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Was ist der Unterschied zwischen binären Optionen und klassischen Optionen?

Binäre Optionen sind nicht das Gleiche wie Optionen. Bei einer klassischen Option schließt der Investor einen Vertrag mit einer anderen Partei. Dabei erhält er das Recht, den Basiswert für einen Ausübungspreis zum Laufzeitende zu erwerben. Er kann ihn aber auch verkaufen. Bei den binären Optionen partizipieren die Anleger nur an fallenden oder steigenden Kursen, erwerben aber den Basiswert nicht. Die Laufzeiten sind deutlich kürzer als bei den klassischen Optionen. Mittlerweile ist der Handel mit binären Optionen jedoch verboten. Hier erfahren Sie, welche Investmentmöglichkeiten Sie haben und warum es zum Verbot kam.

  • Optionen werden an Börsenplätzen direkt gehandelt
  • Kurze Fälligkeit bei binären Optionen: ab 60 Sekunden
  • Gewinne bei Optionen und binären Optionen variieren stark
  • Vertrieb und Vermarktung binärer Optionen verboten
Inhaltsverzeichnis
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    Was sind Optionen?

    Bei Optionen handelt es sich um Derivate, die dem Käufer das Recht verleihen, ein Produkt zum vordefinierten Zeitraum zu veräußern oder zu kaufen. Der Wert einer Option wird dabei vom zugrunde liegenden Basiswert bestimmt. Zudem ist er abhängig von der Laufzeit und Volatilität.

    Call-Optionen

    Beim Handel haben Investoren die Wahl zwischen Call- und Put-Optionen. Bei einer Call-Option hat der Käufer das Recht, einem Basiswert (beispielsweise Wertpapiere) zu einem bereits im Vorfeld definierten Preis zu verkaufen. Dieser Preis wird als Ausübungspreis bezeichnet. Das Auslieferungsdatum (Verfallsdatum) ist ebenfalls entscheidend. Die Option wird zu einem bestimmten Betrag gehandelt, der als Optionsprämie bezeichnet wird.

    Put-Option

    Bei einer Put-Option hat der Käufer das Recht, das Finanzprodukt zum festgelegten Preis zu verkaufen. Auch hier ist wieder das Datum der Ausübung näher bestimmt.

    Basiswerte einer Option

    Jeder Option liegt ein Basiswert zugrunde, zum Beispiel Wertpapiere, Währungen, Rohstoffe oder Indexes.

    Ein Derivat basiert immer auf dem Kurs des jeweiligen Anlageproduktes. Beispiele für Derivate mit einem Basiswert sind Optionen, Hebelprodukte und Futures.

    Optionen als CFD handeln - das ist bei Plus500 möglich

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    Verfallsdatum einer Option erklärt

    Das Verfallsdatum ist wichtig; es zeigt an, wann eine Option verfällt. Standardmäßig ist das jeweils der dritte Freitag des Verfallsmonats. Es gibt jedoch an der amerikanischen und deutschen Optionsbörse auch abweichende Verfallsdaten.

    Ausübungspreis einer Option

    Als Ausführungspreis wird der Kurs einer Option bezeichnet, für den der Inhaber den zugrunde liegenden Wert kaufen oder verkaufen kann. Nach Ablauf dieser Zeit bestimmt der Optionsinhaber selbst, ob er sein Recht wahrnimmt und entsprechend agiert.

    Optionen handeln

    Wer Optionen handelt, kann zwischen Call und Put wählen.

    Nehmen wir an, wir haben eine Aktie als Basiswert. Bei einer gekauften Call-Option erhält der Besitzer das Recht, bis zum Verfallsdatum die Akte zu einem vorab festgelegten Preis (Ausübungspreis) zu verkaufen. Um dieses Recht zu erhalten, zahlen die Anleger eine Optionsprämie. Wer eine Call-Option verkauft, bekommt diese Prämie, hat aber zugleich die Pflicht, die Aktie zum Ausübungspreis zu veräußern. Landläufig ist das Verkaufen einer solchen Option als „Schreiben einer Option“ bekannt.

    Put-Option und ihre Rechte

    Bei den Transaktionen einer Put-Option gilt genau das Gegenteil: Wer eine Put-Option kauft (auch hier wieder Aktie als Basiswert), erteilt dem Besitzer das Recht, die Aktie zum Ausübungspreis am Verfallsdatum zu kaufen. Zusammengefasst bedeutet das:

    • Call beim Kaufen: Recht, Aktien zu kaufen
    • Call beim Verkaufen: Pflicht, Aktien zu verkaufen
    • Put beim Kaufen: Recht, Aktien zu verkaufen
    • Put beim Verkaufen: Pflicht, Aktie zu verkaufen

    Vorzüge und Nachteile des Optionshandels

    Der Handel mit Optionen hat viele Vorteile, denn Anleger benötigen für die Transaktionen weniger Kapital. Weitere Vorteile sind unter anderem:

    • Hebeleffekt
    • Beide Kursrichtungen handelbar
    • Kein Emittentenrisiko

    Allerdings bestehen beim Optionshandel auch Nachteile. Einer davon ist das Verlustrisiko oder die Bündelung des Basiswertes. Das bedeutet, Anleger können nicht nur eine einzelne Aktie erwerben, sondern kaufen mit ihrer Option beispielsweise 100 Wertpapiere. Kommt es hier zu Verlusten, ist natürlich der Verlust bedeutend größer.

    Was sind binäre Optionen?

    Binäre Optionen wurden von den Brokern zur Verfügung gestellt, dürfen nun aber nicht mehr gehandelt werden. Dennoch möchten wir nicht versäumen, diese Finanzinstrumente vorzustellen und zu zeigen, worin die Unterschiede zu den Optionen liegen. Binäre Optionen können ebenfalls auf fallende und steigende Kurse gehandelt werden. Möglich ist dies zudem mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz. Aufgrund dessen sind sie vor allem für Trading-Einsteiger geeignet, die ohne großes Eigenkapital erste Handelserfahrungen sammeln können. Die Laufzeiten der binären Optionen liegen zwischen 30 Sekunden und einem Jahr. Anhand dieser zeitlichen Flexibilität zeigt sich, dass die binären Optionen viele Möglichkeiten für den Handel bieten. Erfahrungsgemäß sind beim Handel mit binären Optionen Renditen zwischen 65 und 85 Prozent möglich. Allerdings handelt es sich dabei um Erfahrungswerte und keine Garantien für Gewinne. Wie bei allen Finanzinstrumentengibt es bei den binären Optionen ein Verlustrisiko.

    Trader partizipieren von Kursentwicklung

    Bei den binären Optionen investieren die Anleger nicht direkt; sie erwerben keine Anteile an einem Unternehmen (beispielsweise durch Investment in Wertpapiere). Sie profitieren vielmehr von der Kursentwicklung und entscheiden, in welche Richtung sich der Kurs laut ihren Analysen entwickeln wird. Neben dem steigenden und fallenden Kurs können Transaktionen auch auf seitliche Bewegungen durchgeführt werden. Abhängig ist das Angebot der binären Optionen immer vom jeweiligen Broker; hier kann es deutliche Unterschiede in den angebotenen Basiswerte geben.

    Was ist der Unterschied zwischen binären Optionen und Optionen?

    Schauen wir uns konkret die Unterschiede beim Handel mit Optionen und binären Optionen an. Dafür haben wir verschiedene Kriterien ausgewählt.

    Handelsort

    Klassische Optionen werden als Finanzinstrumente an offiziellen Märkten direkt gehandelt. Das können beispielsweise Terminbörsen sein. Binäre Optionen hingegen werden über den sogenannten OTC-Handel vertrieben. Der „Over-the-Counter-Handel“ besteht aus zwei Möglichkeiten:

    • Handel zwischen Broker und Trader
    • Handel an der Börse (jedoch die Ausnahme)

    Was wird gehandelt?

    Anleger, die sich für binäre Optionen entscheiden, erwerben das Recht, an einer Kursentwicklung zu partizipieren. Sie kaufen die Option aber nicht und investieren nicht in den Basiswert. Klassische Optionen können nach Ende der Laufzeit jedoch erworben und zu einem späteren Zeitpunkt wieder veräußert werden.

    Werte bei Optionen

    Wer mit binären Optionen handelt, setzt nicht auf den Wert einer Option. Stattdessen steht der Kursverlauf im Fokus. Bei den klassischen Optionen ist es anders: Diese haben einen Eigenwert, der unabhängig von der Kursentwicklung vorhanden ist. Aus dem Grund können sie auch börslich gehandelt werden. Viele Anleger setzen auf die binären Optionen, da sie bisweilen mit dem Börsenhandel noch nicht in Berührung gekommen sind. Wer jedoch offen für neue Investmentmöglichkeiten ist, kann sich mit etwas Hilfe und Tipps für den Handel mit neuen Möglichkeiten vertraut machen. Diese bieten sich beispielsweise für längerfristige Investments. Als Alternative zu einem kurzfristigen Investment können CFDs in Betracht kommen.

    Beim Broker Plus500 sind zahlreiche Optionen handelbar

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    Wie sieht es mit Gewinnen und der Haltedauer aus?

    Natürlich steht für sämtliche Anlagen immer der Gewinn im Fokus. Jeder Trader prüft vor seinem Investment die Gewinnmöglichkeiten – oder sollte dies zumindest tun. Auch bei den Gewinnen der binären Optionen und klassischen Optionen gibt es Unterschiede. Bei den klassischen Optionen hängt der Gewinn vom Basiswert ab, bei den binären Optionen ist er im Vorfeld klar definiert. Bei Call-Optionen errechnet sich der Gewinn zu Laufzeitende aus der Differenz zwischen aktuellem Preis und Ausübungspreis des Basiswertes. Bei Put-Optionen ist es genau umgekehrt (Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellen Preis des Basiswertes). Bei den binären Optionen gibt es zwei Möglichkeiten: Gewinn oder Verlust.

    Unterschiede bei der Haltedauer

    Die klassischen Optionen werden an der Börse gehandelt. Somit sind die Trader an die Börsenzeiten der einzelnen Handelsplätze gebunden, um zu traden. Bei den binären Optionen ist die Haltedauer auf den jeweiligen Zeitrahmen begrenzt. Typische Zeiträume sind 60 Sekunden, 15 Minuten, eine Stunde oder ein Tag.

    Unterschiede bei den Anlagetypen

    Wie wir gesehen haben, unterscheiden sich die binären Optionen von den Optionen. Demzufolge sind sie für unterschiedliche Anlagentypen geeignet. Die binären Optionen werden beispielsweise von vielen Tradern bevorzugt, die mit geringem Eigenkapital investieren möchten. Hier steht der Kauf einer Option nicht im Fokus. Die Optionen werden oftmals von Anlegern genutzt, die sich auf längerfristige Investments fokussierten.

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    Warum gibt es binäre Optionen nicht mehr?

    Die ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) hat die Aufgabe, den Anlegerschutz zu verbessern und stabile, geregelt funktionierende Finanzmärkte zu fördern. Nun hat sie das Bewerben und den Vertrieb des Handels mit binären Optionen verboten. Warum kam es zu diesem Verbot? Grundsätzlich soll diese Regelung dem Schutz der Verbraucher dienen.

    Hintergründe zum Verbot

    Rechtlich gesehen hat der Beschluss der ESMA keine verbindliche Wirkung, sondern gilt als Empfehlung für die Finanzaufsichten in den einzelnen Ländern. Diese sind nicht verpflichtet, der Empfehlung zu folgen. Die britische FCA beispielsweise ließ bereits verlautbaren, dass sie die Empfehlung nicht 1:1 umsetzen, aber für Gespräche mit der ESMA zusammenkommen möchte. Grund dafür: Viele Broker haben ihren Sitz in Großbritannien. Somit gäbe es mit der Umsetzung dieser Handlungsempfehlung massive Umsatzeinbußen. Die BaFin setzt hingegen die Empfehlung konsequent um. Neben dem Verbot der binären Optionen wird auch der CFD-Handel eingeschränkt.

    CFD-Handel beschränkt

    Beim CFD-Handel gibt es ebenfalls starke Einschränkungen. Der maximale Hebel wird auf 1:2 bis 1:30 begrenzt, anhängig von der Volatilität des Basiswertes. Hauptwährungspaare werden mit maximal 1:30 gehebelt, andere Währungspaaren mit maximal 1:20, Rohstoffe und andere Aktienindizes mit maximal 1:10. Kryptowährungen haben einen maximalen Hebel von 1:20, Einzelwertpapiere und andere Basiswerte von maximal 1:5.

    Welche Einschränkungen gibt es noch?

    • Negativsaldenschutz auch auf europäischer Ebene (BaFin führte ihn bereits 2017 ein)
    • Keine Prämien, Boni oder andere Aktionen, um den CFD-Handel attraktiver zu gestalten
    • Umfassendere Risikowarnungen
    Klassischer Optionshandel als CFD - Plus500 bietet es an

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    Binäre Optionen nicht mehr handelbar: Welche Auswirkungen hat das auf Trader?

    Das offizielle Verbot der binären Optionen der ESMA betrifft Kleinanleger. In der offiziellen Verkündung heißt es: Binäre Optionen – Verbot der Vermarktung, des Vertriebs und des Verkaufs binärer Optionen an Kleinanleger". Viele Trader gehören bei den Brokern zu den sogenannten Kleinanlegern und sind damit unmittelbar von dieser neuen Regelung betroffen. Da sich viele Aufsichtsbehörden dieser Empfehlung anschließen, wird es bei einigen Brokern keine binären Optionen mehr geben. Doch diese Einschränkungen haben ebenfalls Auswirkungen auf den CFD-Handel. Wer beispielsweise einen Mini-Lot EUR/USD handeln möchte, muss nun mehr als 330 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. Bisher waren es 100 Euro, wenn der Hebel bei 1:100 angewandt wurde. Wer in einen DAX-CFD investieren möchte, muss nun 625 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. Noch deutlicher wird der Unterschied beim Dow Jones: Hier sind es 1.200 USD. Wer sich für Bitcoin-CFDs interessiert, muss sogar eine Margin von 3.500 USD (Stand bei circa 7.000 USD) hinterlegen. Damit ist vor allem der Handel mit Kryptowährungen deutlich eingeschränkt und wird für viele private Anleger unattraktiv.

    Tipp: Einige Broker suchen bereits fieberhaft nach Lösungen, um den Anlegern dennoch interessante Anlagemöglichkeiten zu bieten. Bei eToro können Trader Bitcoin nicht auf CFDs handeln, sondern sie erwerben den Basiswert direkt. Das geschieht bereits ab 25 Euro/Position.

    Was machen Broker nach Verbot und Einschränkungen?

    Die Regelung gilt nur für Kleinanleger. Wer möchte, kann sich bei einigen Anbietern als professioneller Kunde einstufen lassen; dann sind die Hebebeschränkungen nicht gültig.

    Fazit: Binäre Optionen dürfen nicht mehr gehandelt werden

    Die klassischen Optionen werden an der Börse gehandelt; es gibt einen Vertrag zwischen beiden Parteien. Dabei werden Termingeschäfte abgeschlossen, Anleger können zu einem späteren Zeitpunkt die Option kaufen oder verkaufen. Der Gewinn richtet sich nach dem Basiswert. Bei der Haltedauer sind die Trader nicht eingeschränkt, denn sie können zu den üblichen Börsenzeiten ihre Optionen kaufen oder verkaufen. Anders sieht es bei den binären Optionen aus. Sie müssen bis zum Laufzeitende (zwischen 60 Sekunden und einem Tag) gehalten werden. Der Gewinn ist vorher klar definiert, wenngleich es zwei Optionen geben kann: Gewinn oder Verlust.

    Aufgrund des geringen Eigenkapitalbedarfs sind die binären Optionen vor allem für Trader mit wenig Kapital geeignet. Dennoch sind sie aufgrund ihrer Hebelwirkung nicht ohne Risiko. Aus diesem Grund wurde der Handel mit den binären Optionen für Kleinanleger durch die ESMA untersagt. Dabei handelt es sich um keine rechtlich verbindliche Anweisung, dennoch folgen die meisten Finanzaufsichtsbehörden dieser Empfehlung. Binäre Optionen dürfen nicht mehr vertrieben oder beworben werden. Als Alternative können Sie beispielsweise in CFDs investieren. Auch hier wurden jedoch die Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Schauen Sie sich selbst beim Broker Ihrer Wahl an, welche Optionen Sie beim Handel mit Differenzkontrakten haben.

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