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Brexit-Tendenz: Raus aus Aktien, rein in Anleihen!

Brexit-Tendenz: Raus aus Aktien, rein in Anleihen!

So einen Börsentag gab es schon lange nicht mehr. Der DAX eröffnet mit 10% Minus, das britische Pfund bricht ein, und einzelne Bankaktien verlieren im Bereich 20%. So geschehen letzten Freitag – an dem Tag, an dem das Ergebnis des britischen Referendums zum Austritt aus der Europäischen Union (EU) bekannt gegeben wurde. Im Verlauf des Handelstages machten viele Basiswerte einen Teil ihrer Verluste wieder wett. Es gab an dem Tag mehrere Tendenzen – hohe Vola, hohe Volumina und eine starke Suche nach „sicheren Häfen“. mehr dazu in diesem Beitrag:

Brexit: Sichere Häfen gefragt

Die erste Tendenz des Tages (= 24. Juni 2016) war: Sichere Häfen sind gefragt! Deshalb war es kein Wunder, dass der Goldpreis nahezu schlagartig um rund 60 Dollar je Feinunze nach oben schoss. Auch Anleihen waren gefragt. Dazu gehörten im Fall der britischen Anleger übrigens auch britische Anleihen. Am Freitag und am Montag darauf gab es an der Londoner Börse die Tendenz „britische Aktien verkaufen – britische Anleihen kaufen“. Das hatte übrigens zur Folge, dass die Rendite 10jähriger britischer Staatsanleihen am Montag (27. Juni 2016) unter die psychologisch wichtige Marke von 1% fiel.

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Rendite 10jähriger britischer Anleihen fällt unter 1%

1% Rendite – das wäre bei Bundesanleihen ja eine geradezu attraktive Rendite! Denn da heißt es derzeit meist: Negativ-Renditen! Und dennoch waren Bundesanleihen auch am turbulenten Freitag erneut massiv gefragt. Sie werden eben nach wie vor als „sicherer Hafen“ wahrgenommen. Deshalb wurden sie verstärkt gekauft – obwohl Negativ-Rendite bedeutet, dass es garantierte Verluste gibt. Das führte dazu, dass sich die Negativ-Rendite bei Bundesanleihen zuletzt noch ausweitete. So rentierten die 10jährigen Bundesanleihen am Freitag im Bereich -0,153% (intraday lag die Negativ-Verzinsung sogar noch schlechter aus Käufersicht). Die Verkäufer und den deutschen Fiskus mag es freuen – doch aus Sicht des Käufers einer solchen Anleihe ist ein Kauf doch eigentlich wenig verlockend. Und dennoch wurde stark gekauft.

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Flucht in Sicherheit und hohe Volatilität

Generell fiel auf, dass Assetklassen, die mit „Unsicherheit“ behaftet sind, tendenziell verkauft wurden. Das erklärt auch die starken Kursverluste bei Bankaktien, insbesondere bei Aktien von südeuropäischen Banken. Aber auch eine Deutsche Bank-Aktie geriet ja sehr stark unter Druck. Und es dauerte nicht lange, bis europäische Banken von diversen Analysten deutlich herabgestuft wurden. Ein Beispiel: Die BNP Paribas senkte die Kursziele für britische Banken um über 20% im Durchschnitt. Nun, damit wurde wohl in diversen Fällen nur das Kursziel an den ohnehin gesunkenen Kurs nach unten angepasst.

Hohe Vola und hohe Volumina

Das britische Pfund fiel gegenüber dem Dollar gar auf den tiefsten Stand seit rund 30 Jahren. Das war also eine Tendenz: „Sichere Häfen“ gefragt. Dann gab es noch die Tendenz „hohe Volatilität“. Es gab sehr hohe Intraday-Schwankungen. Mehrere Prozentpunkte auch auf der Ebene großer Indices. Schauen Sie sich nur die Entwicklung beim DAX an, und Sie wissen was, ich meine. Dann zeigte sich noch diese Tendenz: Die Handelsvolumina waren am Freitag hoch – sehr hoch! Demnach: Hohe Volatilität, hohe Handelsvolumina und „sichere Häfen“ gefragt. Damit lassen sich die ersten Reaktionen auf die Veröffentlichung des „Brexit“-Votums zusammenfassen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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