DAX vor Berichtssaison

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 12.07.2021


Die Anleger an der Deutschen Börse warten auf Unternehmensbilanzen, die auch Impulse zum Aktienkauf setzen könnten. Die letzte Woche beendete der Leitindex am Freitag stark, aber zum Wochenauftakt gab es leichte Verluste. Schon am letzten Donnerstag fiel der DAX zeitweise auf 15.304 Punkte, erholte sich am Freitag aber wieder. Derzeit sorgen einige Themen für Wirbel an den Märkten. Aktien von der Börse in Frankfurt sind auch bei XTB handelbar. 

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

DAX bewegt sich auf Seitwärtslinie

Der Höchststand von 15.802 Punkten, der Mitte Juni erreicht wurde, ist weiterhin in erreichbarer Nähe. Seit Wochen bewegt sich der DAX in einer seitwärts verlaufenden 21-Tage-Linie. Das Barometer für den kurzfristigen neutralen Trend befindet sich derzeit bei 15.613 Punkten. Am Montag konnte der DAX aber die starken Vorgaben aus den USA nicht nutzen.

Der S&P 500 erreichte am Freitag einen neuen Rekord und auch der Dow Jones präsentierte sich stark. Allerdings fielen die Indizes zum Beginn der Handelszeit in Europa wieder. Der Dow Jones beendete die Woche mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent. Das Rekordhoch von 35.091 Punkten ist in greifbarer Nähe. Der S&P 500 stieg am Freitag um 1,1 Prozent auf 4.369,55 Punkte. Der Nasdaq 100 brach dagegen leicht ein. 

Asiatische Börsen profitierten von US-Vorgaben

Die asiatischen Börsen konnten im Gegensatz zum DAX von den Vorgaben aus den USA profitieren und begannen die Woche mit teilweise hohen Kursgewinnen. Der Nikkei 225 stieg beispielsweise um über zwei Prozent. Der schwache Start in die Handelswoche könnte auch durch neue Unsicherheiten durch wieder steigende Neuinfektionszahlen bedingt sein. Dies könnte die Erholung der Konjunktur wieder bremsen. Neue Corona-Maßnahmen könnten ein schwerer Schlag für die ganze Wirtschaft sein. 

Ein Thema, das Anleger nicht loslässt, ist die steigende Inflation. Die Verbraucherpreise sind zuletzt weiter gestiegen. Die Notenbanken könnten daher bald gezwungen sein, ihre lockere Geldpolitik zu verändern. Diese war in den letzten Jahren ein wichtiger Grundpfeiler für die Erfolge an den Aktienmärkten. In dieser Woche sollen neue Preisdaten aus den USA für Juni veröffentlicht werden. Im Mai stieg auch dort die Teuerungsrate stark.

US-Quartalsberichte erwartet

Dazu werden in dieser Woche in den USA erste Quartalsberichte veröffentlicht. Den Anfang machen Goldman Sachs und JPMorgan. Dies könnte Impulse für die Börsen geben, vor allem, wenn die Geschäftsberichte positiv ausfallen. Allerdings sind die Erwartungen an die Bilanzen und Quartalsgewinne sehr hoch. Daher könnte die Messlatte zu hoch liegen und die großen Erwartung enttäuschend werden.

Außerdem werden in dieser Woche Wachstumszahlen aus China veröffentlicht. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie stark die chinesische Wirtschaft im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften zuletzt gewachsen ist. Dies könnte ebenfalls eine Reaktion der Börsen nach sich ziehen. In den letzten Monaten sind die hohen Erwartungen an China allerdings zurückgegangen, da vergleichsweise schwache Teildaten veröffentlicht wurden. Der Höhepunkt des Wachstums nach der Pandemie könnte damit in China schon überschritten sein. 

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Ölpreise belasten Konjunkturhoffnungen

Dazu belasten die Ölpreise die Konjunkturhoffnungen. Dies waren zuletzt sehr hoch und einige Beobachter gehen davon aus, dass bald die 100-Dollar-Marke geknackt werden könnte. Allerdings fielen die Ölpreise zuletzt wieder leicht. Die Nordsee-Sorte Brent wurde ebenso wie die US-Sorte WTI um 0,7 Prozent günstiger. Auch Kupfer ist wieder billiger. Bei den Ölpreisen kommt eine Diskussion um die zukünftige Fördermenge hinzu. Die OPEC+ konnten zuletzt in Streitfragen keine Einigung erzielen.

Darüber hinaus wurde zuletzt bekannt, dass die Großhandelspreise zuletzt so stark gestiegen sind wie seit 1981 nicht mehr. Bisher sind die Teuerungsraten bei den Verbraucherpreisen noch nicht so massiv gestiegen. Allerdings stiegen die Großhandelspreise im Juni um mehr als zehn Prozent. Der Preisanstieg könnte damit beschleunigt werden.

Im Vergleich zum letzten Jahr stiegen die Großhandelspreise im Juni laut dem Statistischen Bundesamt um 10,7 Prozent. Als es 1981 einen vergleichbaren Anstieg gab, lag dies in den Auswirkungen der zweiten Ölkrise begründet. Damals stiegen die Preise um elf Prozent gegenüber 1980.

Ölpreise lassen Großhandelspreise steigen

Im Mai steigen die Großhandelspreise um 9,7 Prozent gegenüber dem Mai 2020. Im April betrug der Anstieg bereits 7,2 Prozent. Sicher kommt hier auch ein statistischer Effekt zum Tragen, da die Preise im letzten Jahr stark gesunken waren. Die hohen Großhandelspreise werden auch durch die hohen Ölpreise angetrieben. Diese stiegen zuletzt um 37,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Vor allem die Preise für Altmaterial und Schrott stiegen stark. Der Preiszuwachs liegt hier bei 77,6 Prozent. Erze und Metalle wurde um 54,2 Prozent teurer. Deutliche Preisanstiege gibt es auch bei Holz, Getreide, Saatgut oder Futtermitteln. Dagegen sanken die Großhandelspreise für Software, Computer und ähnliche Geräte wie Drucker. Auch Fisch wurde im Vergleich zum Vorjahr etwas günstiger.

Der Anstieg der Großhandelspreise könnte auch Folgen für die Verbraucherpreise haben. Die Inflationsrate ging zwar im Juni leicht auf 2,3 Prozent nach unten, dennoch geht die Bundesbank davon aus, dass die Inflationsrate in den nächsten Monaten auf mehr als vier Prozent steigen könnte.

Ökonomen gehen von vorübergehender Entwicklung aus

Dennoch geht auch die Bundesbank davon aus, dass dies nur eine vorübergehende Entwicklung sein könnte. Hier wird insbesondere auf das niedrige Preisniveau aus dem Vorjahr verwiesen; den sogenannten Basiseffekt. Daher soll die Inflation im nächsten Jahr wieder auf ein normales Niveau fallen. 

Auch die EZB geht nicht davon aus, dass die Inflationsraten massiv steigen werden. Langfristige Folgen der hohen Inflation hängen auch davon ab, ob Löhne und Gehälter steigen. Dies könnte die Inflation weiter nach oben treiben. Allerdings gibt derzeit keine Hinweise auf eine derartige Entwicklung, da Löhne und Gehälter kaum steigen.

Die EZB reagiert dennoch auf die Entwicklung und will in Zukunft auch eine etwas höhere Inflationsrate tolerieren. Bisher gab die EZB als Zielvorgaben eine Inflationsrate knapp unter zwei Prozent an. Nun hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde zudem in einem Interview mit Bloomberg TV angedeutet, das bei der EZB-Sitzung am 22. Juli weitere Veränderungen verkündet werden könnten. 

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Weiter Veränderungen bei der EZB möglich

Schon in der letzten Woche wurde das neue Inflationsziel verkündet. Zudem soll das Thema Klima stärker bei der Geldpolitik berücksichtigt werden. Darüber hinaus will die EZB Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum bei der Inflationsrate einbeziehen. Dies ist jedoch wohl ein längerfristiger Prozess.

Nun könnte die EZB bei der nächsten Sitzung ihren geldpolitischen Ausblick nochmals überprüfen. Konkret sollen wohl die sogenannte Forward Guidance geprüft werden. Diese müssen wohl auf die letzte Woche verkündeten Änderungen der Strategie angepasst werden. Generell will die EZB die Konjunkturerholung in der Eurozone unterstützen.

Der Begriff Forward Guidance bezieht sich auf den geldpolitischen Ausblick der Notenbank. Die EZB macht hier unter anderem Aussagen zum möglichen Ende des Anleihenkaufprogramms. Auch Hinweise, wann die Leitzinsen erhöht werden könnten, gehören zum Ausblick der EZB. Bisher ist bekannt, dass das in der Corona-Pandemie aufgelegte Anleihenkaufprogramm Pepp mindestens bis März nächsten Jahres fortgeführt werden soll. Danach könnte es ein Anschlussformat geben. 

Sorgen bei Lagarde bezüglich der Delta-Variante

Es wurde bereits vorgeschlagen, dass Teile oder Einzelaspekte in die allgemeinen Wertpapierkäufe der Notenbank einfließen könnten. Christine Lagarde zeigten sich bei Bloomberg TV zumindest mit Blick auf die allgemeine wirtschaftliche Lage etwas zuversichtlicher. Allerdings äußerte auch sie Sorgen hinsichtlich der Delta-Variante. Daher muss die Notenbank aus ihrer Sicht flexibel bleiben und deutlich machen, dass es in den nächsten Wochen oder Monaten keinen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik geben wird. 

DAX-Aktien bei XTB

Die Frankfurter Börse gehört zu den 16 internationalen Börsen, an denen XTB Handelsmöglichkeiten anbietet. Auch Echtzeitkurse sind bei XTB zu finden. Zahlreiche internationale Aktien können dann bis zu einer Summe von 100.000 Euro im Monat kommissionsfrei gehandelt werden. ETFs, CFDs auf Aktien oder Index-CFDs könnten eine Alternative für Trader darstellen. Insgesamt bietet XTB über 5.200 Finanzinstrumente an.

Das gesamte Handelsangebot kann auch über ein Demokonto getestet werden. Der Handel erfolgt über eine moderne Plattform mit vielen Tools und Indikatoren. Wichtige Termine wie Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten oder EZB-Sitzungen können Trader übrigens auch im Wirtschaftskalender bei XTB nachvollziehen. Zudem bietet der Broker Prognosen, News und Schulungsangebote an. Bei Fragen können sich Trader auch an den Kundenservice von XTB in Frankfurt am Main wenden. 

Fazit: Inflation weiter großes Thema an der Börse

In dieser Woche werden aus den USA neue Inflationsdaten erwartet. Dazu kommen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in China sowie erste Quartalsberichte in den USA. Diese könnten auch hierzulande Impulse für die Märkte geben. Zudem deutete Christine Lagarde weitere Änderungen bei der EZB an. 

Bei XTB können Trader Aktien von 16 Börsen handeln, darunter auch von der Frankfurter Börse. Aktien sind Teil des Handelsangebots, das 5.200 Finanzinstrumente umfasst. Von den angebotenen Börsen stehen auch Echtzeitkurse zur Verfügung. Bis zu einer monatlichen Handelssumme von 100.000 Euro fallen keine Kommissionen an.

Bilderquelle:

  • www.shutterstock.com