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Aktie im Blick: Börsenrekord der Amazon-Aktie

Mit Amazon hat es Anfang September das zweite amerikanische Unternehmen geschafft, einen Börsenwert von einer Billion Dollar zu erreichen. Die Aktie von Amazon stieg an einem Handelstag kurzfristig auf 2.030,50 Dollar. So war das Unternehmen für eine kurze Zeit mehr als eine Billion Dollar wert. Dieser Rekord wurde auch durch erfolgreiche Quartalszahlen – auch abseits des klassischen Geschäfts im Onlinehandel – möglich. Amazon ist mittlerweile sehr breit aufgestellt. Auch aus diesem Grund trauen Experten der Amazon-Aktie weitere Erfolge zu.

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Innerhalb weniger Wochen zwei Unternehmen über eine Billion Dollar wert

Nun konnten also mit Amazon und Apple innerhalb nur weniger Wochen gleich zwei US-Unternehmen diesen Börsenwert erreichen, was zuvor lediglich ein chinesischer Konzern vor einigen Jahren bei seinem Börsenstart geschafft hatte. Amazon war zum Zeitpunkt seines Rekords mehr wert als die zwölf größten DAX-Unternehmen gemeinsam. Zum Erreichen dieser magischen Marke legt die Aktie von Amazon an einem Handelstag eine Kurssteigerung von 2,5 Prozent auf 2.050,50 Dollar hin. Nach dem Überschreiten der Billionen-Grenze fiel der Kurs jedoch wieder etwas.

2018 bislang erfolgreiches Jahr für Amazon

Das gesamte Jahr 2018 war für Amazon und die Entwicklung der Aktie bereits sehr erfolgreich. In den letzten zwölf Monaten legte der Aktienkurs um 105 Prozent zu, davon alleine zehn Prozent in den vier Wochen vor dem Börsenrekord. Auch die Marktkapitalisierung konnte so in den letzten Monaten immer weiter ausgebaut werden. Seit Januar konnte die Amazon-Aktie einen Zuwachs von 75 Prozent verzeichnen. Der Börsenwert nahm seitdem ebenfalls um über 435 Milliarden Dollar zu. Im Vergleich dazu kommen Walmart, Costco und Target, die drei größten Konkurrenten im amerikanischen Einzelhandel, gemeinsam lediglich auf einen Börsenwert von 430 Milliarden Dollar.

Hoher Quartalsgewinn vermeldet

Die Grundlage für diese guten Zahlen bei Amazon war wohl der überraschend hohe Quartalsgewinn, den das Unternehmen Ende Juli bekannt gab. Während der Onlinehandel ohnehin weiterhin erfolgreich ist, können auch andere Unternehmensfelder immer weiter aufholen. Vor allem die Cloud-Dienste von Amazon werden ein immer größerer Erfolg. Hier wurden einige Neuerungen eingeführt und Amazon stellt sich hier zunehmend erfolgreich auf.

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Amazon stellt sich immer breiter auf

Auch neben diesen Geschäftsfeldern arbeitet Amazon daran, sich immer breiter aufzustellen. Das Cloud-Geschäft wird ein immer wichtiger Baustein für das Unternehmen. Dazu kamen in den letzten Monaten einige erfolgreiche Übernahmen. Auf diesem Weg kann Amazon weitere Geschäftsbereiche und Branchen für sich erschließen. Unter anderem wurde vor einiger Zeit die US-Versandapotheke PillPack übernommen.

Übernahmen nicht ungewöhnlich

Für Schlagzeilen sorgte die Übernahme der Bio-Supermarktkette Whole Foods im Jahr 2017. Auf diesem Weg konnte Amazon in den Lebensmitteleinzelhandel einsteigen und weiter an seinen Supermarktkonzepten wie Amazon Go arbeiten. Das Werbegeschäft vermeldet ebenfalls höhere Umsätze. Die hohen Umsatzzahlen der unterschiedlichsten Geschäftsfelder erlauben es Amazon, weitere Investitionen zu tätigen und so Aussichten auf weitere Gewinne zu haben. Auch in den letzten Jahren wurden immer wieder Unternehmen übernommen. Diese Strategie ist damit nicht ungewöhnlich für Amazon.

Beispielsweise gehört seit 2004 die chinesische E-Commerce-Webseite JOYO zu Amazon. So konnte das Unternehmen vor zwei Jahren seine Kosten im Logistikbereich senken. 2009 übernahm man den Online-Schuhhändler Zappos und zwei Jahre später den Online-Buchhändler The Book Depository Ltd., den größten Konkurrenten in Großbritannien.

Analysten positiv gestimmt

Die breite Aufstellung und Erweiterung von Amazon veranlasst Analysten dazu, davon auszugehen, dass Amazon weiter einen erfolgreichen Weg gehen wird. Der Analyst Brian Nowak von der US-Investmentbank Morgan Stanley erhöhte vor kurzem das Kursziel für die Aktie von Amazon von 1.850 auf 2.500 Dollar. Würde dieser Wert erreicht, läge der Börsenwert bei 1,2 Billionen Dollar. Amazon ist mittlerweile nicht nur sehr gut und breit aufgestellt, sondern kann auch von Größenvorteilen gegenüber der Konkurrenz profitieren. Der Umsatz von Amazon entwickelt sich derzeit besser als bei vergleichbaren Unternehmen aus der Internetbranche.

Auch eine Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg wirft ein gutes Licht auf Amazon. 44 von 50 befragten Experten würden zum Kauf der Aktie raten. Nur zwei der befragten Experten empfehlen einen Verkauf. Die Zukunft könnte für Amazon sehr rosig aussehen. Einige Experten vertreten die Auffassung, dass Amazon 2030 das größte Unternehmen der Welt sein wird und sich damit deutlich vor Apple positioniert.

Der größte Einzelhändler der Welt

Im Onlinehandel ist Amazon wohl die unangefochtene Nummer 1. Das Unternehmen ging 1994 an den Start und entwickelte sich zum größten Einzelhändler der Welt. In einer 2017 veröffentlichten Schätzung kam das amerikanische Datendienstleistungsunternehmen Slice Intelligence zu dem Schluss, dass jeder Amerikaner von einem Dollar, den er im Einzelhandel ausgibt, 45 Cent bei Amazon zahlt.

Daneben wird aber das Cloud-Geschäft immer erfolgreicher. Dieser Bereich ist unter dem Namen Amazon Web Services (AWS) bekannt. Unter anderem gehört auch der Handel mit dem Sprachassistenten Alexa dazu. Allerdings will Amazon langfristig auch im Gesundheitswesen und in der Finanzbranche Fuß fassen. Schon jetzt geht das Investmentunternehmen Synovus Trust davon aus, dass der Marktanteil von Amazon bei 30 Prozent und damit weit vor den Konkurrenten von Microsoft, IBM oder Google, liegt.

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Cloud-Dienste von Amazon

AWS umfasst zunächst die Vermietung von Servern. 2006 begannt man, anderen Unternehmen Infrastrukturdienstleistungen anzubieten. Seit 2012 können auch Privatkunden die Technologien des Cloud Computing nutzen. In diesem Bereich konnte im zweiten Quartal 2018 der Umsatz auf mehr als sechs Milliarden Dollar gesteigert werden. Das Cloud-Geschäft steigerte so seinen Umsatz um mehr als 48 Prozent. Analysten hatten niedrigere Zahlen erwartet. Amazon ist nun seit mehr als zehn Jahren im AWS-Geschäft tätig. Im letzten Quartal erhöhte sich jedoch die Nutzerzahl um 50 bis 60 Prozent.

Hohe Gewinne im AWS-Bereich

Der Gewinn des AWS-Geschäftsbereich trug damit 55 Prozent zum operativen Umsatz des gesamten Unternehmens sowie 20 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit ist der AWS-Geschäftszweig derzeit die zweite große Einnahmequelle von Amazon. Hier sind zudem die Gewinnmargen deutlich höher als im Onlinehandel. Sie liegen bei 23 Prozent, während im Onlinehandel nur etwa vier bis fünf Prozent möglich sind.

Darüber hinaus trägt vor allem der erfolgreiche AWS-Bereich dazu bei, dass zurzeit zahlreiche Investitionen möglich sind. Man will sich in Zukunft auch auf Zukunftsmärkten wie Gesundheitswesen und die Versicherungsbranche orientieren. Aufgrund der hohen Umsatzzahlen im AWS-Bereich kann Amazon auch Innovationen austesten, beispielsweise bei neuen Supermarktkonzepten wie Amazon Go.

Amazon baut Geschäftsfelder aus

Theoretisch könnte sich Amazon voll auf das Cloud-Geschäft konzentrieren, doch das Herz von Amazon-Chef Jeff Bezos hängt noch immer besonders am Einzelhandel. Dies hindert das Unternehmen allerdings nicht daran, weiter zu expandieren. Neben der Übernahme von Whole Foods, die Amazon 13,7 Milliarden Dollar wert war, baut das Unternehmen auch seine Kapazitäten im Bereich Logistik deutlich aus. Langfristig könnte Amazon hier eine ernstzunehmende Konkurrenz für Unternehmen wie DHL, FedEX oder UPS werden. Ein Ziel ist es hier, schneller als die Konkurrenz zu sein und sogar innerhalb nur eines Tages Bestellungen auszuliefern.

Auch der Sprachassistent Alexa wird für Amazon immer wichtiger. Hierüber will das Unternehmen neue Verkaufskanäle erschließen. Darüber hinaus ermöglicht es Amazon Echo, das Geschäft mit smarten Lautsprechern auszubauen. Bereits jetzt liegt hier je nach Schätzung der Marktanteil bei 50 bis 70 Prozent.

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Erfolgsfaktor Amazon Prime

Der nächste Erfolg könnte Amazon Prime werden. Schon jetzt werden für den Streamingdienst, der nach Netflix wohl der größte der Branche ist, auch eigene Serien produziert. Amazon Prime ist schon jetzt laut Schätzungen in 40 bis 60 Prozent der amerikanischen Haushalte vertreten. Schätzungen zufolge nutzten 2013 bereits zehn Millionen Amerikaner den Streamingdienst. Schon zu dieser Zeit trug Amazon Prime ein Drittel zum gesamten operativen Gewinn bei. Aus dem Unternehmensbericht des letzten Jahres geht hervor, dass 2017 weltweit mehr als eine Million Menschen Kunden von Amazon Prime waren.

Die Abo-Dienste konnten im letzten Quartal 3,4 Milliarden Euro Umsatz beitragen und entwickeln sich stetig zu einer weiteren wichtigen Einnahmequelle. Hier lag das Plus im Vergleich zum vorangegangenen Quartal bei 55 Prozent. Ähnliches gilt auch für Elektronikgeräte wie den E-Book-Reader Kindle, die ebenfalls hohe Umsätze beitragen.

Kunden, Investoren und Unternehmensgründer profitieren

Unternehmenschef Jeff Bezos profitiert wohl besonders von den Erfolgen des Unternehmens. Laut Forbes löste er zwischenzeitlich Bill Gates als reichsten Mann der Welt ab. Laut offiziellen Angaben hält Bezos 16 Prozent an Amazon. Dies ergibt eine Gesamtsumme von rund 166 Milliarden Dollar.

Kunden und Investoren freuen sich ebenfalls über die Erfolge von Amazon. Zahlreiche Experten sprechen der Amazon-Aktie ihr Vertrauen aus und sehen weitere mögliche Wertsteigerungen. Dies gilt auch für den wohl bekanntesten Investor, Warren Buffet, der kürzlich weitere Amazon-Aktien hinzukaufte.

Amazon seit drei Jahren profitabel

Lange Zeit hatte Wachstum bei Amazon Vorrang vor Profitabilität, aber mittlerweile kann Amazon stabil schwarze Zahlen vorweisen. In den letzten 13 Quartalen war Amazon immer profitabel. Im ersten Halbjahr 2018 erzielte Amazon insgesamt einen Nettogewinn von vier Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie war sogar doppelt so hoch, wie von Analysten vorhergesehen.

Experten gehen derzeit davon aus, dass die Nebengeschäfte von Amazon wie Amazon Prime oder der AWS-Bereich weiter wachsen werden. Langfristig wird damit ihr Einfluss auf das Gesamtergebnis weiter zunehmen. Wie Morgan Stanley berechnet hat, hat das eigentliche Kerngeschäft, also der direkte Verkauf von Produkten an Kunden, nur noch einen Anteil von zwölf Prozent am möglichen Börsenwert.

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Eines der größten Unternehmen der Welt

Laut der Forbes Global 2000-Liste ist Amazon derzeit auf Platz 53 der größten Unternehmen der Welt, gemessen am Umsatz. Dieser lang in der Berechnung bei 193 Milliarden Dollar, der Gewinn bei vier Milliarden. Im Geschäftsjahr 2016 gelang bereits der Sprung auf den zwölften Platz der umsatzstärksten Unternehmen aus aller Welt, der Fortune-500-Liste.

Ende April konnte Amazon eine Marktkapitalisierung von rund 775 Milliarden Dollar aufweisen und war damit das zweitwertvollste Unternehmen der USA. Nur Apple liegt noch vor Amazon. Die jüngsten Rekorde und Erfolge erreichte Amazon jedoch in weitaus kürzerer Zeit als Apple. Amazon wurde erst 1994 gegründet, Apple schon 1976. Darüber hinaus geben Experten zu bedenken, dass sich Amazon immer breiter aufstellt, während Apple mit einem übersättigten Smartphone-Markt zu kämpfen hat.

Technologiebranche gut aufgestellt

Deutschland ist der wichtigste Auslandsmarkt für Amazon. Hierzulande konnte das US-Unternehmen schon vor fünf Jahren Umsätze von mehr als zehn Milliarden Dollar erzielen. Für die amerikanischen Technologieunternehmen sieht es allerdings derzeit insgesamt sehr gut aus. Möglicherweise sind nach Apple und Amazon bald auch Google und Microsoft mehr als eine Billion Dollar wert.

Fazit: Amazon mit positiven Zukunftsaussichten

Anfang September war auch Amazon mehr als eine Billion Dollar wert. Ein Kursanstieg von 2,5 Prozent auf 2.050,50 Dollar pro Aktie reichte aus, um die Billionen-Dollar-Grenze zu knacken. Wenige Wochen zuvor war dies bereits Apple als erstem amerikanischen Unternehmen gelungen. Vor einigen Jahren erreichte bereits ein chinesischer Konzern diesen Rekordwert.

Für die Amazon-Aktie könnte es jedoch weiter nach oben gehen. Einige Experten sehen Amazon im Jahr 2030 als das größte Unternehmen der Welt. Damit würde man auch Apple überholen. Die aktuellen Erfolge gehen auch auf die guten Quartalszahlen des zweiten Quartals 2018 zurück. Ende Juli legte Amazon überraschend gute Geschäftszahlen vor, aus denen hervorgeht, dass sich vor allem die Nebengeschäfte wie die Cloud-Dienste bestens entwickeln.

Auch die jüngsten Übernahmen tragen zum Unternehmenserfolg bei. Die Übernahme der Supermarktkette Whole Foods ermöglicht Amazon beispielsweise den Einstieg in den Lebensmitteleinzelhandel. In Zukunft will man in weitere Branchen expandieren. Amazon stellt sich immer breiter auf und spielt seine Größenvorteile gegenüber der Konkurrenz aus.

Auch für die Amazon-Aktie läuft es seit Monaten sehr gut. In den letzten zwölf Monaten stieg ihr Wert um 105 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 konnte sich Amazon über einen Nettogewinn von vier Milliarden Dollar freuen. Der Nettogewinn je Aktie war doppelt so hoch wie erwartet und auch die Marktkapitalisierung erhöhte sich um 435 Milliarden Dollar. Die breite Aufstellung des Unternehmens könnte die Grundlage für weitere Erfolge bilden.

Bilderquelle: www.shutterstock.com

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