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CBOE spricht sich 2018 für Bitcoin-ETFs aus

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ETFs auf Bitcoins könnten auch für Privatpersonen interessant sein. Diese Auffassung vertritt auch der US-Börsenbetreiber CBOE Global Markets. Zudem sprach man sich in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC für die Einführung von Bitcoin-ETFs aus. Kryptowährungen wie Bitcoin seien zudem ausreichend liquide und für ETFs durchaus nutzbar. Das Schreiben der CBOE ist auch aus dem Grund interessant, da die SEC sich erst vor wenigen Tagen für eine stärkere Regulierung stark gemacht hat. Darüber hinaus hat die SEC bislang alle Anträge auf eine Zulassung von Bitcoin-ETFs abgelehnt oder eine Entscheidung darüber verschoben.

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ETFs für professionelle und private Anleger interessant

Die COBE vertritt die Ansicht, dass Bitcoin-ETFs für professionelle und private Anleger eine Option sein könnten. Der ETF-Handel erfolgt über renommierte Börsen und wäre damit auch mit Bitcoins als Anlageklasse abgesichert und reguliert. Darüber hinaus sind ETFs selbst ein recht einfaches und transparentes Finanzprodukt. Ein weiteres Argument der CBOE ist, dass einige Kryptobörsen zu Jahresbeginn ausgelastet waren, wodurch der Bitcoin-Handel erschwert wurde.

ETFs sind seit einigen Jahren bekannt und weit verbreitet. Daher könnte dieses Finanzprodukt auch für Anleger interessant sein, die sich bislang vor einem direkten Investment in Bitcoins gescheut haben. Bitcoin-ETFs können laut der COBE ein ideales Finanzinstrument sein, um den Handel mit Bitcoins einem größeren Personenkreis zu erlauben.

CBOE bietet bereits Bitcoin-Futures an

Die CBOE verfügt bereits über Erfahrung mit Bitcoins. Seit Dezember 2017 können professionelle Investoren dort ebenso wie an der CME Bitcoin-Futures handeln. Nach Ansicht von Chris Concannon verlief die Entwicklung in den letzten Monaten sehr positiv. Er kann sich daher auch für Bitcoin-ETFs eine ähnlich gute Zukunft vorstellen. Da bei Futures sehr hohe Mindestbeträge von mehreren Tausend Euro erforderlich sind, sind diese professionellen Anlegern vorbehalten. Mit ETFs können allerdings auch private Anleger in den Bitcoin-Handel einsteigen. Ihnen stünde dann ein reguliertes Finanzprodukt an etablierten Börsen zur Verfügung.

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Experten vertreten ähnliche Auffassung

Kürzlich hatten Experten bei einer Anhörung vor dem US-Kongress eine ähnliche Auffassung vertreten. Sie sahen die derzeit geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen als ausreichend an, um die Einführung von Bitcoin-ETFs zu ermöglichen. Chris Concannon vertritt die Ansicht, dass sich Bitcoin-ETFs ähnlich verhalten würden wie die schon länger bekannten ETFs mit Rohstoffen, da diese ähnlich liquide sind wie Bitcoins. Darüber hinaus kann Concannon keine höhere Anfälligkeit für Marktmanipulationen feststellen. Heute können Anleger bereits mit ETFs auf Blockchain-Unternehmen handeln. Daher sprechen für die CBOE keine Gründe gegen eine Einführung von Bitcoin-ETFs.

Betreiber der großen Optionsbörse CBOE

CBOE Global Makrets betreibt die Chicago Board Options Exchange (CBOE). Diese ist eine der größten Optionsbörsen auf der Welt. Das jährliche Handelsvolumen liegt bei über einer Milliarde Kontrakte. Investoren können dort mit Optionen auf mehr als 2.000 Unternehmen, 22 Aktienindizes sowie 140 ETFs handeln. Jeden Tag wird auch der  COBE Volatiliy Index veröffentlicht, der die  erwartete Schwankungsbreite des S&P 500 abbildet. Die Börse wurde 1973 gegründet. Für die Regulierung ist die SEC zuständig.

ETF-Handel an der Börse

Unter ETFs (Exchange-traded Funds) versteht man börsengehandelte Fonds. Damit sind ETFs Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. Meist sind ETFs passiv verwaltet. Zunächst konnten nur Indexfonds an der Börse gehandelt werden, heute werden auch aktiv verwaltete Fonds angeboten. Die erste Idee für an der Börse gehandelte Fonds kam in den 1970er Jahren auf. Damals begann man, Indizes über Fonds abzubilden. Der Standard & Poor‘s Depositary Receipt (SPDR) entstand als erster Indexfonds, Fonds auf den Dow Jones und den NASDAQ-100 folgten.

ETFs bilden Wertentwicklung eines Asstes ab

Ebenso wie bei anderen Investmentfonds sind bei einem ETF Anteile an einem Sondervermögen verbrieft, dass getrennt von übrigen Vermögen einer Investmentgesellschaft aufbewahrt wird. Die Investmentgesellschaft emittiert den Fonds. ETFs werden oft passiv verwaltet, das heißt, dass das Fondsmanagement das Fondsvermögen nicht selbst investiert, sondern lediglich die Wertentwicklung eines vorher bestimmten Assets nachbildet. Häufig ist ein Index das Asset, mittlerweile gibt es aber auch ETFs auf Rohstoffe oder Immobilien. Bitcoin-ETFs würden daher wohl die Wertentwicklung von Bitcoins abbilden. Ein Direktinvestment in Bitcoins würde damit nicht erfolgen.

Preis durch Angebot und Nachfrage an der Börse

ETFs werden ähnlich wie Aktien über die Börse gehandelt. Sie unterscheiden sich in einigen Punkten von Investmentfonds, die auch über die emittierende Investmentgesellschaft erhältlich sind. Dies ist bei ETFs nicht der Fall. Sie können nur an der Börse selbst gekauft und verkauft werden. Einmal pro Tag wird die Zusammensetzung des Sondervermögens bekannt gegeben. Bitcoin-ETFs würden damit über eine Börse, also einen etabliertem und regulierten Anbieter, gehandelt. Außerdem gelten ETFs als recht transparentes Finanzprodukt.

Der Preis eines ETFs wird an der Börse durch Angebot und Nachfrage festgelegt. Der Preis orientiert sich aber oft am Nettoinventarwert des Sondervermögens. Market Maker betreuen den Fonds und stellen immer wieder Ankaufs- und Verkaufskurse. Diese stelle einen liquiden Markt sicher.

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Krypto-Fonds in Europa

Mittlerweile sind bereits einige Fonds mit Krypto-Assets und ETNs auf dem Markt. ETNs arbeiten mit Schuldverschreibungen. Diese Angeboten richten sich an professionelle Anleger, aber auch an Privatpersonen. Unter anderem wurde in Liechtenstein vor einigen Wochen der Postera Fund – Crypto I auf den Markt gebracht. Dies ist der erste regulierte europäische Investmentfonds auf Blockchain-Assets. Der alternative Investmentfonds richtet sich nach europäischem Recht und investiert unter anderem in Bitcoins und Ethereum. Auch Zertifikate auf Bitcoins sind in Europa an Börsen handelbar. Ein Bitcoin-ETFs würde jedoch einen weiteren wichtigen Schritt für Kryptowährungen am Finanzmarkt bedeuten.

Regulierung durch die SEC

Bei der US-Börsenaufsicht gingen in den letzten Monaten bereits einige Anträge zur Zulassung eines Bitcoin-ETFs ein, die jedoch bislang alle abgelehnt wurden. Derzeit scheint die SEC zudem ihr Vorgehen bei der Regulierung von ICOs und Handelsplattformen für Kryptowährungen zu verstärkten. Anfang des Monats gab die Behörde ein Statement heraus. Darin äußerte sie sich zu womöglich rechtswidrigen Onlineplattformen. Dieses Statement wurde als Aufforderung zu einer stärkeren Regulierung von Kryptowährungen und ICOs gewertet.

Registrierung für Handel mit Wertpapieren bei der SEC

Wer in den USA mit Produkten, die die SEC als Wertpapiere einstuft, handeln will, muss bei der Behörde registriert sein. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit für Ausnahmen, die aber ausdrücklich erteilt werden müssen. Die SEC legt anhand eines als Howey-Test bekannten Verfahrens fest, ob aus ihrer Sicht ein Produkt ein Wertpapier darstellt. Dieser Test stammt aus dem Jahr 1946.

Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs des Landes muss dies eine Zahlung darstellen, durch die ein Gewinn erwartet wird. In der Regel investiert ein Anleger hierbei in ein Unternehmen, der Investor hat jedoch keinen Einfluss auf das Erreichen des Gewinns. Treffen diese Kriterien zu, stuft die SEC ein Produkt als Wertpapier ein.

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SEC zu ICOs und Handelsplattformen

In den letzten Wochen konzentrierte sich die SEC vor allem auf Handelsplattformen und ICOs. Zudem sind auch Kryptowährungen und Wallet-Anbieter im Blickfeld. Diese müssen im Zweifel bei anderen amerikanischen Behörden registriert sein. Beispielsweise ist für Futures und Optionen die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verantwortlich, die im letzten Jahr auch die Futures auf Bitcoins auf den Weg brachte.

Die SEC ging dagegen in den letzten Monaten verstärkt gegen aus ihrer Sicht zweifelhafte Anbieter vor. Unter anderem wurde der Arise Bank Betrug bei einem ICO vorgeworfen. Außerdem hat die SEC kürzlich eine Liste mit 13 Fragen veröffentlicht, die sich private Anleger stellen sollten, bevor sie ein Investment tätigen. Diese Liste umfasst jedoch wohl auch Fragen, die für Privatanleger nur schwer zu beantworten sind. Dazu gehört wohl die Frage, wie die Preise auf einer Plattform festgelegt werden und ob alle Nutzer der Plattform gleich behandelt werden.

SEC kritisiert Begriff „Exchange“

Auch den Begriff „Exchange“ kritisiert die SEC. Dies sei irreführend, da Verbraucher dieses Wort mit den etablierten und regulierten Börsen verbinden würden. Viele Krypto-Handelsplattformen tragen den Begriff im Namen. Die Börsenaufsicht warnte zugleich davor, dass Handelsplattformen zwar von sichern und ausgereiften Systemen zur Sicherung ihrer Börse sprechen würden, diese aber nicht überprüft werden könnten.

Womöglich könnte die SEC nun Vorladungen an Betreiber von Handelsplattformen versenden. Wer eine Lizenz der SEC bekommt, ist unklar. Unter Umständen überarbeiten einige Handelsplattformen ihre Geschäftsmodelle nochmals und orientieren sich dabei an den Vorgaben der Behörde. Darüber hinaus können sich Handelsplattformen in den USA auch als National Securities Exchange registrieren oder eine Ausnahme bekommen. Eine Ausnahme bedeutet allerdings nicht, dass die Anbieter nicht reguliert werden, sondern lediglich, dass sie einer anderen Behörde zugeordnet werden. Die SEC verfolgt wohl das Ziel, dass alle Anbieter von einer staatlichen Stelle kontrolliert werden.

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Fazit: CBOE spricht sich für Bitcoin-ETFs aus

Aus einem Brief von Chris Concannon, des Vorsitzenden des US-Börsenbetreibers CBOE Global Markets an die Börsenaufsicht des Landes geht hervor, dass die Börse die Einführung von ETFs auf Bitcoins, die auch für Privatpersonen interessant sein könnte, unterstützt. An der CBOE können institutionelle Anleger bereits seit Dezember Futures auf Bitcoins handeln. ETFs wären dagegen auch für Privatpersonen interessant.

ETFs werden an regulierten Börsen gehandelt und sind ein recht transparentes und etabliertes Finanzprodukt. Die CBOE ist der Ansicht, dass Kryptowährungen liquide genug für ETFs sind und es kein höheres Risiko hinsichtlich möglicher Marktmanipulationen gebe. Chris Concannon ist der Ansicht, dass sich Bitcoin-ETFs ähnlich gut wie Bitcoin-Futures entwickeln könnten und vergleicht diese ETFs mit bereits bekannten ETFs auf Rohstoffe.

Kürzlich fand im amerikanischen Kongress eine Anhörung statt, bei der Experten eine ähnliche Ansicht vertragen. Sie sagten, dass der bereits bestehende rechtliche Rahmen für Bitcoin-ETFs ausreichen würde. Bislang hat die amerikanische Börsenaufsicht jedoch alle Anträge für Bitcoin-ETFs abgelehnt. Derzeit scheint die Behörde Regulierungen bei Handelsplattformen und ICOs voranzutreiben. In Europa kann man bereits einige Fonds mit Krypto-Assets und auch Bitcoin-Zertifikate handeln.

 

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