Auch kleine Läden profitierten in der Pandemie

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 27.08.2021


Nicht nur der Onlinehandel profitierte von der Pandemie, sondern auch viele kleinere Läden in der Umgebung. In der Corona-Krise sagen viele Menschen, dass sie mehr in Geschäften in ihrer Umgebung einkaufen und dabei nach auf Nachhaltigkeit und weniger Verpackungsmüll achten. Aktien vieler Branchen aus dem In- und Ausland sind bei XTB handelbar.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Einkaufen in direkter Nähe

Der Trend zum „Einkaufen um die Ecke“ geht wohl auch darauf zurück, dass über ein Viertel der Menschen in Deutschland aktuell im Homeoffice arbeitet. Dies beschert neben dem Onlinehandel auch lokalen Geschäften einen Aufwärtstrend. Dies geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC unter Händlern hervor. Auch umweltfreundliche Verpackungen spielen eine immer größere Rolle.

Pandemie und Lockdown haben das Konsumverhalten der Menschen in Deutschland deutlich verändert, vielleicht sogar nachhaltig und dauerhaft. Viele Veränderungen, die die Pandemie mit sich brachte, werden sich wohl nicht so einfach rückgängig machen. Generell kaufen die Menschen hierzulande egal welchen Alters immer mehr online ein. PwC führt jedes halbe Jahr die „Global Consumer Insights Pulse Survey“ durch und befragte dafür über 8.700 Menschen in 22 Ländern. In Deutschland nahmen 511 Personen teil.

Auch kleine Läden profitierten in der Pandemie

Modeartikel verstärkt online gekauft

Bei Modeartikeln entscheiden sich 46 Prozent der Verbraucher für das Einkaufen im Internet. Bei Elektronikartikeln sind es 38 Prozent. Vor allem bei den Menschen von 25 bis 39 Jahren, den sogenannten Millennials, ist das Einkaufen im Internet sehr beliebt. Allerdings nehmen die Läden um die Ecke wieder eine größere Bedeutung ein.

Laut der PwC-Umfrage gilt dieser Trend nicht nur für Händler in der Innenstadt, sondern auch in weniger zentral gelegenen Stadtteilen. Diese Entwicklung geht womöglich Hand in Hand mit dem Onlineshopping und Konzepten wie Click & Collect und Lieferungen vom Laden nach Hause. Kundinnen und Kunden können per Telefon, E-Mail oder über eine Webseite ihre gewünschten Artikel bestellen und dann direkt im Laden abholen. Im Homeoffice ist das Einkaufen um die Ecke unter Umständen eine willkommene Abwechslung zur Arbeit.

Etwa 28 Prozent der Menschen in Deutschland arbeiten im Moment fast ausschließlich von zuhause aus. Knapp die Hälfte davon geht nach eigenen Angaben häufiger in Geschäften in der Nähe einkaufen. Auch bei Befragen, die weniger oder gar nicht im Homeoffice arbeiten, kauft mehr als jeder Dritte häufiger in lokalen Geschäften ein.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Die Relevanz des Themas Nachhaltigkeit nahm in der Pandemie ebenfalls nochmals zu. 56 Prozent der Befragte sagten, dass sie beim Einkaufen auf umweltfreundliche oder weniger Verpackung achten. 47 Prozent bevorzugen Unternehmen, die beim das Thema Umweltschutz engagieren. Jeder vierte zeigt sich bereit, für ethisches Verhalten und die nachhaltige Herstellung von Lebensmitteln oder anderen Waren höhere Preise zu bezahlen.

Nachhaltigkeit ist mittlerweile mehr als nun ein Werbeversprechen oder ein Trend-Begriff. Kundinnen und Kunden erwarten, dass Unternehmen auf Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen und in der Lieferkette achten. Händler und Hersteller müssen sich daher auf diese Erwartungen ihrer Kunden anpassen.

Viele kleine Geschäfte konnten sich in den einzelnen Phasen des Lockdowns gut gegen die Konkurrenz aus dem Internet und von großen Ketten behaupten. Das Einkaufen in lokalen Geschäften wird oftmals als Ergänzung zum Shoppen im Internet gesehen und weniger als Konkurrenz.

kleine Läden profitierten von der Pandemie

Nachfrage nach Fairtrade-Produkten weiter da

Obwohl Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, sank bei zertifizierten Fairtrade-Produkten während der Pandemie der Umsatz. Zwar wurden Kaffee, Kakao oder Bananen auch während der Pandemie gut verkauft, aber der Umsatz bei Fairtrade-Produkten sank. Viele dieser Produkte sind letztendlich nicht deutlich teurer als Produkte, die nicht mit einem Fairtrade-Logo ausgezeichnet sind. Dennoch reichen die Preise aus, damit Hersteller auf anderen Kontinenten fair bezahlt werden können.

Dies hat auch Handelsketten in Deutschland überzeugt und sie bieten seit einigen Jahren Rosen und andere fair gehandelte Waren in den Supermärkten an. Bei Rosen trägt mittlerweile jede dritte Rose, die hier verkauft wird, ein Fairtrade-Siegel. Im letzten Jahr stieg der Umsatz trotz der Pandemie um sieben Prozent.

Fairtrade-Kaffee und Fairtrade-Schokolade waren im letzten Jahr weiter beliebt und wurden im Einzelhandel stärker verkauft. TransFair Deutschland sieht dies daran begründet, dass es sich viele Menschen im Lockdown zuhause gut gehen lassen und es sich mit Blumen, Kaffee und Süßigkeiten in den eigenen vier Wänden gemütlich gemacht haben.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Gesamtumsatz ging zurück

Der Gesamtumsatz von Fairtrade-Produkten ging jedoch im letzten Jahr um fünf Prozent auf etwas weniger als zwei Milliarden Euro zurück. Dies hängt damit zusammen, dass Mensen, Kantinen, Restaurants und Cafés, die diese Produkte führen, nicht wie gewohnt arbeiten konnten. Auch bei der Deutschen Bahn gibt es seit einigen Jahre fair gehandelte Produkte, vor allem Kaffee. Dieser Geschäftsfelder für fair gehandelte Produkte sind im letzten Jahr fast ganz eingebrochen bzw. wurden deutlich zurückgefahren. Dies gilt auch für fair gehandelte Baumwolle, da deutlich weniger Textilien verkauft wurden als in den Jahren zuvor. Nach der Pandemie könnte die Nachfrage aber wieder anziehen, zumal jetzt schon wieder mehr Menschen mit der Bahn unterwegs sind.

Problematisch sind aber Bananen, bei denen es einen harten Preiskampf gibt. In einigen Supermärkten ist ein Kilo Bananen schon für 77 Cent zu haben. Laut TransFair Deutschland können mit diesem Preis keine auskömmlichen Löhne gezahlt werden. Fair gehandelte Bananen sind daher etwas teurer, aber ein Preis von 1,09 Euro wie zum Beispiel bei Lidl ist sicher für viele Menschen ebenfalls bezahlbar.

Kleine Läden als Ergänzung zum Onlinehandel

Veränderte Bedingungen auf dem Weltmarkt

Allerdings bieten aufgrund des Wettbewerbs im Lebensmitteleinzelhandel viele Supermärkte ein Kilo Bananen für weniger als einen Euro an. Lidl hatte beispielsweise 2019 angekündigt, ausschließlich Fairtrade-Bananen verkaufen zu wollen. Diese Entscheidung wurde zwischenzeitlich wieder zurückgenommen.

Auf dem Weltmarkt verändern sich die Bedingungen – nicht erst seit der Corona-Pandemie. Laut Einkäufern des Großhandels sei es nicht mehr so einfach, alle Produkte in ausreichender Menge und Qualität zu finden. Der Klimawandel sowie materielle Probleme in den Erzeugerländern haben dazu geführt, dass es viele junge Menschen dort vom Land in die Stadt zieht. Diese Menschen arbeiten dann nicht mehr auf den Feldern und in der Folge sinkt die Produktion.

Fairtrade International setzt sich für garantierte Mindestpreise auf alle Produkte ein und will Bauernfamilien eine Perspektive geben. Daher seien laut Nyagoy Nyong’o, der Chefin von Fairtrade International, die Partner von Fairtrade besser durch die Corona-Pandemie gekommen und kommen auch mit dem Thema Klimawandel besser zurecht. Fairtrade garantiert nicht nur faire Preise, sondern zahlt auch Prämien, die für Bildung, Gesundheitsversorgung und der Verbesserung der Wohnsituation eingesetzt werden. In der Coronakrise konnte auf diesem Weg beispielsweise Saatgut gekauft werden.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Weiter keine Standards für fairen Handel

Die Organisation arbeitet bisher vor allem im landwirtschaftlichen Bereich. Bei Textilien gibt es aber weiter keinen internationalen Standard für fairen Handel. Es gibt zwar einige Siegel für fair hergestellte Textilien, die aber unterschiedliche Faktoren berücksichtigten. Fairtrade International arbeitet an einem Siegel, das sich auf die ganze Lieferkette vom Baumwollanbau über das Nähen bis zum Verkauf im Laden bezieht, was aber ein sehr komplexer Vorrang ist. Auch die Politik könnte Mindeststandards festlegen. Derzeit wird über das Lieferkettengesetz diskutiert. Schon zuvor wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit das Label „Grüner Knopf“ auf den Weg gebracht, was vielen Beteiligten aber noch nicht ausreicht.

Kleine Läden profitieren von Krise

2.500 Aktien bei XTB

Bei XTB können Trader Aktien aus den unterschiedlichsten Branchen handeln. Der Handel mit 2.500 Aktien von 16 Börsen erfolgt über die xStation 5. XTB bietet von den angebotenen Börsen auch kostenfreie Echtzeitkurse an. Der Handel ist bis zu einer monatlichen Handelssumme von 100.000 Euro ohne Kommissionen möglich. Auf der Handelsplattform des Brokers finden Trader auch Indikatoren, Charts und Werkzeuge wie einen Trading-Rechner.

Wer bei XTB bereits CFDs handelt, benötigt kein zweites Konto oder Depot. Trader entscheiden sich oftmals für das Standard-Konto des Brokers. Eine Mindesteinzahlung gibt XTB nicht vor. Einzahlungen sind auf mehreren kostenlosen Wegen möglich. Bei Auszahlungen müssen Trader bis zu einer bestimmten Summe mit Gebühren rechnen. Das Angebot von XTB kann, laut unserer XTB Depot Erfahrungen, vor der Eröffnung eines Live-Kontos über ein XTB Demokonto getestet werden.

XTB informiert seine Trader auch über Marktnachrichten und Analysen über aktuelle Entwicklungen an den Märkten. Zudem ist der Schulungsbereich breit aufgestellt. Auch erfahrene Trader finden hier viele Informationen. Regelmäßig finden Webinare mit Trading-Profis statt. Viele Fragen beantwortet auch der Kundenservice von XTB in Frankfurt.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Fazit: Läden in der Nähe ergänzen Onlineshopping

Neben dem Onlinehandel profitieren auch kleinere Läden von der Pandemie. Das Einkaufen im Laden um die Ecke hat sich für viele Menschen zur Ergänzung zum Onlineshopping entwickelt. Dabei achten viele Menschen auch mehr auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Auch fair gehandelte Produkte waren im letzten Jahr gefragt.

XTB bietet Aktien aus den unterschiedlichsten Branchen von 16 Börsen an. Alternativ finden Trader bei XTB auch CFDs. Beide Handelsklassen werden über nur ein Konto gehandelt, für das keine Mindesteinzahlung notwendig ist. Auf der Handelsplattform des Brokers finden Trader viele hilfreiche Tools und Charts.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com