Header
Header

Wie geht es mit Bitcoin weiter?

2017 ging es für Bitcoin auf einen Wert von mehr als 20.000 Euro nach oben, doch seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung über 70 Prozent ihres Werts verloren. Heute ist ein Bitcoin nur noch 3.885 Euro wert. In den letzten Tagen ging es noch einmal deutlich nach unten. Der Bitcoin hat allein in den letzten sieben Tagen ein Viertel seines Werts verloren. Der Bitcoin-Kurs fiel zum ersten Mal seit Oktober 2017 wieder auf einen Wert unter 5.000 Dollar. Die Stimmung unter den Anlegern scheint derzeit mehr als schlecht zu sein. Wie kam es dazu und wie geht es für Kryptowährungen nun weiter?

Inhaltsverzeichnis
    Weiter zu eToro: www.etoro.com

    Deutlicher Kursverlust in den letzten Tagen

    Noch in der letzten Woche war ein Bitcoin rund 6.300 Dollar wert, danach ging es zu Beginn dieser Woche auf unter 4.300 Dollar nach unten. Dieser Kursverlust hat am Kryptomarkt durchaus Unruhe ausgelöst. Die Gründe liegen ausnahmsweise auch am klassischen Finanzmarkt. Auch für den DAX ging es in dieser Woche auf ein Zweijahrestief nach unten, die Stimmung an den Märkten kann eher als pessimistisch beschrieben werden. Mitte vergangener Woche ging es für Bitcoin nochmals um 13 Prozent nach unten und die Kryptowährung fiel auf 5.544 Dollar. Dies war der niedrigste Wert seit Beginn des Jahres. In den Folgetagen kamen weitere Verluste hinzu. Auch für andere Kryptowährungen ging es bergab. Ethereum verlor allein in der letzten Wochen 18 Prozent seines Werts.

    Andere Anlagen lukrativer

    Unter anderen gehen private Bitcoin-Investoren wohl davon aus, dass sie mehr Rendite für ihre Sparguthaben bekommen, wenn in den USA die Zinsen steigen. Diese Erklärung stammt von  Demelza Hays von der Uni Liechtenstein, die sich mit Bitcoins beschäftigt. Steigen die Zinsen, werden riskante Anlagen weniger attraktiv. Dies gilt auch beispielsweise für Technologieaktien, die als überbewertet gelten.

    Ein weiterer Grund für den jüngsten Kurssturz sind automatisierte Handelsprogramme. Diese sind so programmiert, dass Bitcoins automatisch verkauft werden, wenn ein bestimmter Kurswert unterschritten wird. So wollen Anleger ihre Verluste begrenzen. Allerdings führt diese Strategie auch dazu, dass die Preise weiter nach unten gehen.

    Streit um Bitcoin Cash

    Dazu komme ein Machtkampf in der Kryptoszene zwischen dem Australier Craig Wright und Roger Ver. Wright behauptet, der Erfinder von Bitcoin zu sein, was jedoch bisher nicht belegt werden konnte. Beide sind in der Kryptoszene sehr bekannt. Nun wurden Drohungen zwischen diesen beiden bekannten Köpfen aus der Kryptoszene öffentlich, was ebenfalls ein Grund für die fallenden Kurse sein könnte. Streits und Machtkämpfe innerhalb der Kryptoszene sind nichts Neues. Sie führten beispielsweise im letzten Jahr zur Abspaltung von Bitcoin Cash von Bitcoin.

    Zahlreiche Kryptowährungen können über die Social-Trading-Plattform von eToro gehandelt werden

    Zahlreiche Kryptowährungen können über die Social-Trading-Plattform von eToro gehandelt werden

    Weitere Entwicklung von Bitcoin Cash

    Beim Streit zwischen Wright und Ver geht es um die weitere Entwicklung von Bitcoin Cash. Schon Ende vergangener Woche kam es in der Folge dazu, dass Bitcoin Cash in Bitcoin Cash ABC und Bitcoin Cash SV aufgespalten wurde. Beide neuen Kryptowährungen kämpfen nun darum, welche der beiden Kryptowährungen sich durchsetzen wird. Dabei spielt vor allem Rechnerleistung beim Mining eine Rolle.

    Miner machen dabei derzeit allerdings Verluste, wenn ihre Computer für die Kryptowährung der Konkurrenz arbeiten. Auch die PCs selbst sowie die Stromkosten sind sehr teuer. Die über das Mining erstellten Coins verlieren zudem an Wert. Aus diesem Grund verkaufen derzeit wohl viele Miner Teile ihrer Bitcoins, was ebenfalls zu sinkenden Kurse beiträgt.

    Gründe für Kursrückgang noch Spekulation

    Dies sind jedoch alles eher Spekulationen. Die eigentlichen Gründe für den Kursrückgang bei Bitcoins in den letzten Tagen liegen im Dunkeln. Noch vor kurzem hieß es, der Kurs habe sich stabilisiert, was dazu führt, dass auch institutionelle Investoren vermehrt über ein Investment in Kryptowährungen nachdenken. Auch aus charttechnischer Sicht war ein solcher Kursrückgang nicht zu erwarten.

    Weiter zu eToro: www.etoro.com

    Interesse an Blockchain sinkt möglicherweise ebenfalls

    Nicht nur an Bitcoins, sondern auch an der Blockchain scheint das Interesse nachzulassen. Noch vor einigen Monaten war das Interesse von Banken und Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen groß. Viele begannen, mit dieser als zukunftsweisend geltenden innovativen Technologie zu experimentieren. Von dieser Entwicklung profitierten lange auch Kryptowährungen, die schließlich auf der Blockchain basieren. Auch Digitalanlagen wurde mit Hilfe der Blockchain immer beliebter.

    In diesem Zusammenhang meldete der Grafikkartenhersteller Nvidia vor einigen Tagen, dass die Nachfrage nach Grafikkarten, die zum Mining von Bitcoins benötigt werden, deutlich nachgelassen hat. Das Unternehmen aus Kalifornien musste in der letzten Wochen schlechtere Umsatzprognosen vermelden, als von Experten erwartet worden war. In der Folge sank auch der Aktienkurs von Nvidia.

    Entscheidung der SEC zu Bitcoin-ETF

    Außerdem wartet die Kryposzene noch immer auf die Einführung eines ETFs auf Bitcoins. Falls die amerikanische Börsenaufsicht SEC einen solchen ETF genehmigt, hoffen viele Beobachter auf einen erneuten Kursanstieg bei Bitcoins. Auch wenn derzeit noch Anträge bei der SEC offen sind, sieht es derzeit nicht danach aus, als würde die Behörde in naher Zukunft einen solchen ETF auf den Weg bringen.

    Die Regulierungsbestrebungen von Behörden in aller Welt könnten ein weiterer Grund für den Absturz von Bitcoins in diesem Jahr sein. Vor allem für Kryptobörsen wurden zahlreiche neue Auflage eingeführt. Sie sind nun angehalten, ihre Kunden zu identifizieren und müssen sich an ähnliche Vorgaben wie Banken halten.

    Weiter Hoffnung auf Kursanstieg

    Trotzt aller Gründe, die womöglich zum Kursabsturz beigetragen haben, gibt es weiterhin Analysten, die von einer Kurserholung ausgehen. So gehen einige Beobachter weiter davon aus, dass es bis zu einer Einführung eines Bitcoin-ETFs in den USA nur noch eine Frage der Zeit ist. Danach könnten die Kurse dann wieder ansteigen. Auch die weitere Nutzung der Blockchain durch große Unternehmen könnte dem Bitcoin-Kurs wieder einen Schub geben.

    Mittels der eToro-App sind Anleger und Trader immer auf dem neusten Stand

    Mittels der eToro-App sind Anleger und Trader immer auf dem neusten Stand

    Bitcoin-Handel nicht strafbar

    Eine gute Meldung für die Kryptobranche in Deutschland kam kürzlich aus Berlin. Dort kam das Kammergericht Ende September zu der Auffassung, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (Bafin) Kryptowährungen voreilig als Rechnungseinheit im Sinne des Kreditwesengesetzes eingestuft habe. Das Gericht sieht Bitcoins nicht als klassisches Zahlungsmittel, was den Handel in Deutschland nicht strafbar macht. Auf diese Meldung reagierte auch der Marktführer in Deutschland, Bitcoin.de, positiv. Das Unternehmen, das nach der Übernahme einer Bank nun im Besitz einer Bankenlizenz ist, kann sich sogar vorstellen, in Deutschland Bitcoin-Geldautomaten aufzustellen.

    Bakkt muss Handelsstart verschieben

    Eine weitere enttäuschende Nachricht kam von der neuen Bitcoin-Börse Bakkt. Dort hat man sich entschlossen, den Verkauf von Bitcoin-Futures erst ab dem 24. Januar 2019 zu starten. Ursprünglich war der Start für den 12. Dezember 2018 vorgesehen. Auch mit der Bakkt-Börse war die Hoffnung auf steigende Kurse verbunden. Zudem sei in den letzten Tagen wenig Liquidität am Markt gewesen. Mit dem Einstieg von Institutionen wie Fidelity und Bakkt war auch auf eine Erhöhung der Liquidität am Markt gehofft worden.

    Weiter zu eToro: www.etoro.com

    Schwankungen bei Bitcoin nicht ungewöhnlich

    Kurz nach der Ankündigung von Bakkt fiel der Bitcoin-Kurs auf 4.050 Dollar und leitete damit die Abwärtsspirale ein. Dennoch war auch diese Nachricht wohl nicht der einzige Grund für die sinkenden Kurse in den letzten Tagen. Zudem war wohl der Grund für die Verschiebung des Starttermins die große Nachfrage von Investoren auf dem amerikanischen Markt.

    Darüber hinaus ist Volatilität bei Bitcoin nicht ungewöhnlich, auch wenn in diesem Jahr die Schwankungen deutlich zurückgingen. In der Vergangenheit ging es für den Bitcoin-Kurs auch bereits um mehr als 85 Prozent nach unten. Bislang konnte sich der Bitcoin-Kurs immer wieder von solchen Schwächephasen erholen.

    eToro ist der führende Anbieter in Form des Social-Tradings

    eToro ist der führende Anbieter in Form des Social-Tradings

    Fazit: Großer Verlust bei Bitcoin

    Erstmals seit Oktober 2017 ist ein Bitcoin weniger als 5.000 Dollar wert. In den letzten Tagen fiel der Kurs nochmals deutlich. Seit Jahresbeginn musste Bitcoin damit einen Kursverlust von 75 Prozent hinnehmen. Die Gründe für die Verluste der letzten Tage sind vielfältig und ein Teil der angegebenen Ursachen ist wohl lediglich Spekulation.

    Eine genannte Ursache ist die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten. Auch der DAX fiel in dieser Woche auf ein Zweijahrestief. Anleger wenden sich aufgrund der steigenden Zinsen in den USA womöglich von eher als riskant eingestuften Anlageinstrumenten ab und könnten sogar wieder mehr auf ihr Sparkonto vertrauen.

    Die mit Spannung erwartete neue Kryptobörse Bakkt gab vor einigen Tagen bekannt, dass sie den Handelsstart mit Bitcoin-Futures aufgrund der großen Nachfrage vom 12. Dezember 2018 auf den 24. Januar 2019 verschieben muss. Zudem ist in der Kryptoszene ein Streit um die weitere Entwicklung von Bitcoin Cash entbrannt, in dessen Folge sich die Kryptowährung in zwei neue Digitalwährungen aufspaltete.

    Die Liste der möglichen Ursachen für den Kursrückgang der letzten Tage ist lang. Dennoch kann sich die Situation durchaus wieder verändern. Neben einem Bitcoin-ETF werden vor allem in die Kryptobörse Bakkt große Hoffnungen gesetzt. Zudem sind derartige Kursverluste gerade bei Bitcoin nicht ungewöhnlich, auch wenn das Jahr 2018 von Stabilität und sinkender Volatilität geprägt war. Bislang kam Bitcoin aus allen Rückschlägen gestärkt hervor.

    Weiter zu eToro: www.etoro.com
    0
    0