche Bank noch einen Verlust vor Steuern von 2,6 Milliarden Euro hinnehmen.

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Starkes Wachstum im Investmentbanking

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsLaut Vorstandschef Christian Sewing ist es der Bank im letzten Jahr trotz der schwierigen Situation durch die Pandemie gelungen, die Transformationskosten und die höhere Risikovorsorge mehr als auszugleichen. 2020 war laut Sewing das wichtigste Jahr für den angestrebten Konzernumbau. Weiter kann jedoch nur der Bereich des Investmentbankings ein Wachstum vorweisen. Damit ist die Bank weiter stark von den Schwankungen am Kapitalmarkt abhängig.

Im Investmentbanking konnten die Einnahmen um 32 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro erhöht werden. Insgesamt lag der Nettogewinn der Deutschen Bank bei 624 Millionen Euro. Das Kapitalmarktgeschäft der Deutschen Bank konnte bis Ende September bereits einen Gewinn von 2,6 Milliarden Euro vor Steuern erreichen. Das Jahr endete dann mit einem Gewinn vor Steuern von 3,2 Milliarden Euro.

Deutsche Bank mit erstem Gewinn seit 2014

Gutes Marktumfeld für Anleihen

Dies hängt auch dem aktuell guten Marktumfeld für das Emissionsgeschäft mit Anleihen zusammen. Hier erreichte die Bank einen neuen Rekord, denn sie konnte Anleihen im Wert von 1,7 Billionen Euro am Markt platzieren. Dies ist ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zu 2019. Aufgrund des starken Investmentbankings stiegen die Gesamterträge der Bank im letzten Jahr um vier Prozent. In den letzten Jahren sanken die Erträge kontinuierlich.

Noch vor einigen Monaten ging die Deutsche Bank davon aus, dass sich der positive Trend im Investmentbanking abschwächen könnte. Davon geht Sewing nun nicht mehr aus. Er zeigte sich optimistisch, dass die Ertragsanstiege im Investmentbanking nachhaltig sind. Im vierten Quartal lief das Geschäft Anleihen, Währungen sowie die Beratung bei Anleihenemissionen und Börsengängen sehr gut. Vor allem in den USA nutzten viele Unternehmen die Krise, um sich über den Verkauf neuer Anleihen weitere Liquidität zu sichern.

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Aktienhandel wurde 2019 eingestellt

Aktiendepot.com Icon ZielgruppeDie Deutsche Bank stellte 2019 aufgrund einer schwachen Marktposition den Aktienhandel ein. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Bank nun ihre Stärken im Anleihe- und Wertpapiergeschäft ausspielen kann. Hier wuchsen die Erträge im vierten Quartal um 17 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal. Auch im Vergleich zu den großen Anbietern an der Wall Street konnte die Deutsche Bank Marktanteile gewinnen. Die fünf größten Wall-Street-Häuser konnten nur eine Ertragssteigerung von zehn Prozent vorweisen. Im Aktienhandel waren die Erträge der amerikanischen Anbieter allerdings deutlich höher. Beispielsweise konnte Goldman Sachs seine Erträge im Aktienhandel um 40 Prozent steigern.

Allerdings gehen einige Beobachter auch davon aus, dass im Investmentbanking ein Verlust erzielt wurde, der jedoch in einer internen Bad-Bank verbucht wurde, in die die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Wertpapiere übertragen wurden. Diese Bad-Bank erlitt 2020 einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es sogar 3,2 Milliarden Euro.

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Rückgang im Privat- und Firmenkundengeschäft

Im Privat- und Firmenkundengeschäft gab es jedoch einen Rückgang, der auf die Corona-Krise und auf die weiter niedrigen Zinsen zurückzuführen ist. Allerdings war es viele Jahre so, dass Kosten schneller stiegen als die Einnahmen. Dies könnte sich nun jedoch gewandelt haben, sodass die Zahlen nachhaltig sein könnten. Die Krise hatte zudem zur Folge, dass die Risikovorsorge für faule Kredite auf 1,8 Milliarden Euro stieg. Bereits im Dezember nannte die Bank diesen Wert.

Im vierten Quartal blieb die Deutsche Bank mit einem Gewinn nach Steuern von 189 Millionen Euro ebenfalls im profitablen Bereich. Im Schlussquartal konnte sogar das Privatkundengeschäft, das sich insgesamt weiter schwach zeigt, einen kleinen Gewinn von neun Millionen Euro vorweisen. Allerdings mussten in dieser Sparte 88 Millionen Euro als Sonderaufwand für den Übergang der IT der Postbank an TCS aus der Tata-Gruppe verwendet werden. Die Deutsche Bank zahlte einen negativen Kaufpreis von 120 Millionen Euro an TCS. Dieser hatten einen negativen Effekt von 104 Millionen Euro zur Folge, der sich ebenfalls auf das Ergebnis auswirkte.

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Privatkundengeschäft insgesamt mit Verlust

Aktiendepot.com Icon ChecklisteDas Privatkundengeschäft der Deutschen Bank erlitt im letzten Jahr insgesamt jedoch erneut einen Verlust von 124 Millionen Euro. Der Risikobedarf für ausfallgefährdete Kredite stieg von 342 Millionen Euro im Jahr zuvor auf 711 Millionen Euro. Die Erträge bleiben dennoch trotz der weiter sehr niedrigen Zinsen und pandemiebedingte Einschränkungen im Filialgeschäft stabil.

Einige Kunden haben wohl Gelder von ihrem Girokonto verwendet, um in lukrativere Anlagen zu investieren. 2019 erlitt das Privatkundengeschäft einen Verlust von 265 Millionen Euro. Die Unternehmerbank der Deutschen Bank konnte dagegen ihren Gewinn von 92 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 561 Millionen Euro erhöhen.

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Sewing zeigt sich zuversichtlich

Dennoch zeigte sich Vorstandschef Sewing zuversichtlich. Das Ergebnis des letzten Jahres habe die eigenen Erwartungen übertroffen. Die Bank sei nachhaltig profitabel und optimistisch, dass sich der positive Trend auch 2021 trotz schwieriger Zeiten fortsetzen wird. Die Bank sieht sich in einer guten Position, auch 2022 die vorgesehene Eigenkapitalrendite von acht Prozent erreichen zu können.

Darüber hinaus kündigte die Bank an, dass Anleger im nächsten Jahr wieder eine Dividende ausgezahlt bekommen. Dass 2020 keine Dividende ausgeschüttet wird, war schon länger klar. Ein Großteil der aktuellen Gewinne wird verwendet, um Zinsen auf Nachranganleihen zu zahlen. Nachranganleihen sind aus aufsichtsrechtlicher Sicht Teil des Eigenkapitals. Die fest vereinbarten Zinsen auf dieses werden wie Dividenden behandelt.

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Konzernumbau schon 2019 begonnen

Aktiendepot.com Icon KündigungDer Konzernumbau wurde im Sommer 2019 auf den Weg gebracht. Das Ziel war es damals, einen besseren Ausgleich zwischen den einzelnen Sparten zu erreichen. Allerdings ist der Konzernumbau auch mit dem Abbau von 18.000 Arbeitsplätzen auf der ganzen Welt verbunden. Zudem soll das Filialnetz verkleinert werden.

Die Pläne von Sewing sehen unter anderem vor, dass die drei Sparten Investmentbanking, Unternehmerbank und Privatkundengeschäft im Jahr 2023 je zwei Milliarden Euro zum Gewinn beitragen. 2020 konnte nur die Investmentbank diese Vorgaben erfüllen. Im Privatkundengeschäft scheint es bei der Deutschen Bank weiter Nachholbedarfs zu geben. Gleiches gilt für den Bereich der Unternehmerbank.

Deutsche Bank: Erstmals seit 2014

Börse reagiert verhalten

Die Börse reagierte allerdings eher verhalten auf die Jahresbilanz der Deutschen Bank. Die Bank konnte zwar gute Zahlen vorlegen und auch die Kreditrisiken scheinen im Griff. Dennoch gibt es Zweifel daran, wie nachhaltig die Zahlen wirklich sind. Auch mit Blick auf die Aufwendungen liegen die Zahlen der Bank im grünen Bereich. Die Bank gibt für 2021 bei den bereinigten Kosten einen Wert von 18,5 Milliarden Euro an. Analysten bemängelten zudem, dass darüber hinaus nur wenig Angaben zum Ausblick für das laufende Jahr gemacht wurden.

Fraglich ist zudem, ob die Bank ihre Ziele für dieses Jahr wirklich erreichen kann, da die Unsicherheiten durch die Pandemie weiter hoch sind. Viele Banken scheuten sich bereits im letzten Jahr, eine genaue Prognose abzugeben. Die Deutsche Bank hat nun einen großen Teil des geplanten Konzernumbaus hinter sich. In diesem Jahr könnten sich die Maßnahmen zur Kostensenkung noch deutlicher auswirken. Wenn sich die Wirtschaft weiter erholt, muss die Bank zudem weniger Kapital für Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite ausgeben. Dies senkt den Druck auf die Gewinne.

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Fazit: Positive Entwicklung bei der Deutschen Bank

Aktiendepot.com Icon FazitErstmals seit sechs Jahren erreicht die Deutschen Bank wieder die Gewinnzone. Vor allem das Investmentbanking präsentierte sich dabei stark. Das Privat- und Firmenkundengeschäft hat jedoch noch Nachholbedarf. Die Bank zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass gerade im Investmentbanking der Trend nachhaltig sein könnte. Analysten an der Börse zeigten sich skeptisch.

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