Bisher in 2015 nur mäßige Nachfrage nach Aktienfonds

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 29.05.2020


Wenn es um den Vergleich von „Aktienfonds“ und „Anleihenfonds“ geht, dann ist das Ergebnis eindeutig: In den ersten vier Monaten des Jahres waren in Europa die Anleihenfonds erheblich stärker gefragt. Die Zahlen der Netto-Zuflüsse zeigen ein eindeutiges Ergebnis:

Fonds: Entwicklung in den ersten 4 Monaten 2015

  • 81,9 Mrd. Euro Netto-Zuflüsse bei Anleihenfonds
  • 8,5 Mrd. Euro Netto-Zuflüsse bei Aktienfonds

Quelle: Handelsblatt

Damit haben im direkten Vergleich die Anleihenfonds deutlich die Nase vorn. Ich habe mir auch die Entwicklung bei den Mischfonds angeschaut. Denn Mischfonds, die beinhalten üblicherweise sowohl Anleihen als auch Aktien.

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Netto-Zuflüsse von 74,2 Mrd. Euro bei Mischfonds

Bei Mischfonds lagen die Netto-Zuflüsse in den ersten 4 Monaten des Jahres 2015 bei 74,2 Mrd. Euro. Das ist erheblich mehr als der Vergleichswert bei reinen Aktienfonds (siehe oben, 8,5 Mrd. Euro). Bei Mischfonds gibt es auch „solche und solche“. Und zwar solche, welche ein eher defensives Fondsmanagement haben und verstärkt auf Staatsanleihen hoher Bonität und Geldmarktfonds setzen. Und solche, welche durchaus auch mit höherem Aktienanteil aggressiv an exotischere Aktienmärkte herangehen.

Mischfonds: Defensivere Varianten bevorzugt

Welche der beiden Kategorien waren in den ersten 4 Monaten von Anlegern verstärkt gefragt? Allianz Global Investors verweist laut Handelsblatt darauf, dass offensivere Mischfonds mit höherem Aktienanteil „weniger gefragt“ gewesen seien als die defensiveren Mischfonds.

Zurück zu den Aktienfonds. Denn auch da zeigte sich ein ähnliches Bild – nach dem Motto „Risiko rausnehmen“! Insgesamt gab es bei den Aktienfonds ein Plus von oben genannten 8,5 Mrd. Euro. Aber auch hier lässt sich differenzieren. Konkret:

Aktienfonds: US-Märkte und Emerging Markets zuletzt wenig gefragt

Bei den Aktienfonds gab es nicht überall Netto-Zuflüsse. Im Gegenteil: In einzelnen Sektoren gab es Netto-Abflüsse. Das war dem Handelsblatt zufolge bei Aktienfonds der Fall, welche sich auf US-Börsen und auf Emerging Markets bezogen.

Wie gesagt: Hier geht es um die Zahlen für den europäischen Markt. Und aus der Sicht eines europäischen Anlegers sind Aktien aus den USA oder den Emerging Markets gefühlt riskanter als europäische Aktien. Das muss natürlich nicht der Fall sein, aber es geht hier auch um Psychologie.

[biginfobox textcolor=“#ffffff“ title=“Zu- und Abflüsse Fonds“]Bei Fonds errechnen sich die Zu- oder Abflüsse auf Netto-Basis, indem von den gesamten Zuflüssen die gesamten Abflüsse abgezogen werden. Wenn unter dem Strich bei dieser Berechnung ein Plus bleibt, handelt es sich um einen Netto-Zufluss. Wenn ein Minus bleibt, gab es analog einen Netto-Abfluss. [/biginfobox]

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.