Biotech-Aktien: Geheimwaffe oder Gefahr?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 25.11.2020


Der 09. November 2020 wird vielen Menschen wohl im Gedächtnis bleiben, denn die Zeitungen haben an diesem Tag davon berichtet, dass ein Impfstoff gegen Corona gefunden wurde, der eine Sicherheit von bis zu 90 % zu bieten scheint. Auch die Blicke der Anleger gingen auf die Depots. Wer in Biotech-Aktien investiert hat, der dürfte sich fragen, ob er nun womöglich große Gewinne zu sehen bekommt. Tatsächlich kommt es hier natürlich darauf an, in welche Unternehmen investiert wurde.

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Die Börse und der Blick auf die Medizin gegen Corona

Aktiendepot.com Icon MarktausblickIm letzten halben Jahr gab es einige Themen, die bei der Börse für Verunsicherungen, Aufschwünge aber auch den Abwärtstrend gesorgt haben. Ein großes Thema in diesem Zusammenhang ist natürlich Corona. Von Beginn an war es eines der großen Ziele, einen Impfstoff oder Therapiemöglichkeiten zu finden, die ein Ende der Pandemie bedeuten können.

In den wirtschaftlichen Entwicklungen wurden gerade Biotech-Unternehmen daher genau beobachtet. Sobald diese einen Hinweis darauf gegeben haben, dass sie in ihren Entwicklungen vorangekommen sind, wurde dies auch direkt über die Börse aufgegriffen. Die Finanzmärkte zeigten in dem Bereich plötzlich einen besonderen Aufschwung, Kurse sprangen nach oben und die Aktienkurse versprachen eine goldene Zukunft.

Wer sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, der dürfte vor allem auch erstaunt darüber sein, welche Kapitalisierungen am Markt einige Unternehmen hingelegt haben, die bisher kaum zu sehen waren oder sogar erst gegründet wurden.

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BioNTech als positives Beispiel für die Zukunft?

Die aktuellen Nachrichten beziehen sich in erster Linie auf die Kursveränderungen, die bei den Aktien des Unternehmens BioNTech zu sehen sind. Auslöser für einen beeindruckenden Kursanstieg ist die Veröffentlichung von Studien, die deutlich machen, dass es möglicherweise einen Impfstoff gegen Corona geben könnte. Die Zusammenarbeit mit Pfizer spielt ebenfalls mit hinein. Dabei wird teilweise vergessen, dass es sich hierbei nicht um die einzigen Unternehmen handelt, die in dem Bereich bei der Suche nach einem Impfstoff aktiv sind.

Mediziner geben zudem den Hinweis darauf, dass es sich um eine Veröffentlichung handelt, die bisher noch keinen wissenschaftlichen Hintergrund hat. Veröffentlichungen auf Webseite oder auch anderweitig aus dem wissenschaftlichen Bereich, sind bisher noch kaum bis gar nicht zu finden.

Zudem ist zu beachten, dass eine Impfung nicht das sofortige Ende der Pandemie bedeutet. Aussagen von Ärzten und Wissenschaftlern zeigen, dass es zwei Jahre und mehr dauert, bis die deutsche Bevölkerung soweit durchgeimpft wäre, dass vom Ende einer Pandemie gesprochen werden kann.

Doch wie wirken sich diese Informationen auf die Biotech-Aktien aus? Sie geben einen Hinweis darauf, dass das aktuelle Hoch in erster Linie als eine kurzfristige Entwicklung zumindest bei BioNTech zu sehen ist.

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Zeitnahe Veränderungen bei den Aktien der Biotech-Branche zu erwarten

Aktiendepot.com Icon KündigungViele Anleger stellen sich die Frage, ob es aktuell noch lohnenswert ist, überhaupt bei Biotech einzusteigen. Grundsätzlich ist es durchaus empfehlenswert, sich die Aktien aus der Branche anzusehen, auf die Suche nach Fonds oder auch ETFs zu gehen, die hier ihre Basis haben. Gerade in der aktuellen Situation ist damit zu rechnen, dass es vor allem kurzfristig immer wieder zu Kursanstiegen kommen kann.

Inwieweit es möglich ist, hier hohe Kursgewinne zu machen, ist jedoch umstritten. Je nach Aktien ist auch aktuell nicht der beste Zeitpunkt für den Einstieg. Wer gerne bei BioNTech auf der Welle reiten möchte, der würde nun an einem Punkt ansteigen, an dem die Aktien bereits einen hohen Wert erreicht haben. Da dem möglichen Impfstoff noch einige Prüfungen bevorstehen ist davon auszugehen, dass es noch einmal zu einem Abfall des Kurses kommen wird, der einen Einstieg leichter macht.

Zudem gibt es durch Experten Hinweise darauf, dass es sinnvoll sein kann, sich auch mit den anderen Unternehmen zu beschäftigen, die ebenfalls in der Forschung nach einem Impfstoff aktiv sind. Hier kann auch international geschaut werden. Möglicherweise bietet es sich an, eher in diese Richtung zu investieren, um beim Kampf um den passenden Impfstoff als Anleger noch mit dabei zu sein.

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Sind Pharma- und Biotech-Aktien generell als Gewinner zu sehen?

Aktien aus der Pharma-Industrie sind bei Anlegern immer wieder umstritten. Es gibt zahlreiche Anleger, die sich dagegen wehren, Unternehmen aus der Pharma-Industrie zu unterstützen, die keinen transparenten Einblick in die Arten der Entwicklung und ihre Vorgehensweisen geben. Ein Stichwort in diesem Zusammenhang sind die Tierversuche.

Durch den Ausbruch von Corona hat sich hier jedoch einiges getan. Anleger denken darüber nach, durch ihre Investitionen die Entwicklung der Impfstoffe zu unterstützen und gleichzeitig die steigenden Kurse als Gewinn zu nutzen.

Investoren beobachten in dem Zusammenhang auch das Infektionsgeschehen auf dem Markt. Gerade mit den aktuell steigenden Zahlen geht – zumindest im Bereich der Anleger – die Hoffnung einher, dass es neue Konjunkturpakete für die Pharma-Industrie geben wird. Diese wirken sich möglicherweise wiederum positiv auf die Unternehmen und die Wertpapiere aus.

Zu berücksichtigen ist an dieser Stelle auch, dass bisher nicht ersichtlich ist, welche Unternehmen mit der Suche nach einem Impfstoff auch wirklich Erfolg haben werden. Eine Investition ist daher auch bei Aktien immer mit einem Risiko verbunden.

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Diese Aktien sind derzeit besonders beliebt

Geht es um Pharma und Biotech, dann sind Aktien einiger Unternehmen ganz besonders im Fokus. Dazu gehören die folgenden Aktien:

  1. Aktiendepot.com Icon ChecklisteJohnson & Johnson agiert als eines der größten Unternehmen für Konsumgüter und Pharmazie weltweit und hat seinen Sitz in den USA. Das Unternehmen hat verschiedene Marken, die ebenfalls im Bereich der Medizin, Pflege und Hygiene aktiv sind. Auch Johnson & Johnson arbeitet an der Suche nach einem Impfstoff, der dafür sorgen soll, dass die Pandemie ihr Ende findet. Eine Vorbestellung der US-Regierung sorgt dafür, dass die Aktien des Unternehmens stabil sind und immer wieder nach oben gehen. Die entwickelten Mittel sind derzeit in der dritten Testphase. Allerdings gab es in den Testphasen jedoch einige Unterbrechungen, da während der Studie Erkrankungen bei einigen Teilnehmern aufgetreten sind. Gerade diese Informationen geben Aufschluss darüber, wie weit fortgeschritten die Forschungen bereits sind.

 

  1. BioNTech

Ein großer Name in den aktuellen Zeiten ist BioNTech. Das deutsche Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Mainz und innerhalb der letzten Tage für Aufregung gesorgt. Ursprünglich bekannt geworden ist das Unternehmen vor allem durch die Entwicklung von Immuntherapien, die bei der Behandlung von Krebs helfen sollen. Inzwischen liegt ein Fokus vor allem auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona. Sogar über eine Notfallzulassung des aktuellen Impfstoffes wird schon gesprochen. Zu sagen ist jedoch, dass hier auch von einer Zusammenarbeit mit Pfizer profitiert wird. Zusätzlich dazu hat seit März auch Fosun einen Anteil. Der Mischkonzern aus China hat sich die exklusiven Vermarktungsrechte an einem Impfstoff für das eigene Land gesichert.

  1. Moderna

Gerade in Deutschland ist das Unternehmen Moderna noch nicht so bekannt, wie es in den USA der Fall ist. Bereits im März hat die Firma jedoch damit begonnen, eine erste klinische Phase für einen möglichen Impfstoff ins Rennen zu schicken. Inzwischen läuft auch hier bereits die 3. Phase. Allerdings sind die Informationen zu den Entwicklungen nur schwer zu finden. Ein Blick auf die Börse zeigt jedoch in diesem Jahr einen Anstieg der Aktie von Moderna um immerhin über 200 %.

Der Blick auf die genannten Firmen macht deutlich, dass BioNTech zwar einen guten Vorlauf hat, mit seinem Impfmittel aber noch keinen kompletten Durchbruch vorweisen kann. Wer also auf der Basis der Suche nach Impfstoffen investieren möchte, der sollte sich die Zeit nehmen und hier regelmäßig die Entwicklungen verfolgen. Ebenfalls wichtig ist es, den Zeitpunkt für den Ausstieg aus dem Bereich nicht zu verpassen.

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Biotech mit CFDs handeln – eine Alternative?

Schwankungen am Markt sind das Lebenselixier für die Börse und der Stressfaktor für die Anleger. Gleichzeitig bieten sie große Chancen, aber auch Risiken. Gerade im Bereich der Biotech-Unternehmen ist es aktuell so, dass die Kurse der Unternehmen zwischen einer ständigen Berg- und Talfahrt schwanken. Es ist in dem Zusammenhang gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, wann gekauft und wann verkauft werden sollte.

Eine Empfehlung für Anleger, die gerne von den steigenden und den fallenden Kursen profitieren möchten, sind CFDs. Der Handel mit Biotech ist auch über CFDs möglich. Hier wird jedoch nicht direkt in die Wertpapiere investiert. Stattdessen geht es darum, auf steigende und fallende Kurse zu setzen.

Natürlich ist es in diesem Zusammenhang ganz besonders wichtig, den Markt stetig zu beobachten und auch auf den aktuellen Stand zu bleiben, was die Entwicklung in Bezug auf die Unternehmen, Medikamente, Therapien und Impfstoffe angeht.

Schnelle Reaktionen sind normalerweise jedoch durch die verschiedensten Tools beim Handel mit CFDs möglich. Sie müssen aber auch erfolgen. Wer sich erst einmal ausprobieren möchte, der kann mit einem CFD Demokonto arbeiten.

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Fazit: Die Investition in Biotech ist nicht die Lösung für alles

Aktiendepot.com Icon FazitNatürlich ist es attraktiv, jetzt in Biotech zu investieren. Anleger, die bereits vor einigen Monaten hier aktiv geworden sind, haben gerade in den letzten Tagen stark profitiert. Dabei ist zu beachten, dass es sich hierbei in erster Linie um eine aktuelle Momentaufnahme handelt. Wer die Aktien in sein Portfolio aufnehmen möchte, der kann nun einen Einstieg bei höheren Werten durchführen. Eine Alternative oder auch Ergänzung zur eigenen Strategie ist es, in CFDs zu investieren und von den Entwicklungen in der Biotech-Branche auch dann zu profitieren, wenn diese sich nicht nur in einer Kurssteigung, sondern auch in einem Kursfall befinden.

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