Header
Header

Wirbel um Bitcoin-Verbot in Südkorea

ETORO INFORMATIONEN
  • Handel mit Kryptowährungen möglich
  • Mit 400:1 ein hoher maximaler Hebel
  • Trading-Plattform in über 20 Sprachen
Weiter zu etoro: www.etoro.com
Inhaltsverzeichnis
    Weiter zu eToro: www.etoro.com

    Bedenken der südkoreanischen Regierung

    Der Auslöser für die Meldungen über ein bevorstehendes Verbot von Bitcoins in Südkorea war eine Aussage des dortigen Justizministers Park Sang-ki. Er sagte, dass er ein Gesetz einbringen will, dass den Handel mit Kryptowährungen untersagt. Der Hintergrund sein, dass die Regierung in Seoul starke Bedenken hinsichtlich Kryptowährungen habe. Das Justizministerium arbeite bereits in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium und der Regulierungsbehörde an dem Gesetz.

    Verbot von ICOs in China im Herbst 2017

    Beobachter fühlten sich an die Ereignisse in China im vergangenen September erinnert. Die Regierung der Volksrepublik verbot in Kooperation mit der Zentralbank PBOC als ersten Schritt Initial Coin Offerings (ICOs). Eine Woche später wurden auch Börsen für Kryptowährungen im ganzen Land geschlossen.

    Im September reagierten die Märkte deutlich auf das Verbot von ICOs in China. Die Kurse gingen teilweise um 30 bis 50 Prozent zurück. Die aktuellen Meldungen aus Südkorea führten jedoch bislang nicht zu einem dramatischen Kursrückgang. Dies könnte daran liegen, das sich der Markt für Kryptowährungen in den letzten Monaten deutlich verändert hat.

    In China war die Folge des Verbots von Handelsplattformen für Kryptowährungen, dass diese das Land verlassen haben und in die Sonderverwaltungszone Hongkong, wo andere Gesetzte gelten, übersiedelten. Im Übrigen erlaubte ein Gerichtsurteil vor einiger Zeit den Menschen China, mit Kryptowährungen zu handeln.

    Crowdfunding mit Kryptowährungen

    Initial Coin Offerings sind eine Art Börsengang für Kryptowährungen. Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Version des Crowdfundings mit Hilfe von Kryptowährungen. Das Ziel ist, neues Kapital aufzunehmen. Häufig wird ein Anteil an einer neu emittierten Kryptowährung im Tausch gegen eine andere Währung an Anleger verkauft. Dabei kann es sich um eine traditionelle Währung oder eine andere Kryptowährung handeln. Ein ICO ist meist mit Anteilen an einem Projekt oder anderen Vorteilen verbunden. Auch der Begriff „Token Sale“ beschreibt eine Finanzierungsmöglichkeit mit Kryptowährungen. Dabei bekommen Anleger Zugang zu einem Projekt, dass in Zukunft beginnen wird.

    eToro Kryptowährungen

    handeln Sie zahlreiche Kryptowährungen mit eToro

    SEC und BaFIN zu ICOs

    Die amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) deutete Mitte des vergangenen Jahres an, dass für ICOs in den USA möglicherweise die gleichen Gesetze und Regeln wie für Wertpapiere gelten könnten. Sie sagte jedoch nicht, ob dies für alle Tokens von Kryptowährungen auf der Basis einer Blockchain gelte. Die BaFin äußerte sich zunächst ähnlich wie die SEC, gab jedoch im Herbst eine Verbraucherwarnung heraus, in de sie von den Risiken bei ICOs für Verbraucher warnte. Diese könnten zu einem Totalverlust führen.

    Wichtiger Markt für Kryptowährungen

    Asien ist für Bitcoin und Co. besonders wichtig. Gerade Südkorea gilt als bedeutender Markt für Kryptowährungen. Laut Schätzungen erfolgen dort derzeit bis zu 20 Prozent des internationalen Handels mit Kryptowährungen. Mit Bithumb und Coinone haben zudem zwei international bekannte Tauschbörsen in Südkorea ihren Sitz.

    Wie groß der Einfluss des südkoreanischen Marktes ist, bekam zuletzt Ripple zu spüren. Die Kryptowährung konnte sich Ende Dezember 2017 erstmals seit mehr als einem halben Jahr wieder auf die zweite Postion der Kryptowährungen hinsichtlich der Marktkapitalisierung katapultieren. Der Kurs lag bei 2,85 Dollar und die Währung besitzt einen Gesamtwert von rund 85 Milliarden Dollar. Die bekannte Webseite Coinmarketingmap nahm allerdings in der letzten Woche das komplette in Südkorea gehandelte Marktvolumen aus seiner Index-Berechnung. Der Kurs von Ripple fiel in der Folge deutlich.

    Beschränkungen für Handel mit Kryptowährungen in Südkorea bislang unklar

    Mittlerweile wurde klar, dass sich die Nachrichten aus Südkorea über ein bevorstehendes Verbot von Kryptowährungen wohl nicht so negativ auswirken werden, wie zunächst befürchtet. Zum einen kann man Südkorea und China nicht miteinander vergleichen. In Südkorea sind die politischen Strukturen vollkommen anders als in der Volksrepublik China. Zum anderen gibt es Hinweise, dass es bislang noch keine detaillieren Informationen zu den genauen Inhalten des geplanten Gesetzes gibt. Noch ist also nicht klar, wie eine Einschränkung des Handels mit Kryptowährungen in Südkorea umgesetzt werden könnte.

    Außerdem lassen einige Informationen darauf schließen, dass die Haltung des Finanzministeriums in Seoul nicht klar ist. Wie südkoreanische Medien berichten, unterstützen Vertreter des Finanzministeriums die Vorschläge des Justizministers nicht. Bereits im Dezember gab es Überlegungen zu einem Verbot von Kryptowährungen. Letztendlich entschied man sich allerdings dagegen.

    Weiter zu eToro: www.etoro.com

    Online-Petition gegen Krypto-Verbot in Südkorea

    In Südkorea sind Kryptowährungen sehr beliebt. Daher regte sich rasch Widerstand gegen die Pläne der Regierung. In kurzer Zeit unterzeichneten 120.000 Menschen eine Online-Petition gegen das geplante Verbot. Sogar die Internetpräsenz des Präsidentenpalastes brach kurzzeitig zusammen. Unter anderem handeln viele technikbegeisterte Jugendliche in Südkorea mit Kryptowährungen. Als Grund hierfür wird die hohe Jugendarbeitslosigkeit gesehen.

    2017 lag die Arbeitslosenquote bei etwa 3,8 Prozent. Vor allem die hohe Anzahl arbeitsloser Jugendlicher gilt bereits seit einigen Jahren als Problem in Südkorea. Mitte 2016 war die Konjunktur so schwach, dass viele Unternehmen keine neuen Mitarbeiter mehr einstellten. Die Jugendarbeitslosigkeit stiegt auf ein Rekordhoch und lag bei den jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren zeitweise bei über zehn Prozent. Diese jungen Menschen sehen nun in Kryptowährungen eine Chance auf Einnahmen. Daher zeigt die Online-Petition, welche Rolle Kryptowährungen für die jungen Menschen in Südkorea spielt.

    Mehrere Maßnahmen im Gespräch

    Der südkoreanische Präsident Moon Jae In lies nach der Petition über sein Büro verkünden, dass ein Verbot von Kryptowährungen nur eine von mehreren Maßnahmen sei, die derzeit im Gespräch seien. Auch dies deutet an, dass die endgültige Umsetzung des geplanten Gesetzes bislang völlig offen ist. Die südkoreanische Regierung hat womöglich Angst davor, dass die Bevölkerung sie bei einem Platzen einer Bitcoin-Blase verantwortlich machen würde.

    Sicherheit von Bitcoin-Börsen

    Zudem sind Bitcoin-Börsen kaum vor Hackerangriffen geschützt. Seit der Erfindung von Bitcoin 2009 gab es zahlreiche solcher Attacken, bei denen zum Teil Schäden in Millionenhöhe entstanden sind. Einige Betreiber mussten danach Insolvenz anmelden. Insgesamt wurden bislang bei Hackerangriffen acht Milliarden Dollar entwendet. Daher ist auch die Sicherheit von Kryptowährungen ein großes Thema.

    Aus einer Studie der Universität im amerikanischen Tulsa geht hervor, dass seit 2009 schon ein Drittel aller Handelsplätze von Kryptowährungen einen Hackerangriff erlitten haben. Auch die Insolvenz der damals sehr wichtigen japanischen Bitcoin-Börse Mt. Gox ging auf einen Hackerangriff zurück. Die Hongkonger Plattform Bitfinex verlor im August 2016 bei einem Hackerangriff 120.000 Bitcoins. Dies entsprach damals etwa 70 Millionen Dollar.

    eToro seriös

    eToro ist seit Jahren die Nummer 1 beim Social Trading

    Südkorea drittgrößter Markt für Kryptowährungen

    Dennoch boomt der Handel mit Kryptowährungen in Südkorea weiterhin. Die Webseite Coinhills.com gibt an, dass derzeit rund 15 Prozent des internationalen Handels mit Kryptowährungen über Börsen in Südkorea erfolgt. Nach Japan und den USA ist Südkorea damit der drittgrößte Markt bei Kryptowährungen. Das amerikanische Technikmagazin Technology Review sagt zudem, dass Südkorea bei dem Bitcoin-Konkurrenten Etherum mit einem Handelsanteil von 33 Prozent sogar der Spitzenreiter bei den Handelsplätzen ist. Die Entwicklungen rund um Kryptowährungen in Südkorea und wie die Regierung in Seoul reagiert, wird daher international aufmerksam verfolgt.

    Große Nachfrage in Südkorea

    In Südkorea handeln mehr als 30 Prozent aller Angestellten mit Kryptowährungen, wie eine Umfrage des Job-Portals Saramin ergab. Die befragten Angestellten hätten durchschnittlich je etwa 4.000 Euro in Kryptowährungen angelegt. Laut der Umfrage sehen Südkoreaner Kryptowährungen als eine gute Möglichkeit, um rasch Geld zu verdienen. Daher ist die Nachfrage im Land sehr groß.

    Dies hat zur Folge, dass die Bitcoin-Preise in Südkorea oftmals höher sind als in den USA oder Europa. So kostete beispielsweise in Bitcoins auf der südkoreanischen Plattform Bithumb in der vergangenen Woche umgerechnet über 18.600 Dollar, während ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp aus Luxemburger rund 4.600 Dollar günstiger war.

    Kursunterschiede nicht ungewöhnlich

    Diese Preisunterschiede sind nicht ungewöhnlich. Bereits seit einiger Zeit liegen die Kurse der Börsen in Südkorea deutlich über denen der amerikanischen und europäischen Handelsplattformen. Einige Beobachter sehen darin eine Verzerrung des internationalen Durchschnittspreises. Aus diesem Grund nahm Coinmarketingmap in der letzten Woche südkoreanische Handelsplattformen aus der Berechnung ihres Indexes heraus. Dies hatte panische Verkäufe und einen starken Kursverlust zur Folge.

    Auch dies ist ein Beispiel dafür, dass bislang international kein einheitliches Vorgehen bei Kryptowährungen zu erkennen ist. Der Umgang mit Kryptowährungen wird derzeit in vielen Staaten rund um den Globus kontrovers diskutiert. So soll in den USA im nächsten Monat eine Anhörung im Senat zu diesem Thema stattfinden.

    Weiter zu eToro: www.etoro.com

    Japan schon seit 2014 aktiv

    Japan ist bereits seit einigen Jahren auf einem anderen Weg. Dort begann man nach der Insolvenz der Bitcoin-Börse Mt. Gox 2014 mit einer krypto-freundlichen Strategie. Über Mt. Gox wurde 2013 über 60 Prozent des internationalen Handelsvolumens in Bitcoins getätigt. Daher war Japan schon damals ein wichtiger Standort für Bitcoin. Die japanische Regierung wollte den Weg dieser Innovation so steuern, dass japanische Unternehmen und Banken den Bitcoin-Trend mitbestimmen und davon profitieren konnten.

    Erfolgreiche Vorgehensweise

    Dieser Weg war erfolgreich. Nicht nur in Südkorea verfolgt man daher die Entwicklung in Japan genau. Wie die „Japan Times“ berichtet, verhandelt zurzeit die Messenger-App „Line“ mit einigen Unternehmen. „Line“ gilt als das japanische Pendant zu WhatsApp und wird von 168 Millionen Menschen genutzt. „Line“ möchte in seinen Bezahldienst „Line Pay“, bei dem auch 30 japanische Banken mitarbeiten, Bitcoins und andere Kryptowährungen einbinden.

    Allein das Bekanntwerden der Verhandlungen hatte einen Kursanstieg der Unternehmensaktie zur Folge. Darüber hinaus berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass man auch gerne die südkoreanische Handelplattform UPbit als Partner gewinnen möchte. Die Plattform wiederum kooperiert mit der US-Bitcoin-Börse Bittrex. Ein Verbot von Kryptowährungen in Südkorea würde diese Pläne wohl bis auf weiteres zunichtemachen.

    Fazit

    In der vergangenen Woche sorgten Meldungen über ein mögliches Verbot von Kryptowährungen in Südkorea für Wirbel. Der Justizminister des Landes sagte, er arbeite mit dem Finanzministerium und der Regulierungsbehörde an einem entsprechenden Gesetz, da die Regierung Bedenken gegenüber Kryptowährungen habe. Details zu einer möglichen Beschränkung des Handels mit Kryptowährungen sind jedoch bislang unklar. Der Handel mit Kryptowährungen ist in Südkorea vor allem bei jungen Menschen weit verbreitet.

     

    0
    0

    65% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.