Autobranche erholt sich

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.06.2021


Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens EY erholt sich die Autobranche wieder und liegt wieder über dem Vorkrisenniveau. Umsätze und operative Ergebnisse sind demnach höher als vor der Krise. Auch die weiter andauernden Lieferschwierigkeiten beim Microchips ändern laut der Studie nichts daran, dass die Autoindustrie die Krise womöglich bald überwunden hat. Autoaktien aus Deutschland und der Welt sind auch, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, bei XTB handelbar.

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Autobauer legen bessere Zahlen vor

Auch der Wandel bei Antriebstechnologien, was viele Autobauer vor große Herausforderungen stellt, ändert nichts daran, dass die großen Autobauer wieder bessere Zahlen vorlegen, die oft höher besser sind als vor der Krise. Laut EY erzielten die Autobauer im ersten Quartal 2021 wieder mehr Einnahmen und auch die Gewinne waren höher als vor der Pandemie.

Im Zehn-Jahres-Vergleich stiegen die Ergebnisse der Autobauer vor Abzug von Steuern und Zinsen sogar auf den höchsten Wert, der jemals in einem Jahresauftaktquartal gemessen wurde. Das Beratungsunternehmen legt für seine Berechnungen die finanziellen Kennzahlen der 16 größten Autokonzerne der Welt zugrunde.

Mehr Gewinne & Umsätze bei Autobauern

Über 400 Milliarden Euro Umsatz in der Branche

Laut der Studie setzten die Autobauer unter der Berücksichtigung konstanter Wechselkurse von Januar bis März 403 Milliarden Euro um. Dies waren etwa 35 Milliarden Euro mehr als im ersten Quartal 2020 und lediglich 5,8 Milliarden Euro weniger als Anfang 2018. Mit Blick auf das operative Ergebnis fielen die Zahlen noch besser aus und lag bei 29,4 Milliarden Euro. Renault und der Stellantis-Konzern, zu dem unter anderem Opel und Peugeot gehören, wurden nicht berücksichtigt, da von beiden Unternehmen keine Zahlen vorliegen. Das operative Ergebnis der Branche war damit etwa ein Drittel höher als im bisherigen Rekord-Auftaktquartal 2017.

Laut dem Autoexperten von EY, Peter Fuß, wirken sich nun auch die Sparmaßnahmen der Autokonzerne aus, die teilweise schon vor der Pandemie begonnen hatten und in der Krise nochmals verschärft wurden. Die Unternehmen konnten wohl bei der Anpassung der Fixkosten Fortschritte erreichen. Zum wurde das Engagement in neue Antriebstechnologien verstärkt, was sich nicht allzu negativ auf die Marge ausgewirkt hat. Bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden wurde zuletzt ein klares Absatzplus erreicht.

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Innovationsdruck steigt

Allerdings steigt der Innovationsdruck wohl weiter, insbesondere wenn die Vorgaben seitens der EU und der einzelnen Staaten erhöht werden oder neue Techniken auf den Markt kommen. So spricht sich Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und damit umgangssprachlich eine der „Wirtschaftsweisen“, dafür aus, dass die Autobauer sich nicht nur auf die Batterietechnik konzentrieren sollten.

Zudem geht sie davon aus, dass es wichtig sei, in den kommenden beiden Jahren den Grundstein dafür zu legen, dass die deutsche Industrie in Zukunft auf den Weltmärkten bei Brennstoffzellen präsent ist. Daher müssen die Unternehmen bei allen nachhaltigen Antriebstechnologien aktiv sein, auch um langfristig Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.

Ob sich die Autounternehmen weiter so gut entwickeln, hängt von zahlreichen Faktoren ab, beispielsweise, ob und wann eine Lösung für den Chip-Mangel gefunden wird. Noch immer kommt es aufgrund fehlender Chips bei vielen Autobauern zu Produktionsstopps und großen Einschränkungen. Im Laufe des Jahres werden wohl einige Millionen Fahrzeuge weniger hergestellt.

Autobranche erholt sich

Verkaufszahlen erholen sich

Auch die Verkaufszahlen könnten sich noch verbessern. Hier wurde das Vorkrisenniveau bisher noch nicht erreicht. Allerdings wurde zuletzt eine erste Erholung deutlich. Im Vergleich zu Anfang 2020 wurden von Januar bis März 15 Prozent mehr Autos verkauft. Die insgesamt fast 17 Millionen verkauften Autos waren aber immer noch neun Prozent weniger als Anfang 2019. Hier ist also noch deutlich Luft nach oben.

Im April wurden in der EU dreimal so viele Autos verkauft wie im April 2020, als jedoch aufgrund geschlossener Autohäuser und anderer Lockdown-Maßnahmen kaum Autos verkauft wurden. Die Neuzulassungszahlen liegen daher noch immer 25 Prozent unter den Zahlen aus 2019. Dabei schauen die deutschen Autobauer immer stärker auf den chinesischen Markt. Volkswagen, BMW und Daimler haben laut EY vier von zehn Neuwagen in China verkauft. Im letzten Jahr war der Anteil der in China verkauften Fahrzeuge noch etwas geringer.

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Absatz noch unter 2019er-Zahlen

Insgesamt wurden im April laut des europäischen Herstellerverbands ACEA 862.000 neue Autos zugelassen. Im April 2020 waren es lediglich 271.000 Autos. Dennoch waren es im April 2019 rund 300.000 mehr zugelassene Fahrzeuge. Die Tendenz geht aber deutlich nach oben. Mit Blick auf die einzelnen Autobauer schnitt dabei BMW am besten ab und konnte seinen Umsatz im Jahresvergleich um 28 Prozent steigern. VW erreichte immerhin ein Plus von 19 Prozent und Daimler einen Zuwachs von zwölf Prozent. Volvo, Toyota und die Stellantis-Gruppe meldeten im internationalen Vergleich den größten Anstieg.

Bei Elektroautos war das Wachstum zuletzt etwas geringer. Auch dies steht wohl in Verbindung mit den anhaltenden Lieferengpässen. Allerdings konnten die deutschen Autobauer zuletzt ihren Marktanteil im Elektroauto-Segment auf 60 Prozent steigern. Darüber hinaus wird gemeldet, dass sich der Automarkt in China und den USA deutlich schneller erholt als hierzulande. Allerdings steigt mit einer Konjunkturerholung auch hier die Zuversicht.

Autobranche erholt sich

China und USA schon 2021 wieder auf Vorkrisenniveau

Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) geht davon aus, dass die chinesischen und amerikanischen Automärkte bereits in diesem Jahr wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Hierzulande könnten zwar die Finanzdaten der Autobauer gut ausfallen, ob sich aber auch die Absatzzahlen deutlich erholen, bleibt abzuwarten.

Hoffnung geben auch der Ausblick auf ein Ende vieler Lockdown-Regelungen und Fortschritte bei Impfungen. Dies könnte sich in den nächsten Wochen auch auf höhere Neuzulassungszahlen auswirken. Die zweite Jahreshälfte könnte daher für viele Autobauer durchaus gut ausfallen. Auch bei neuen E-Autos werden gute Verkaufszahlen erwartet.

Laut PwC könnte der Automarkt in Europa in diesem Jahr um zehn Prozent im Vergleich zum letzten Jahr wachsen. Dies wären aber noch immer 18 Prozent weniger als vor der Pandemie. Für Deutschland geht PwC für 2021 von einem Wachstum von vier Prozent und damit 16 Prozent weniger Neuzulassung als vor zwei Jahren aus.

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Markterholung wird deutlich

In China liegen die monatlichen Verkaufszahlen allerdings schon jetzt auf ähnlichen Werten wie 2019 und zeigen die dortige Markterholung. Allerdings gibt China in seinen Statistiken nicht die Zahl der an Endkunden verkauften Autos an, sondern die Zahl der Autos, die an den Handel ausgeliefert wurden.

In den USA hatten staatliche Hilfsprogramme einen großen Anteil an der Erholung der letzten Monate. Im April kam es dort zu einem historischen Verkaufsrekord. Allerdings spielt der Mangel an Mikrochips auch dort eine große Rolle. In vielen Werken standen zeitweise die Bänder leer. Laut PwC könnte der Automarkt in den USA um 14 Prozent im Vergleich zu 2020 wachsen und die Absatzzahlen könnten nur noch drei Prozent unter den Werten von 2019 liegen.

Allerdings ist aus den USA auch zu hören, dass es einen Mangel an Autos gibt, was sich auch auf den Gebrauchtwagenmarkt auswirkt. Insbesondere Mietwagen sind gefragt, daher haben Autovermieter bereits großflächig Gebrauchtwagen aufgekauft, um die Nachfrage bedienen zu können. Auch in europäischen Urlaubsorten stiegen der Preise für Mietwagen zuletzt deutlich.

Erholung in der Autobranche

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Fazit: Autobranche erholt sich nach und nach

Die Autobranche scheint sich nach und nach zu erholen, obwohl es weiter Lieferengpässe gibt. Viele Autobauer meldeten im ersten Quartal höhere Umsätze und Gewinne. Seit Anfang des Jahres erholen sich auch die Absatzzahlen wieder. In den USA und China scheint die Erholung auf dem Automarkt jedoch bereits deutlich fortgeschrittener zu sein.

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