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BaFin verbietet CFDs mit Nachschusspflicht

BaFin verbietet CFDs mit Nachschusspflicht

Am Montag, dem 08. Mai 2017, erließ die BaFin eine Allgemeinverfügung, in der sie Differenzkontrakte (CFDs) mit Nachschusspflicht verbietet. CFDs mit Nachschusspflicht dürfen Privatkunden nicht mehr zum Handel angeboten werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Vermarktung, Vertrieb und eben der Verkauf eingeschränkt. CFD Broker haben jetzt drei Monate Zeit, ihr Produktportfolio anzupassen. Das heißt, dass es in Deutschland, spätestens ab August 2017 keine CFDs mit Nachschusspflicht mehr gibt.

Für die Branche kam das nicht überraschend. Bereits im Dezember 2016 kündigte die BaFin diesen Schritt an und gab den Brokern Gelegenheit, sich zu diesen Überlegungen zu äußern. Auch wir berichteten bereits über das geplante CFD Verbot der BaFin. Warum die Behörde jetzt diesen Schritt gegangen ist, erläutert Elisabeth Rogele, Exekutivdirektorin der BaFin wie folgt:

„Mit der Beschränkung des CFD-Handels machen wir erstmalig von der Möglichkeit zur Produktintervention Gebrauch". Für Privatkunden besteht ein unkalkulierbares Verlustrisiko, auch über die ursprüngliche Einlage hinaus. „Das können wir aus Verbraucherschutzgründen nicht akzeptieren. Die Beschränkung des CFD-Handels ist deshalb ein notwendiger Schritt zum Schutz der Privatanleger."

Was bedeutet das Verbot?

Der Handel mit CFDs ist so konstruiert, dass der Händler lediglich einen Bruchteil des gehandelten Kapitals beim Broker hinterlegt, die sogenannte Margin. Der Rest wird über einen Kredit des CFD Anbieters finanziert. Auf diese Art und Weise entsteht auch die Hebelwirkung, die schnelle und große Gewinne ermöglicht. Aber eben auch in die entgegengesetzte Richtung funktioniert. Zum Beispiel investiert ein CFD Händler 2.000 Euro in einen Trade. Aufgrund eines Gaps ist der Verlust plötzlich größer als die investierten 2.000 Euro. Die Differenz muss der Kunde dem Broker erstatten, zur Not auch aus seinem sonstigen Vermögen heraus. Es kommt zu einer Nachschusspflicht. Das bedeutet natürlich, dass tatsächlich ein unkalkulierbares Verlustrisiko entstehen KANN.

Wir schreiben bewusst „KANN". Denn es ist nicht so, dass das ständig und immer passiert. Wer im CFD Handel tätig ist, sollte sich im Vorfeld ausgiebig mit den Chancen und Risiken beschäftigen. Ab August ist das jedenfalls Geschichte. Denn spätestens ab dann, dürfen CFD Broker hierzulande keine CFDs mehr mit Nachschusspflicht anbieten.

BaFin Bonn

Bildquelle: © BaFin, Haupteingang Bonn

CFD Verbot – Nur einseitige Betrachtung?

Es gibt Kritiker, die behaupten, dass diese Vorgehensweise der BaFin sehr einseitig ist. Denn wie bereits beschrieben, kann es zwar vorkommen, dass ein Anleger mehr verliert, als er eingezahlt hat. Doch es gibt nur wenige bekannte Praxisfälle, in denen das tatsächlich passiert ist. Ein Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht wird vermutlich bedeuten, dass die Konditionen sich verschlechtern werden. Denn schließlich muss jetzt der Broker für eventuelle Verluste haften. Und das wird er sich in irgendeiner Form „bezahlen" lassen. Es findet daher eine Art Bevormundung von erfahrenen Anlegern statt.

Außerdem gibt es auch andere Finanzprodukte, bei denen der Verlust, die ursprüngliche Einlage in (theoretisch) unbegrenzter Höhe übersteigen kann. Die Rede ist hier vom Eurex Handel. Auch beim Handel von Optionen und Futures besteht ein „unkalkulierbares Verlustrisiko". Dann müsste eine Behörde auch den Eurex Handel für Privatpersonen verbieten. Aber offensichtlich gibt es noch keinen „prominenten Fall", bei dem ein Privatanleger viel Geld verloren hat.

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BaFin greift nicht so hart durch wie andere

Auf der anderen Seite muss auch betont werden, dass die BaFin längst nicht so hart durchgreift wie andere Regulierungsbehörden. Ein Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht, dürfte CFD Händler nicht wirklich „hart" treffen. Andere Länder haben den CFD Handel für Privatpersonen gleich komplett verboten, siehe Belgien oder USA. Und auch eine Beschränkung des maximalen Hebels wurde nicht angeführt. Hohe Hebel sind also auch in Zukunft (zumindest bis jetzt) noch realisierbar.

Im oben angeführten Artikel, haben wir darauf hingewiesen, dass die BaFin vielleicht cleverer ist, als wir denken. Denn mit dem bevorstehenden Brexit und dem härteren Durchgreifen der britischen Regulierungsbehörde, spielen große CFD Broker mit dem Gedanken, ihren Sitz von Großbritannien zu verlegen. Attraktiver als so manch andere Länder, erscheint jetzt Deutschland. Denn hier wurde „nur" die Nachschusspflicht verboten.

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Aktiendepot.com begrüßt Schritte in Richtung Verbraucherschutz

An dieser Stelle wollen wir auch betonen, dass wir grundsätzlich immer Schritte in Richtung Verbraucherschutz begrüßen. Daher legen wir in unserer Berichterstattung auch immer Wert darauf, unsere Leser nicht nur über die Vorteile, sondern auch über die Risiken aufzuklären. Außerdem sind wir absolut gegen unseriöse Broker. Falls wir Informationen erhalten, dass Anbieter nachweislich und bewusst Anleger getäuscht oder „abgezockt" haben, werden wir das in unserer Redaktion auf jeden Fall berücksichtigen. Deswegen empfinden wir den Ausschluss einer Nachschusspflicht generell als vernünftig. Vor allem auch deshalb, weil viele CFD Broker hierzulande bereits auf eine Nachschusspflicht verzichten.

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Gute CFD Broker schließen Nachschusspflicht längst aus

Wie eingangs erwähnt, kommt das Verbot nicht überraschend. Viele unserer Empfehlungen aus dem CFD Broker Vergleich, verzichten daher schon längst auf eine Nachschusspflicht. Für sie dürfte sich wenig ändern. Zum Beispiel zeigen unsere GKFX Erfahrungen, dass dieser Broker schon längst vor den Überlegungen der BaFin durch eine „Negative Balance Protection Policy" eine Nachschusspflicht ausschloss. GKFX kann daher guten Gewissens als Vorreiter auf diesem Gebiet gelten.

Auch andere CFD Broker, die hierzulande von der BaFin reguliert werden, haben schon lange eine Nachschusspflicht ausgeschlossen. Admiral Markets beispielsweise, hat diesen Schutz seit Jahren in den CFD Handel integriert. Der Broker weist sogar darauf hin, dass es seit Einführung der Negative Balance Protection, noch keinen Fall gab, bei dem ein deutscher Kunde eine Nachschusspflicht hätte leisten müssen. Auch im Januar 2015 – als es zum „Frankenschock" kam – unterlag kein CFD Trader einer Nachschusspflicht. Daher überrascht es nicht, dass eine ganze Reihe von CFD Broker in Deutschland, den Beschluss der BaFin begrüßen. Die meisten Anbieter hierzulande, haben nichts zu befürchten.

Keine CFD Nachschusspflicht – Welche Folgen wir das haben?

CFDs ohne Nachschusspflicht zu handeln, bedeutet aber auch, dass der Broker offene Positionen zwangsweise schließen kann. Das passiert regelmäßig dann, wenn die hinterlegte Margin „aufgebraucht" ist. Für den Online Trader stellt das dann einen Verlust dar. Es kann auch bedeuten, dass für gewisse Basiswerte oder in bestimmten Marktsituationen die Margin-Anforderungen erhöht werden. Auch eine Ausweitung des Spreads ist denkbar.

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CFD Broker GKFX ist unter den Top 3

In Bezug auf Sicherheit und Regulierung ist und bleibt der CFD Broker GKFX einer unserer Top Empfehlungen und schafft es im Vergleich unter die besten drei. Es gibt keine Mindesteinzahlung und die Höhe der Spreads liegen im guten Bereich. Hervorragend finden wir auch, dass der Anbieter Boni in Form von hochwertigen Trading Tools bereitstellt. Das hilft CFD Händlern, im Online Trading effektiver zu handeln. Im GKFX Test haben wir gezeigt, welche Vorteile Kunden des CFD Anbieters noch genießen:

  • Britische Einlagensicherung bis 50.000 GBP
  • Regulierung durch britische FCA und deutsche BaFin
  • Keine Nachschusspflicht im CFD und Forex Handel
  • Verwahrung von Kundengeldern auf segregierten Konten
  • Keine Mindesteinzahlung
  • Handel mit über 50 Forexpaaren
  • Maximaler Hebel bis 1:400
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Bald auch binäre Optionen betroffen?

Neben dem Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht, überlegt die BaFin auch, ob und ggf. wie sie den binäre Optionen Handel regulieren soll. Eine Nachschusspflicht gab und gibt es hier zwar nicht. Doch nach eigenen Angaben, erhielt die BaFin im Jahr 2016 „eine große Zahl von Beschwerden […] von Kunden grenzüberschreitend tätiger Unternehmen mit Sitz in Zypern." Problematisch waren Bonusangebote der Broker. Kunden erhielten Boni in Höhe ihrer Einzahlung. Doch mit Annahme des Bonus, konnten sie keine Abhebungen mehr durchführen, bis der Betrag x-fach im binäre Optionen Trading umgesetzt wurde. Viele binäre Optionen Broker haben allerdings bereits auf diese Beschwerden reagiert und ihr Bonus-Modell angepasst.

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XTB bietet neben dem MT4 eine brokereigene Handelsplattform an – die xStation 5

Fazit: Trader sollten Fokus auf Risiko- und Moneymanagement legen

Trader, die mit ihrem Online Handel dauerhaft Geld verdienen möchten, sollten sich vor allem darauf konzentrieren, dass sie ein effektives Risiko- und Moneymanagement vorweisen können. Wenn hier die Hausaufgaben gemacht werden, spielt in 99,9 Prozent der Fälle eine Nachschusspflicht sowieso keine Rolle mehr. Denn zu einem Margin Call sollte es bei einem funktionierenden System gar nicht erst kommen. Eine profitable CFD Strategie ist ebenfalls Grundlage für erfolgreiches handeln.

Beides – Risiko-/Moneymanagement, sowie eine Trading Strategie – sollte vorher ausgiebig getestet werden. Am besten auf einem Testkonto, zum Beispiel dem kostenlosen GKFX CFD Demokonto. Hier können Trader unter realen Bedingungen und völlig ohne Risiko den CFD Handel testen und verfeinern.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich war nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium 6 Jahre lang im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren nun für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur
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