Apple Pay Banken – Deshalb prüfen Sparkassen die Apple Pay Einführung!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 04.03.2020


Der Start von Apple Pay in Deutschland wurde von Apple-Fans lange herbeigesehnt. Immerhin ist der mobile Bezahlservice von Apple schon seit 2014 nutzbar. Unter Zugzwang geriet Apple im Juni 2018 als Google Pay Deutschland eingeführt wurde. Apple-Chef Tim Cook kündigte den baldigen Start im Herbst des gleichen Jahres an. Schnell machten Gerüchte die Runde, welche Banken Partnern von Apple Pay vom Start weg dabei sein würden und welche Geldinstitute auf andere Lösungen für das kontaktlose Bezahlverfahren setzen würden. Seit Mitte Dezember 2018 ist Apple Pay verfügbar. Auch wenn im Vergleich zum Konkurrenten die Zahl der teilnehmenden Apple Pay Deutschland Banken etwas höher ausfiel, wurden einige erwartete Partner vermisst. In unserem Ratgeber beschäftigen wir uns mit dem Thema Apple Pay Deutschland teilnehmende Banken. Wir geben außerdem einen Ausblick auf die künftige Entwicklung.

  • Zum Bezahlen mit Apple Pay wird Kreditkarte benötigt
  • Zahlreiche renommierte Banken sind noch nicht dabei
  • iPhone-Bezahldienst bankenunabhängig nutzen
  • Sparkassen prüfen Apple Pay Einführung

Jetzt zum Testsieger N26!

Apple Pay Deutschland Banken bei Einführung und heute

Mit dem Start von Apple Pay Deutschland im Dezember 2018 erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch der iPhone-User und natürlich auch vieler Ladeninhaber und Betreiber von Online-Shops. Die beteiligten Banken durften für eigene Produkte rund um den mobilen Apple-Bezahldienst Werbung machen. Was manchen der Branchenkenner verwunderte, war die Tatsache, dass der Kreis der Partnerbanken bei Einführung des mobilen Bezahlsystems von Apple überschaubar war. Zahlreiche Geldinstitute, die in Deutschland gut positioniert sind, verpassten den Starttermin aus bestimmten Gründen. Während einige mit der Implementierung ins eigene System nicht rechtzeitig fertig wurden, entscheiden sich andere bewusst für eine Beobachterrolle. Ob die eigene Kreditkarte unterstützt wird, zeigt ein Apple Pay Deutschland Banken Vergleich auf.

Apple Pay Deutschland teilnehmende Banken: Diese Anbieter sind dabei

Apple ließ seinem größten Konkurrenten Google den Vortritt. Der auf Ende 2018 verlegte Deutschlandstart hatte auch seine Vorteile. Im Vergleich zum Markstart von Google Pay gibt es eine größere Anzahl an Partnerbanken. Zu den bei Einführung teilnehmenden Banken und Finanzinstituten gehören:

  • boon. (Wirecard Service)
  • bunq
  • comdirect
  • Deutsche Bank
  • Edenred Ticket Restaurant
  • Fidor BANK
  • Hanseatic Bank
  • HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG
  • N26
  • O2 Banking
  • VIMpay

(Quelle: Apple Support Webseite / https://support.apple.com/de-de/HT206637)

Hinzu kommen die bekannten Kreditkartenanbieter American Express, Visa und Mastercard sowie Maestro Karten. Lediglich American Express gibt eigene Kreditkarten. Herausgeber der Karten mit Visa und Mastercard sind jeweils Partnerbanken und weitere Geldinstitute. Die Fidor Bank zeigt mit der Entscheidung für Apple Pay besondere Kundenfreundlichkeit, denn mit Fidor Pay gibt es bereits eine eigene Mobile Payment Lösung, die ähnliche Features wie der Apple Bezahlservice aufweist.

Jetzt zum Testsieger N26!

Neue Apple Pay Banken Deutschland im Jahr 2019

Im Vorfeld der Apple Pay Einführung wurden Teilnehmerbanken wie Commerzbank, ING und DKB gehandelt, die beim Deutschlandstart vermisst wurden. Einige haben sich bereits geäußert, dass sie sich mit der Implementierung befassen. Von der comdirect-Mutter Commerzbank gibt es diesbezüglich aktuell kein Statement oder Hinweise auf technische oder vertragliche Gründe.

Das verwundert, denn beim Konkurrenten Google Pay waren Commerzbank und comdirect von Anfang an mit an Bord. Zu den Startteilnehmern wurden DKB und ING gezählt, doch haben sie einen funktionierenden Workaround nicht rechtzeitig hinbekommen. Die Santander-Bank fehlt in Deutschland bisher, obwohl sie in anderen Ländern bereits Apple Pay Partner ist.

Apple verstärkt weltweit seine Bemühungen, Apple Pay auf eine breite Basis zu stellen. Fast täglich kommen neue Apple Pay Partner hinzu. Auch in Deutschland werden 2019 weitere Banken, Geldinstitute und FinTechs eine Apple Pay Unterstützung anbieten. Fest gerechnet wird dabei mit:

  • Consors Bank
  • Consors Finanz
  • DKB
  • ING
  • Revolut
  • Sodexo
  • Crosscard
  • Fleetmoney
  • Viabuy

Diese bekannten privaten Geldinstitute finden sich derzeit nicht unter den Apple Pay Banken Deutschland und beobachten mehr oder weniger den Markt des Mobilen Payments:

  • 1822direkt
  • Augsburger Aktienbank
  • Commerzbank
  • LBBW
  • Norisbank
  • Oldenburgische Landesbank
  • Postbank
  • Sparda/Volksbank
  •  Targobank
  • Wüstenrot

Jetzt zum Testsieger N26!

Apple Pay mobil payment

Was ist mit den Sparkassen und Genossenschaftsbanken?

Bislang ist der mobile Bezahldienst von Apple in Deutschland auf die Kooperation mit den privaten Banken ausgerichtet. Dafür gibt es Gründe. Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben eigene Bezahllösungen entwickelt und sich frühzeitig gegen eine sofortige Einführung von Apple Pay ausgesprochen. Zumindest bei den Sparkassen hat ein Umdenken eingesetzt. Äußerungen seitens des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) lassen erkennen, dass das iPhone als Geldbörse in naher Zukunft für Sparkassen-Kunden möglich sein könnte. Die Sparkassen prüfen die Implementierung von Apple Pay neben der eigenen mobilen Bezahl-App.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben 2018 eigene Bezahl-Apps an den Start gebracht. Mobile Payment funktioniert über die Apps auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Während Google Dritten einen Zugang zum System gewährt, ist beim iPhone der Zugriff auf den NFC-Funkchip nicht möglich.
Die Sparkassen haben beim Marktstart auch auf Google Android gesetzt, weil der überwiegende Teil der deutschen Handybesitzer ein Gerät mit diesem Betriebssystem besitzt. Das Verhältnis von Android zu iOS Geräten beträgt etwa 80 zu 20.

Erste Zahlen zum Nutzungsverhalten nach dem Apple Pay Start zeigen, dass sich iPhone-Nutzer für das kontaktlose Bezahlen mehr als Android-Anwender begeistern. Der Vorteil der hauseigenen mobilen App der Sparkassen ist, dass auf Android-Geräten eine Unterstützung der eigenen Girocard vorgesehen ist.
Die Girocard ließe sich durch die Einführung einer virtuellen Kreditkarte mit und ohne Verfügungsrahmen weitgehend ersetzen. Dort wo die reguläre Girocard kontaktlos funktioniert, kann per Smartphone bezahlt werden. Experten meinen, dass die Beteiligung an den Margen die entscheidende Frage ist. Sparkassen und Genossenschaftsbanken müssten sich Gebühreneinnahmen mit Visa, Mastercard und Apple Pay teilen. Für Apple Pay spricht die technische Architektur. Für die Kunden der Sparkassen ist diese hochsichere und private Lösung von Interesse.

BW Bank mit Sonderstatus

Einen Sonderstatus nimmt die BW Bank (Baden-Württembergische Bank) ein. Sie ist einerseits Sparkasse mit eigenem Payment-System und andererseits bekannt als innovationsfreudiges Institut. Die BW-Bank bietet ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen mit Smartphone und Wearables an. Verwendet werden dabei auf dem Smartphone digital gespeicherte Debitkarten und Kreditkarten. Besitzer einer Fitbit Smartwatch können gleichfalls kontaktlos bezahlen.

Auf dem Smartphone besteht eine Wahlmöglichkeit zwischen den zwei Anwendungen Kreditkarten oder Debitkarte. Kreditkarten können für das mobile Bezahlen mit Google Pay aktiviert werden. Für die Nutzung von Debitkarten steht die „BW-BankCard Pay“ App im Google Play Store bereit. Technische Vorgaben erlauben derzeit Services für Android-Smartphones.

Fitbit Pay ist bei den Smartwatches Versa und Ionic nutzbar. Dazu muss der User seine BW-Bank Visa-Kreditkarte digitalisiert in der Smartwatch hinterlegen. Die Sicherheit der Daten wird durch die Visa-Tokenisierung und Sicherheitsstandards der BW-Bank gewährleistet.

Ob Apple Pay zu Google Pay und Fibit Pay dazu kommt, ist aktuell nicht bekannt. Da die BW Bank auf der Banking-Plattform wie andere Apple Pay Partner aufsetzt, sollte die technische Umsetzung keine zu große Hürde darstellen.

Jetzt zum Testsieger N26!

Kreditkarte von iPhone-User wird nicht unterstützt: Was nun?

Die auf der offiziellen Seite gelisteten Apple Pay Banken Deutschland sind von ihrer Teilnehmeranzahl her umfangreicher als das beim Google Pay Deutschland Start der Fall war. Allerdings ist Googles Service einem größeren Kundenkreis zugänglich. Das besondere Highlight ist die PayPal-Unterstützung, womit der Bezahldienst von Google bei einem Großteil der Banken und Sparkassen unabhängig einer Google Pay Anbindung genutzt werden kann. Deutsche Bankkunden können mit dem in Google Pay implementierten PayPal ohne offizielle Google Pay Partnerbank und eigene Kreditkarte bezahlen.

Für iPhone-User gibt es keine derartigen Alternativen. Der Apple Bezahldienst ist zum einen nur auf eigene Apple-Produkte festgelegt. Zum anderen ist das System für Dritte geschlossen. Die Implementierung von Apple Pay in ein eigenes System ist bisher nicht gestattet.

Apple Pay Kreditkarte

iPhone-User, deren Kreditkarte nicht unterstützt wird, haben einige Wahlmöglichkeiten. Eine betrifft die Eröffnung eines neuen Girokontos bei einer teilnehmenden Bank. Mit dem kostenlosen N26 Girokonto, comdirect Girokonto, O2 Banking Konto oder Fidor Bank Girokonto ist Apple Pay gleichfalls verfügbar. Bei der comdirect erhalten neue Kunden eine Prämie von bis zu 148 Euro. Bei der Deutschen Bank erhalten Kunden bis 30 Jahre ein kostenloses Girokonto auf Wunsch mit kostenloser virtueller Kreditkarte. Nicht jeder iPhone-User möchte ein neues Girokonto eröffnen, muss er auch nicht. Denn es gibt eine bankenunabhängige Lösung. Gemeint ist die Beschaffung einer American Express Kreditkarte, die es über Payback kostenlos gibt. Eine andere Lösung ist eine kostenlose Kreditkarte, die mit dem eigenen bestehenden Girokonto verknüpft werden kann. Die Hanseatic Bank bietet die GenialCard Kreditkarte ohne Kontowechsel aktuell mit 50 Euro Startguthaben. Vom bestehenden Girokonto und Referenzkonto werden die Umsätze abgebucht. Der Verfügungsrahmen der Kreditkarte ohne Jahresgebühren reicht bis zu 2.500 Euro.

Die für die Apple Pay Nutzung notwendige Kreditkarte lässt sich in einer rein virtuellen Form u.a. mit der App von Boon und dem Zahlungsdienstleister VIMpay besorgen.

Jetzt zum Testsieger N26!

Apple Pay verwenden: Einfach und sicher mit iPhone bezahlen

Um Apple Pay ist ein mobiles Bezahlsystem, welches für die eigenen Produkte von iPhone über Apple Watch bis iPad vorgesehen ist. Nutzer können es verwenden, nachdem sie ihre Kredit- oder Debitkarte auf dem mobilen Gerät hinterlegt haben. Hinterlegt werden können acht bis zwölf Karten pro Gerät. Diese Karten müssen von einer der teilnehmenden Banken u.a. comdirect, Deutsche Bank, Hanseatic Bank oder N26 ausgegeben worden sein. Alle teilnehmenden Institute und Fintech-Anbieter gibt es in einer Übersicht im Apple Pay Deutschland Banken Vergleich.

Bei den Händlern mit Apple Pay besteht die Möglichkeit, deren Kundenkarten zur Apple Wallet hinzuzufügen. Die Karten lassen sich so einstellen, dass sie beim Betreten des Geschäfts automatisch im Sperrbildschirm erscheinen. Der Nutzer wird so erinnert, Punkte zu sammeln. Apple Pay funktioniert einfach und sicher. Die Kartennummer oder andere persönliche Daten im Rahmen einer Transaktion werden zu keinem Zeitpunkt auf dem Gerät oder Apple Servern abgespeichert.

Bezahlung auf Webseiten und in Apps

User können mit Apple Pay online bezahlen im Safari-Browser, auf Webseiten und in Apps. Ausgelöst wird der Bezahlvorgang durch Klicken auf den „Bezahlen mit Apple Pay“-Knopf. Das jedesmalige Eingeben von Kontakt-, Adress- und Zahlungsdaten entfällt. Die Bestätigung der Bestellung geschieht per Fingerabdruck oder Passwort. Die letzten zehn Transaktionen werden im Wallet angezeigt, sodass getätigte Transaktionen überprüft werden können. Teilnehmende Händler ersparen ihren Kunden das Erstellen eines zusätzlichen Accounts und das Ausfüllen irgendwelcher Online-Formulare.

Apple Pay Sicherheit

Bezahlen in Geschäften

Eine Mobile Payment Anwendung wie Apple Pay soll vor allem das Bezahlen in Geschäften vereinfachen, wobei anstelle von Bargeld oder Kreditkarte per Smartphone zum Einsatz kommt. Geschäfte mit Apple Pay Service lassen sich an einem Apple Pay- und NFC-Symbol ausmachen. Werden diese Symbole angezeigt, werden kontaktlose Zahlungen im Laden akzeptiert. In Deutschland bieten bereits viele Einkaufs- und Supermarktketten diesen Service an. Zu den Händlern und Geschäften gehören u.a. Edeka, Kaufland und Real, bekannte Lebensmitteldiscounter wie ALDI, Lidl und Netto, Fast Food-Läden. Mit dem iPhone kann in Elektrofachmärkten wie Saturn, Mediamarkt und Cyberport sowie bei Tschibo und Tankstellen (Shell, Aral) bezahlt werden. Zu den Apple Pay kompatiblen Apps gehören u.a. easyJet, Flixbus, Ryanair und Zalando. Wie in anderen Ländern werden Nutzer bald in vielen Restaurants, Taxis, an Ticketautomaten und anderen Orten mit dem Smartphone bezahlen können.

Im Geschäft funktioniert das Bezahlen, indem über das Mobilgerat die für Apple Pay aktivierte virtuelle Kreditkarte aufgerufen wird und an der Kasse an das Lesegerät gehalten wird. Beim Bezahlen mit dem iPhone haben Kunden bei der Kaufbestätigung die Wahl zwischen der Autorisierung über Face ID oder Touch ID. Es braucht weder PIN-Eingabe noch Unterschrift. Wird mit der Apple Watch bezahlt, reicht zur Bestätigung ein Doppelklick aus. Die eigentliche Authentifizierung findet bereits beim Anlegen der Uhr statt.

Jetzt zum Testsieger N26!

Viele Chancen für Händler

Mobile Wallets nehmen immer mehr Händler als Zahlungsmethode auf. Die Bezahlvorgänge mit Smartphones und Tablets online übersteigen die der Desktopcomputer. In Deutschland soll die Nutzerzahl von Mobile Payments im Jahr 2021 über 6 Millionen Nutzer betragen. Weltweit wächst die Anzahl der Apple Pay Nutzer. Wie die Zahlen der verkauften Smartphone weltweit deutlich zeigen, nimmt die Nutzung von Mobilgeräten stetig zu. Ein kundenorientierter Händler muss unkomplizierte mobile Zahlungssysteme anbieten. Das schließt neben der Bereitstellung gängiger Zahlungsmethoden über Mobile Wallets vereinfachte 1-Click-Zahlungen ein.

Apple Pay Geschäfte

Jetzt zum Testsieger N26!

Fazit: Zahl der Apple Pay Deutschland Banken wird 2019 zunehmen

Nicht nur viele iPhone-User dürften sich beim Deutschlandstart von Apple Pay über so manch ein Geldinstitut gewundert haben. Nicht weil sie zu den teilnehmenden Apple Pay Deutschland Banken gehörten, sondern weil sie der Einführung fernbleiben. Banken wie ING, DKB oder Consorsbank werden sich 2019 zu den Partnern von Apple Pay gesellen. Selbst die Sparkassen, die lange Zeit die eigene Lösung favorisierten, führen mittlerweile Gespräche über eine Einführung des Apple Bezahlsystems.

Mobile Payment wird in den kommenden Jahren in Deutschland an Bedeutung gewinnen. Längst nutzen deutsche Smartphone-Besitzer ihr Gerät über den alltäglichen Gebrauch hinaus nicht nur zum Telefonieren, zum Spielen oder zum Surfen auf Social Media Plattformen. iPhone User schätzen die Zeitersparnis beim Bezahlen mit einem Mobile Wallet ohne Heraussuchen der Bankkarte, PIN-Eingabe und Unterschreiben des Belegs. Die Verwendung von Finger Scan oder der Face ID sorgen für eine erhöhte Sicherheit. Wer mit der Apple Watch bezahlt, muss zur Bestätigung nur doppelt Klicken. Einfacher und schneller ist kein vergleichbares System. Eine Bank, die hier eine vorhandene Chance liegen lässt, wird von der zukünftigen Entwicklung und ihren Kunden bestraft.