Bestes Girokonto für Gehalt – Alle Anbieter mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen im Vergleich!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 16.04.2020


Wer ein Girokonto für Gehalt sucht, ist bei jedem Geldinstitut ein gerngesehener Kunde. Entsprechend attraktiv sind die meisten Angebote für Girokonten. Viele Geldinstitute gewähren Vergünstigungen oder Zusatzservices, um Kunden von sich zu überzeugen und dauerhaft an sich zu binden. Dennoch sollten sich Kunden nicht zu schnell von einem Anbieter überzeugen lassen, sondern die Angebote vergleichen.

Wir informieren Sie darüber, worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein neues oder gar erstes Gehaltskonto suchen. Die unterschiedlichen Anbieter bieten teils sehr unterschiedliche Geschäftsmodell an und erheben dafür auch verscheiden hohe Gebühren.

  • Gehaltskonten bei Banken deutlich beliebter
  • Banken erheben unterschiedliche Gebühren
  • Filialbank oder Direktbank wichtiger Faktor
  • Service und Bargeldverfügbarkeit unterscheiden sich

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Warum bieten Geldinstitute für Gehaltskonten oftmals Vergünstigungen?

In der Regel werden Girokonten eher durch andere Finanzprodukte quersubventioniert. Girokonten sind vergleichsweise aufwändig für Banken, was den Kundensupport und die Verwaltung angeht. Zudem reagieren Kunden auf Gebührenerhöhungen vergleichsweise sensibel, weil sie das Konto oft nutzen und von Gebühren regelmäßig betroffen sind. Zu hohe Gebühren führen also oft zum Abwandern der Kunden
Gehaltskonten haben für die Banken hingegen viele Vorteile. Ein

Gehaltskonto ist in der Regel der finanzielle Dreh- und Angelpunkt des Kunden. Das bedeutet für die Banken, dass die Chance hoch ist, dass sich die Bereitstellung eines Girokontos für sie lohnt. Ein Gehaltskonto ist in gewisser Weise der Schlüssel zur Geldanlage des Kunden. In der Regel nutzen Girokonto-Kunden auch weitere Finanzdienstleistungen des Geldinstituts. Wer also einen Teil seines Gehalts übrig hat, legt es mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei der Bank seines Girokontos an. Seien es Tagesgeld, Sparprodukte, Geldanlagen oder Immobilienfinanzierung: Kunden bleiben ihrer Bank meist treu.

Bestes Girokonto für Gehalt Erfahrungen

Doch auch Kunden, die kein Geld übrighaben und mit dem Dispozins kämpfen, können für Geldinstitute durch die Sollzinsen attraktivere Kunden sein. Auch hier gilt, dass in der Regel das Hauptkonto und somit das Gehaltskonto dasjenige ist, dessen Überziehungsrahmen genutzt wird. Dementsprechend fallen auch hier dann Sollzinsen an und generieren Zusatzeinnahmen für die Bank.

Viele Banken werben dementsprechend besonders darum, dass das Girokonto als Gehaltskonto geführt wird. Natürlich können sie auch Vergünstigungen anbieten, weil es wahrscheinlich ist, dass der Kunde sich dennoch finanziell lohnt, auch wenn das Girokonto selbst ein Verlustgeschäft ist.

Unterschiedliche Geschäftsmodelle beachten

Wer ein Girokonto für Gehalt sucht, sollte sich vor einem Vergleich für ein Geschäftsmodell entscheiden oder zumindest über seine Präferenzen nachdenken. Grundsätzlich ist es nämlich nur eingeschränkt fair, die Gebühren unreflektiert miteinander zu vergleichen.

Die Bankenlandschaft kann auch heute noch grob in Filialbanken und Direktbanken aufgeteilt werden. Filialbanken betreiben viele Filialen vor Ort und genießen noch immer den Ruf auch in kleinen Städten und sogar Dörfern präsent zu sein. Sie bieten dementsprechend oftmals eine deutlich besser Bargeldverfügbarkeit, Beratung vor Ort und auch die Möglichkeit, Geld einzuzahlen. Der Nachteil hierbei ist, dass die Beratung nicht immer von hoher Qualität ist und vor allem die Gebühren deutlich höher sind. Diese recht aufwändige Infrastruktur muss natürlich mitfinanziert werden.

Auf der anderen Seite gibt es Direktbanken. Hier genießen Kunden oftmals weniger Vorteile und Services, zumal keine oder kaum Möglichkeiten der persönlichen Beratung vor Ort bestehen. Hier ist jedoch der Vorteil, dass die Gebühren deutlich geringer sind. Da die Ausgaben für Mitarbeiter, Miete, Immobilien und anderen Ausgaben nicht so hoch sind, können die geringeren Kosten weitergegeben werden.

Dementsprechend ist es nicht immer fair, beide Gebührenmodelle miteinander zu vergleichen. Stattdessen sollten sich Interessenten eher überlegen, ob sie vom zusätzlichen Angebot der Filialbanken profitieren und ob sie bereit sind, dafür auch höhere Gebühren zu zahlen. Dann ist es empfehlenswert, die Banken vor Ort in die Auswahl zu nehmen und diese miteinander zu vergleichen. Ist dies nicht der Fall, sind Direktbanken hingegen eher geeignete Geldinstitute.

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Welche Gebühren sollten Nutzer beachten?

Im Rahmen der Kontoführung können unterschiedliche Kosten auf den Nutzer zukommen. Üblich sind vor allem die folgenden Kosten:

  • Kontoführungsgebühren
  • Kosten für Buchungen
  • Kosten für die Nutzung von Geldautomaten
  • Gebühren für Karten

Vor wenigen Jahren war der Preisdruck durch Direktbanken so groß, dass die meisten ihre Gebühren deutlich verringerten. Zu diesem Zeitpunkt war es leicht möglich, Girokonten ohne Kontoführungsgebühren und Buchungskosten zu finden. Durch die langanhaltende Zinspolitik der EZB ist dies inzwischen jedoch nicht mehr der Fall. Immer mehr Konten wurden wieder kostenpflichtig, selbst wenn sie Gehaltskonten waren.

Dementsprechend müssen Kunden nun auf einige Gebühren achten. Auch wenn das Konto als kostenfrei angeboten wird, sollten Kunden Buchungsgebühren und Kosten für Bargeldverfügungen im Blick behalten. Gerade bei Gehaltskonten, bei denen viele Abgänge und Zugänge möglich sind, ist es sinnvoll, für Buchungen so wenig wie möglich zu bezahlen. Dies gilt auch für Bargeldverfügungen, die natürlich deutlich häufiger beansprucht werden, wenn es sich um das Gehaltskonto handelt.

Bestes Girokonto für Gehalt Gebühren

Wer sein Gehalt nicht ausgezahlt erhält, sondern per Scheck selbst einzahlt, sollte zudem die Kosten für beleghafte Buchungen im Blick behalten. Sie sind inzwischen bei einigen Banken sehr teuer geworden, bei Direktbanken ist die Einzahlung so zudem oft nicht problemlos möglich.

Natürlich müssen Kunden auch den Sollzins beachten. Gerade dann, wenn das Geld häufiger nicht bis zum Monatsende reicht, entsteht hier ein großer Kostenfaktor, der das Konto deutlich verteuern kann.

Welche Voraussetzungen müssen Kunden erfüllen, um ein Gehaltskonto zu nutzen?

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Definition, nach der Banken ein Konto als Gehaltskonto einordnen. Relevant wird diese Definition vor allem im Rahmen von Bonusbedingungen und Vergünstigungen. Wie genau die Konditionen hierfür sind, hängt natürlich vom Geldinstitut ab.

In der Regel reicht es aus, wenn das Gehalt tatsächlich auf das entsprechende Girokonto überweisen wird und eine gewisse Summe übersteigt. Bei vielen Geldinstituten sind allerdings um die 1.000 Euro die untere Grenze für Gehaltseingänge. Wie lange oder häufig die Geldeingänge erfolgen müssen, hängt auch vom Angebot ab. Manche Geldinstitute fordern drei Monate für Boni, andere ein Jahr. Wieder andere befreien die Konten jeweils nur für einen Monat von Gebühren, wenn auch tatsächlich Gehalt eingeht.

Studenten, Auszubildende und andere junge Menschen können zudem von Sonderbedingungen profitieren. Sie erhalten bei vielen Banken ohnehin kostenfreie Konten. Bei anderen Geldinstituten ist es allerdings oft der Fall, dass ein deutlich geringeres Gehalt ausreichend ist und auch BAföG akzeptiert wird.

Darüber hinaus müssen Kunden natürlich die üblichen Bedingungen erfüllen. Darunter fallen:

  • Volljährigkeit
  • Bonität
  • Wohnsitz in Deutschland

Gehaltskonten können in der Regel ohne Probleme auch als Gemeinschaftskonto geführt werden.

Grundsätzlich gelten keine eigenen Überweisungen als Gehaltseingänge. Für Selbstständige ist die Lage schwierig. Für sie gelten solche Angebot oft nicht. Stattdessen wird ihnen im Zweifel eher ein Konto für Geschäftskunden nahegelegt, das jedoch selten kostenfrei ist.

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Bargeldverfügbarkeit und Karten als wichtiger Faktor

Eines der wichtigsten Merkmale eines Girokontos für Gehalt ist die Bargeldverfügbarkeit. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind enorm. Die Anzahl an Geldautomaten fällt dabei oft bei Direktbanken im Vergleich zu klassischen Filialbanken sehr deutlich ab. Dies ist ja auch durchaus sinnvoll: Während letztere in ihren Filialen natürlich auch Geldautomaten zur Nutzung aufgestellt haben, fehlt Direktbanken diese Möglichkeit.

Deswegen arbeiten Direktbanken für die Bargeldverfügbarkeit mit Verbünden zusammen. Sie wurden meist von Filialbanken gegründet, die nicht deutschlandweit vertreten waren und so die Bargeldverfügbarkeit sicherstellen konnten. Auf diese Weise konnten sie ohne die sonst notwendigen Investitionen in ganz Deutschland Bargeld an Automaten anbieten. Viele Direktbanken arbeiten mit diesen Verbünden zusammen und können so oft die Versorgung mit Bargeld sicherstellen, auch wenn es sich dabei nicht um die umfangreichsten Netzwerke handelt. Bekannte Verbünde sind in Deutschland:

  • Sparkassennetz (25.000 Geldautomaten)
  • BankCard (18.500 Geldautomaten)
  • Cash Group (9.000 Geldautomaten)
  • CashPool (3.000 Geldautomaten)

Andere wiederum nutzen Kreditkarten wie VISA oder Mastercard, die von den meisten Geldautomaten unterstützt werden, um die Bargeldversorgung sicherzustellen. Der Nachteil ist , dass dies für die Banken sehr teuer ist, weswegen die Anzahl an kostenfreien Abhebungen oftmals begrenzt ist.

Bestes Girokonto für Gehalt Test

Eine Kreditkarte erhalten Kunden auf Wunsch zudem bei den meisten Banken. Welche Karte genau vergeben wird und ob zusätzliche Gebühren auf den Kunden zukommen, sollten Nutzer jedoch auch beachten. Je nach Anforderungen an die Kreditkarte kann es sich lohnen, auch die Preise zu vergleichen. Auf dem freien Markt sind Kreditkarten auch ohne Girokonto erhältlich.

Worauf sollten Nutzer eines Gehaltskontos besonders achten?

Für Nutzer eines Gehaltskontos ist es natürlich wesentlich, dass es sich um einen seriösen Anbieter mit guter Verfügbarkeit ist. Gehalt wird in der Regel zur Sicherstellung der Liquidität dringend benötigt. Die meisten Zahlungen laufen über dieses Konto. Entsprechend wichtig ist es für Kunden, dass die Erreichbarkeit jederzeit gegeben ist.

Um die Kosten gering zu halten, sollten Buchungen zudem optimalerweise in einer Flat enthalten kostenfrei, oder sehr günstig sein. Natürlich ist es möglich, für bestimmte Ausgaben ein weiteres Konto zu wählen. Dies kann in manchen Fällen zudem sogar sehr sinnvoll sein. Vor allem die Fixkosten werden von vielen Nutzer auf einem gesonderten Konto überwiesen, was durchaus Vorteile hat. Allerdings sollten die Gebühren bei er alltäglichen Nutzung so gering wie möglich sein. Bei Gebühren für jede Buchung steigen die Kosten jedoch sehr schnell.

Weniger wichtig sind hingegen Bonuszahlungen. Es ist sinnvoll, dauerhaft bei einem Anbieter zu bleiben und deswegen direkt die Bank zu wählen, die das beste Gesamtpaket bietet. Ständig das Konto zu wechseln, führt schnell zu Unübersichtlichkeit und ist trotz Kontowechselservices vergleichsweise aufwändig. Auch die Personalabteilungen zeigen sich nicht begeistert, wenn Kunden ständig eine neue Kontoverbindung angeben.

Zudem ist es immer sinnvoll, auch die weiteren Finanzdienstleistungen, die häufig mit einem Konto gemeinsam genutzt werden. So sollte zumindest ein Tagesgeldkonto mit dem Gehaltskonto verknüpft werden können. Noch besser ist es jedoch, wenn die Bank breit aufgestellt ist und sich auch zum Vermögensaufbau eignet. Auf diese Weise behalten Kunden leichter den Überblick über ihre Finanzen und müssen nicht bei vielen unterschiedlichen Banken Kunden werden.

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Gehaltskonto begünstigt Dispokredit

Wer einen Dispokredit nutzen möchte, sollte das entsprechende Konto auf jeden Fall als Gehaltskonto nutzen. Die regelmäßigen Gehaltseingänge ermöglichen es oftmals erst, dass ein Überziehungsrahmen bewilligt wird. Selbst dann, wenn die Bonität zu Beginn nicht ausreicht, lässt sich so mit der Zeit trotzdem ein Dispokredit bewilligen. Grund dafür ist, dass der Kunde dauerhaft nachweist, dass er die entsprechende Solvenz aufweist.

Dennoch sollten sich Nutzer natürlich genau überlegen, ob sie diesen Zins in Anspruch nehmen. Nicht selten wird der Dispozins deutlich länger in Anspruch genommen als ursprünglich geplant. Bei den meisten Geldinstituten sind die Sollzinsen jedoch deutlich höher als für einen herkömmlichen Konsumentenkredit. Dementsprechend sollten Kunden, die wissen, dass sie dazu neigen, den Überziehungskredit zu beanspruchen, in jedem Fall Sollzinsen nicht unterschätzen und die Angebote miteinander vergleichen. Günstig sind Angebote, die Sollzinsen im einstelligen Bereich verlangen. Üblich sind Sollzinsen derzeit um die 12 Prozent, alles darüber hinaus ist hingegen eher teuer.

Dieser hat zudem den Vorteil, dass Kunden regelmäßig eine feste Summe zurückzahlen und so ihre Schulden leichter abtragen können. Allerdings lohnt sich dies natürlich erst ab Summen im vierstelligen Bereich.

Bestes Girokonto für Gehalt

Auch in diesem Falle hätten Nutzer jedoch oftmals den Vorteil, dass sie ihre Bonität durch regelmäßige Gehaltseingänge bereits nachgewiesen haben. Die meisten Geldinstitute wissen dies zu wertschätzen und bieten dementsprechend fairer kalkulierte Kreditangebote. Allerdings ist diese Art von Geschäftsbeziehung noch häufiger bei klassischen Filialbanken zu finden, bei denen ein persönlicher Berater für einzelne Kunden zuständig ist.

Gehaltskonto oft mit Vorteilen verknüpft

Nutzer, die ein Girokonto suchen, um es als Gehaltskonto zu nutzen, können bei vielen Geldinstituten von Vergünstigungen profitieren. Gehaltskonten lohnen sich für die Banken aus verschiedenen Gründen deutlich stärker als herkömmliche Girokonten, die von Geldinstituten oftmals nur mit eigenen Verlusten angeboten werden können. Entsprechend beliebt sind Kunden, die ein Gehaltskonto nutzen möchten.

Bei der Auswahl sollten Nutzer im Wesentlichen die Kriterien heranziehen, die auch für andere Girokonten gelten: Geringe Kosten, gute Bargeldverfügbarkeit, Seriosität und guten Service. Um Gebühren fair vergleichen zu können, sollten Kunden zwischen Filialbanken und Direktbanken unterscheiden und im besten Fall die in Frage kommenden Banken durch eine Entscheidung für ein Geschäftsmodell vorauswählen. Durch sie werden Eigenschaften wie Bargeldverfügbarkeit oder Finanzberatung und der Rahmen der üblichen Gebühren festgesteckt.

Kunden sollten zudem bei den Gebühren nicht nur auf die Fixkosten achten, sondern vor allem Gebühren für Buchungen im Blick behalten. Gerade bei einem viel genutzten Konto können die Kosten so deutlich wachsen. Ebenso wichtig können zudem die Sollzinsen sein, die auf einen Überziehungsrahmen erhoben werden. Auch sie können die Kosten stark vergrößern, die für ein Konto anfallen und sollten deswegen für die Entscheidung eine Rolle spielen.