Baumärkte gehören zu den Gewinnern der Krise

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 16.08.2021


Da Heimwerken zu einem der Trends in der Krise geworden ist, gehören auch Baumärkte zu den Gewinnern der Pandemie. Zuletzt konnten Kunden dort über „Click & Collect“ oder „Click & Meet“ einkaufen; die Vorgaben sind je nach Bundesland unterschiedlich. Aktien aus vielen Branchen, auch aus Branchen, die von der Pandemie profitierten, können Trader, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, bei XTB handeln.

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Nachfrage bei Hornbach gestiegen

Florian Preuß, der Pressesprecher von Hornbach, sagte vor Kurzem, dass in allen Warenbereichen die Nachfrage gestiegen sei. Hornbach ist die drittgrößte Baumarktkette in Deutschland. Die Kette bekam viele neue Kunden und führte auch neue Produkte ein. Das Ergebnis war ein deutliches Umsatzplus.

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) geht davon aus, dass die Branche im letzten Jahr ein Umsatzplus erreicht hat. Allerdings gibt es noch keine offiziellen Zahlen für 2020. Das Institut für Handelsforschung kommt in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Baumärkte im letzten Jahr rund 26 Milliarden Euro Umsatz gemacht haben könnten. Im Vergleich zu 2019 wäre dies ein Umsatzplus von 14 Prozent.

Baumärkte mit Umsatzplus

Hornbach steigert Erlöse

Aktiendepot.com Icon GebührenBei Hornbach stiegen die Erlöse europaweit in 161 Märkten um über 15 Prozent. Der Gesamtumsatz des Konzerns liegt nach vorläufigen Zahlen bei 5,46 Milliarden Euro. Das Ergebnis von Steuern und Zinsen stieg um etwa 40 Prozent. Dies ergibt einen bereinigten Gewinn von etwa 325 Millionen Euro.

Bei Hornbach gingen die Umsätze zuletzt allerdings wieder leicht zurück. Im vierten Quartal wirken sich die Lockdown-Verschärfungen auch auf die Baumärkte aus. Im letzten Quartal 2020 gab es daher einen Umsatzrückgang von 3,5 Prozent. Die genauen Zahlen zum Geschäftsjahr 2020 sowie einen Ausblick auf 2021 will Hornbach Ende Mai bekannt geben. Im Geschäftsjahr 2019/20, dass am 29. Februar 2020 endete, erreichte die Hornbach Baumarkt Gruppe einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

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Verschiedene Gründe für Anstieg

Die Gründe für die guten Zahlen sind vielfältig. Während der Pandemie haben verbrachten die Menschen zwangsläufig mehr Zeit zuhause und haben wohl verstärkt ins eigene Zuhause investiert. Sie haben kein Geld für Restaurantbesuche oder Reisen ausgegeben, sondern investierten in neue Anschaffungen und Renovierungen in der eigenen Wohnung. Teilweise wurden Renovierungsvorhaben in der Wohnung, im Haus oder im Garten umgesetzt, die viele Menschen schon länger vorhatten. Zudem war es in den letzten Monaten teilweise schwierig, einen Handwerker zu bekommen. Vor allem kleinere Reparaturen wie Wasserhähne tauschen, wurden daher selbst vorgenommen.

Farben, Spielgeräte und Pflanzen verkauften sich dabei besonders gut. Laut Hornbach waren im Frühjahr vor allem Farben gefragt. Später stieg die Nachfrage nach Freizeitartikeln für den Garten. Trampoline waren beispielsweise Anfang Mai ausverkauft und später auch viele Pools für den Garten. Die Verkaufszahlen für Farben und Lacke stiegen laut dem Institut für Handelsforschung um 24 Prozent und bei Gartenartikel um 28 Prozent.

Baumärkte Umsatzplus

Auch andere Händler profitierten

Aktiendepot.com Icon SteuerSelbstverpflegung ist ein weiteres Thema, das sich auf die Umsatzzahlen auswirkt. Viele Menschen wollen nicht nur einen schönen Garten und eine gemütliche Wohnung haben, sondern auch selbst Obst und Gemüse anbauen. Von diesen Entwicklungen profitierten nicht nur Baumärkte, sondern auch Amazon oder Discounter wie Aldi, Lidl aber auch kleine Läden. Diese bieten ebenfalls mittlerweile zahlreiche Do-it-yourself-Angebote an und halfen so, die Umsätze der ganzen Branche um 44 bis 45 Milliarden Euro zu steigern. Allein die Discounter haben dabei einen Anteil von elf Prozent.

Bei Hornbach können die Kunden schon seit 2011 online Artikel bestellen und diese vor Ort im Laden abholen. Diese Möglichkeit ist früher nicht in dem Maße genutzt worden wie in den letzten Monaten. Für viele Kunden war „Click & Collect“ vollkommen neu und sie haben diese Option zum ersten Mal genutzt. Kunden, die damit gute Erfahrungen gemacht haben, könnten auch in Zukunft auf diesem Weg einkaufen.

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Fachmärkte liegen oft etwas außerhalb

Allerdings gehen viele Menschen weiterhin lieben in den Markt und erkundigen sich vor Ort. Gerade im Baumarkt wollen viele Menschen Materialien einmal anfassen oder ausprobieren, bevor sie sich für den Kauf entscheiden. Ein weiterer Vorteil der Fachmärkte ist, dass diese oft etwas außerhalb liegen. Die Kunden können mit dem eigenen Auto zum Markt fahren und haben dabei nur wenig Kontakt zu anderen. Vor der Pandemie waren Händler in Innenstadtlagen gefragter.

Baumärkte wie Hornbach konnten demnach Umsatzverluste durch zeitweilige Schließungen rasch ausgleichen. Die Umsätze aus dem Onlinehandel und aus Verkäufen an gewerbliche Kunden stiegen deutlich an. Laut Albrecht Hornbach, dem Vorsitzenden der Hornbach Management AG, sei das Unternehmen in allen Regionen stärker gewachsen als der Wettbewerb. Die enge Verbindung von Ladengeschäft und Onlinehandel sei dabei ein Vorteil gewesen. Das Unternehmen hätte die höhere Nachfrage trotz Einschränkungen gut bedienen können.

Baumärkte Umsatz

Hornbach-Aktie auf XETRA

Aktiendepot.com Icon UmzugDie Hornbach-Aktie wird auf XETRA gehandelt und konnte dort nach Bekanntwerden der guten vorläufigen Geschäftszahlen um 1,16 Prozent auf 78,20 Euro ansteigen. Die Aktien der Baumarkt-Sparte stiegen sogar um 3,32 Prozent auf 34,20 Euro. Hornbach ist einer der größten Betreiber von Bau- und Gartenmärkten in Europa. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Hornbach Holding AG & Co. KGaA, die ebenfalls an der Börsen notiert ist. Die Hornbach Baumarkt AG hat ihren Sitz in Bornheim in der Pfalz.

In ganz Europa finden sich 161 Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern. 96 Märkte befinden sich in Deutschland. Weitere Standorte sind beispielsweise in den Niederlanden, Schweden oder der Slowakei. Ein durchschnittlicher Baumarkt hat eine Verkaufsfläche von 11.800 Quadratmetern. Insgesamt verkauft der Baumarkt seine Waren auf eine Verkaufsfläche von 1,90 Millionen Quadratmetern.

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Sortiment für Heimwerker und Profis

Hornbach schneidet sein Verkaufskonzept und das Sortiment auf Privatkunden und professionelle Heimwerker zu. Rabattaktionen gibt es bei Hornbach in der Regel nicht, allerdings wirbt der Baumarkt mit Dauertiefpreisen. Die Geschichte von Hornbach geht bis ins Jahr 1877 zurück. 1968 wurde dann der erste kombinierte Bau- und Gartenmarkt in ganz Europa eröffnet. Weiterhin sind Mitglieder der Familie Hornbach im Unternehmen aktiv.

Schon 1987 ging das Unternehmen zum ersten Mal an die Börse. Beim zweiten Börsengang 1993 gingen die Hornbach Holding AG und die Hornbach Baumarkt AG aus der Hornbach AG hervor. Die Hornbach Holding AG hält 76,4 Prozent der Aktien der Hornbach Baumarkt AG. Die restlichen Aktien sind im Streubesitz.

Baumärkte steigern Umsatz

Viele Aktien bei XTB

Aktiendepot.com Icon ChecklisteAktien vieler Branchen sind auch im Angebot von XTB. Darunter sind auch einige Aktien, die sich während der Pandemie gut entwickelt haben. Die Aktien stammen nicht nur von der Frankfurter Börse, sondern von 15 weiteren internationalen Börsen. Für die angebotenen Börsen und Aktienwerte hat der Broker auch kostenlose Echtzeitkurse im Angebot. Insgesamt können Trader aus über 2.500 Aktien wählen und passend Aktien auch über einen Aktienscanner auswählen.

Darüber hinaus finden Trader bei XTB zahlreiche Marktinformationen. Zudem informieren erfahrene Trader in mehreren Webinaren in der Woche über die Märkte. Immer wieder geht es in den Webinaren auch um Themen wie die Chartanalyse. Das so erworbene Wissen können Trader über ein XTB Demokonto testen oder im Bildungsbereich der Trading Academy vertiefen.

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Handel über eigene App

Der Broker bietet mit der xStation 5 eine selbst entwickelte Plattform an. Auch per App oder Smartwatch können Trader ihre Anlagen verfolgen. Auf der Plattform finden Trader auch Tools und Charts. Weiter Angebote sind ein Trading-Rechner und ein Wirtschaftskalender. Der Broker wurde vor mehr als 15 Jahren in Warschau gegründet und ist dort seit einigen Jahren auch an der Börse notiert. Das Frankfurter Büro wurde 2008 eröffnet. Dazu kommen Niederlassungen in anderen europäischen Ländern. Daher wird der Broker von mehreren Aufsichtsbehörden reguliert.

Baumärkte steigern Umsatz

Fazit: Baumärkte boomen in der Krise

Aktiendepot.com Icon FazitBaumärkte gehören zu den Gewinnern der Pandemie. Viele Menschen nutzen die Zeit zu Hause für Anschaffungen und Renovierungen. Die Branche hat wohl 2020 ein Umsatzplus erreicht. So konnte beispielsweise Hornbach gute Geschäftszahlen vorlegen. Discounter und Onlinehändler profitierten ebenfalls vom Trend zum Heimwerken.

Aktien, die die Krise bisher gut überstanden haben, sind auch im Angebot von XTB. Passende Aktien finden Trader über einen Aktienscanner. Neben Aktien bietet der Broker auch CFDs an. Der Handel erfolgt über die hauseigene Plattform, die mit vielen Tools und Charts ausgestattet ist. Passende Aktien finden Trader auch über einen XTB Aktien-Scanner.

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