Börsenbeben nach Aufregung um GameStop-Aktie

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 20.08.2021


Die Aufregung um die GameStop-Aktie sorgt an den Börsen weiter für Wirbel. Hintergrund ist, dass sich wohl Kleinanleger über Reddit dazu verabredet hatten, die Aktie zu erwerben. Zuvor hatten Hedgefonds Leerverkäufe auf Aktien der amerikanischen Einzelhandelskette für PC-Spiele getätigt. Dieses Vorgehen sorgte in den letzten Tagen für zahlreiche Diskussionen.

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GameStop seit Jahren in der Krise

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsSeit 2016 fiel der Börsenwert von GameStop, da PC-Spiele vermehrt über das Internet gekauft wurden. Das Unternehmen musste schon 2012 mehrere Hundert Filialen schließen, ab 2017 dann weitere Hundert Filialen. 2018 folgte dann der größte Verlust der Unternehmensgeschichte sowie Spekulationen über einen Verkauf des Unternehmens an einen Investor. 2019 wurden weitere 200 Filialen geschlossen. Die Corona-Pandemie führte durch vorübergehende Ladenschließungen zu weiteren wirtschaftlichen Schäden für das Unternehmen. Die Umsätze von GameStop fielen in den letzten beiden Jahren um 40 Prozent und auch für dieses und nächstes Jahr geht man von Verlusten aus.

Allerdings wurden seit Beginn der Pandemie wieder mehr Computerspiele verkauft, was seit letztem Herbst auch den Kurs der GameStop-Aktie ansteigen ließ. Noch letzten Sommer wurde die GameStop-Aktie zum Ramsch-Preis von weniger als drei Dollar gehandelt. Bis Ende letzter Woche stieg der Kurs von 20 auf mehr als 480 Dollar am letzten Donnerstag. Zu Beginn der vergangenen Woche stieg die Aktie teilweise um fast 150 Prozent. Insgesamt stieg der Kurs in den letzten beiden Wochen um mehr als das Vierfache. Der Börsenwert stieg auf über 6,5 Milliarden Euro.

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Einstieg bekannter Investoren

Hintergrund dafür ist der Einstieg des Investors Ryan Cohen im letzten September. Dieser möchte sich stärker im Bereich Videospiele im Onlinehandel positionieren. Zudem wurde der Mitbegründer des bekannten US-Onlinehändlerw für Tiernahrung, Chewy, größter Einzelaktionär bei GameStop und hält aktuell zehn Prozent der Aktien.

In den letzten Wochen kam es zu Diskussionen auf Twitter. Zudem tätigten Hedgefonds Leerverkäufe auf Aktien von GameStop. Diese Geschäfte wurden wohl auf deutlich mehr Aktien als vorhanden abgeschlossen. Laut der Analysefirma FIS Astec wurden zuletzt wohl alle Aktien von GameStop für Leerkäufe eingesetzt. Die Hedgefonds erwarteten damit sinkende Kurse, durch die sie aber über Leerverkäufe Gewinne erzielen können. Auf Reddit sollen sich dann Kleinanleger dazu verabredet haben, verstärkt GameStop-Aktien zu kaufen.

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Hedgefonds mussten Positionen verkaufen

Aktiendepot.com Icon KündigungDiese Spekulationen führten zu steigenden Kursen und die beteiligten Hedgefonds mussten ihre Leerverkäufe auflösen, was wohl teilweise sehr hohe Verluste zur Folge hatte. Dieses Vorgehen wird als „Short Squeeze“ bezeichnet. In der Folge kam es unter anderem dazu, dass der in den USA erfolgreiche Neobroker Robinhood auf seiner Plattform die Möglichkeit, GameStop-Aktien zu kaufen, unterband. Vorübergehend war nur das Verkaufen der Aktie erlaubt. In Deutschland war es zeitweise bei Trade Republic nicht mehr möglich, die GameStop-Aktie zu kaufen.

Die Geschehnisse wirken wie ein Kampf zwischen Kleinanlegern und großen Fischen an der Wall Street mit der GameStop-Aktie als Spielball. Die guten Kurse und Gewinne an der US-Börse aus dem Januar waren rasch dahin. Auch die Diskussionen rund um die Vorkommnisse nehmen nicht ab. So wird Robinhood vorgeworfen, Kleinanleger gegenüber Großinvestoren zu benachteiligen. Daraufhin lockerte der Neobroker am Freitag seine Handelsbeschränkungen, was den Kurs der GameStop-Aktie nochmals ansteigen ließ. Ähnliches war auch bei anderen Aktien zu beobachten, bei denen Hedgefonds Leerverkäufe platziert hatten.

Börsenbeben nach Aufregung um GameStop-Aktie

Gefahr für das Finanzsystem denkbar

Teilweise werden die Geschehnisse als „Aufstand von Kleinanlegern“ oder als „GameStop-Beben“ bezeichnet, die durchaus das Potenzial haben könnten, das Finanzsystem zu bedrohen. Können große Hedgefonds ihre Verluste nicht mehr ausgleichen, kann es zu massiven Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen. Das internationale Finanzsystem ist heute so komplex, dass es rasch zu Verwerfungen kommen kann, sobald ein Teilaspekt nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Mittlerweile haben sich auch Politik und Aufsichtsbehörden eingeschaltet. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC betonte am Freitag nochmals, dass sie die Vorkommnisse genau beobachte.

Die Verunsicherung an den Börsen ist auf jeden Fall groß. Für den Dow Jones ging es am Freitag um zwei Prozent nach unten. Mit einem Wochenverlust von 3,3 Prozent war die letzte Woche die schwächsten seit Oktober. Die Gewinne aus dem Januar lösten sich in Luft aus. Die beiden wichtigen US-Indizes S&P 500 sowie der Nasdaq 100 sanken zum Ende der Woche ebenfalls um rund zwei Prozent.

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DAX von Entwicklungen nach unten gezogen

Aktiendepot.com Icon ChecklisteDer DAX wurden von den Geschehnissen an der Wall Street mit nach unten gezogen und verabschiedete sich am Freitag mit einem Verlust von 1,7 Prozent aus dem Handel. Mit Blick auf die gesamte Woche lag der Verlust bei 3,2 Prozent. Trotz eines neuen Rekordhochs von 14.131 Punkten liegt der Verlust im Januar bei 2,1 Prozent. Der MDax verlor am Freitag 1,1 Prozent. Nur der SDax schlug sich mit einem Rückgang von nur 0,2 Prozent besser.

Zwischenzeitlich wurde das Zusammenschließen jungen Anleger in Internetforen bereits mit der Protestbewegung Occupy Wall Street vor einigen Jahren verglichen. Es stand die Frage im Raum, ob auch hier eine neue Protestbewegung entstehen könnte. In diesem Zusammenhang fiel in den letzten Tagen auch der Begriff „virtueller Flashmob“.

Dies wäre ein neuer, nur schwer vorhersehbarer Einflussfaktor für die Börsen. Diese Einschätzung teilt beispielsweise Chris-Oliver Schickentanz, Anlagestratege bei der Commerzbank. Er seht nun auch Regulierungsbehörden und Politik in der Verantwortung. Manipulative Eingriffe, von Hedgefonds ebenso wie von Kleinanlegern, müssten verhindert werden.

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Auch andere Aktien betroffen

Von den Angriffen der Kleinanleger war im Übrigen nicht nur GameStop betroffen, sondern auch der Batterie-Hersteller Varta und Nokia. In sozialen Netzwerken kursieren zudem Memes, in denen sich Kleinanleger über die Verluste von Großinvestoren lustig machen. Laut einer Auswertung von Reuters ging es zuletzt wohl in einem Viertel der Einträge auf Reddit um GameStop.

In der letzten Woche standen Hedgefonds wohl kurz vor der größten Pleitewelle seit über 20 Jahren. Anfang letzter Woche benötigte beispielsweise der Hedgefonds Melvin Capital über 2,75 Milliarden Dollar, die er von Citadel und Point72 erhielt, damit der Konkurrent nicht zusammenbricht. Auch weitere Hedgefonds wie Citron sind wohl unter Druck. Citron ging von einem schnellen Kursrückgang auf 20 Dollar bei der GameStop-Aktie aus und hatte zuletzt Zweifel am Geschäftsmodell des Unternehmens geäußert. Die beteiligten Hedgefonds können mittlerweile 3,3 Milliarden Dollar verloren haben.

Auch Tesla-Chef Elon Musk hat sich in der letzten Woche via Twitter in die Geschehnisse eingemischt. Dies hatte nochmal einen Kursanstieg bei GameStop zur Folge. Auch Tesla hat bereits schlechte Erfahrungen mit Shortsellern gemacht. Allerdings hat Musk mit Tweets zu Aktienkursen in der Vergangenheit bereits viel Kritik auf sich gezogen und wurden bereits von der SEC bestraft.

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Aktien bei XTB weiter handelbar

Aktiendepot.com Icon KündigungAktien sind aber dennoch problemlos weiter handelbar, auch bei regulierten Brokern wie XTB. Der Broker bietet seinen Kunden im Handel mit echten Aktien über 2.000 Wertpapiere von 16 großen internationalen Börsen an, darunter auch die Börse in New York. Der Handel erfolgt über die hauseigene Plattform, wo Trader auch Tools zur Risikoabsicherung sowie einen Aktien-Scanner zur Auswahl der passenden Aktie finden. Das breite Anbot über Branchen- und Ländergrenzen hinaus erlaubt eine gute Diversifikation des eigenen Portfolios.

Das Handelsangebot kann 30 Tage über ein Demokonto unverbindlich getestet werden. Entscheiden sich Trader für ein Live-Konto, so gibt der Broker keine Mindesteinzahlung für die erste Einzahlung vor. Einzahlungen können auf mehreren kostenlosen Wegen erfolgen. Bei Auszahlungen müssen Trader aber mit Gebühren rechnen. Bei vielen Handelsinstrumenten des Brokers ist der Handel, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, rund um die Uhr möglich, bei Aktien müssen aber die Börsenöffnungszeiten beachtet werden.

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Breites Informations- und Schulungsangebot

XTB stellt seinen Tradern nicht nur zahlreiche Nachrichten und Informationen zur Verfügung, sondern auch ein großes Schulungsangebot. Hier können Trader auch Wissen aus den Webinaren des Brokers vertiefen. Die Experten, die die Webinare von XTB leiten, stehen immer wieder auch für Fragen zur Verfügung.

Bei echten Aktien müssen Trader bis zu einer monatlichen Handelssumme von bis zu 100.000 Euro keine Kommissionen zahlen. Danach fallen für alle weiteren Transaktionen Kommissionen von 0,2 Prozent an. Trader benötigen für den Aktienhandel kein weiteres Depot oder Konto, denn der Aktien- und CFD-Handel bei XTB erfolgt über ein Konto. Jede Aktien-Transaktion wird über Partnerbanken von XTB durchgeführt, was nicht mit weiteren Kosten verbunden ist.

XTB bietet auch CFDs auf Aktien an. So können Trader auch Positionen hedgen und sich so gegen Marktrisiken absichern. Der Broker wird von mehreren Aufsichtsbehörden reguliert, da in den letzten Jahren Niederlassungen in zahlreichen Ländern eröffnet wurden. Zudem arbeitet der Broker in Deutschland mit der Commerzbank zusammen.

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Fazit: Folgen der Vorkommnisse um GameStop weiter unklar

Aktiendepot.com Icon FazitDie Vorkommnisse rund um die GameStop-Aktie werden weiter diskutiert. Kleinanleger hatten sich auf Reddit zum Kauf der Aktie verabredet, nachdem Hedgefonds in großem Umfang Leerverkäufe auf die Aktie getätigt hatten. Die Hedgefonds mussten in der Folge ihre Positionen aufgeben und erlitten große Verluste. Dies kann schwerwiegende Folgen für die Stabilität des Finanzsystems mit sich bringen. Aber auch andere Punkte bergen Risiken für die Börsen im zweiten Halbjahr.

Aktien sind aber weiter handelbar, beispielsweise bei XTB. Der Broker bietet über 2.000 Aktien von 16 internationalen Börsen an. Dabei ist der Handel bis zu einer Summe von 100.000 Euro im Monat kommissionsfrei. Der Broker informiert seine Trader über viele Entwicklungen an den Märkten und in Webinaren gibt es immer wieder Gelegenheit, Fragen an Trading-Profis zu stellen.

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