Apple Pay Android – Alles zur Frage, ob und wie Apple Pay auf Android funktioniert!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 04.03.2020


Mobiles Bezahlen soll 2019 deutschlandweit seinen Durchbruch schaffen. Das hoffen oder besser das versprechen sich die teilnehmenden Banken und Händler von der Einführung der mobilen Bezahldienste Google Pay (06/2018) und Apple Pay (12/2018). Smartphones sollen in naher Zukunft Kreditkarten und Geldbörse ersetzen bzw. unnötig machen. In Deutschland halten Verbraucher stark am Bargeld fest. Zahlungen mit Kreditkarten können hier schon nicht mehr mit Bargeldzahlungen mithalten. Ob es in Zukunft hierzulande verstärkt Zahlungen per Smartphone geben wird, bleibt abzuwarten. Google Pay Deutschland hat zumindest auf die mobilen Bezahllösungen aufmerksam gemacht. Apple Fans gelten als kauffreudiger und lassen sich leichter für moderne Trends begeistern. Apple Pay kann von einer starken Marke profitieren. Jetzt müssen noch die Banken und Finanzdienstleister mitziehen, denn die Liste der teilnehmenden Institute ist überschaubar. Da die Zahl der Android-Nutzer, die der Apple-Kunden deutlich übersteigt, schauen wir uns Apple Pay Android an. Wie kompatibel ist Apple Pay mit Googles Smartphone-Betriebssystem?

  • Zwei mobile Payment-Lösungen für Apple- und Android-Nutzer
  • Hohe Marktabdeckung durch Apple Pay und Google Pay
  • Kein Apple Pay für Android-Smartphones
  • Google Pay auf iPhone in den USA eingeschränkt einsetzbar

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Apple Pay Android: Geht das?

Die Antwort, ob es Apple Pay für Android gibt, ist keine große Überraschung. Es geht natürlich nicht! Apple Pay und Android passen nicht zusammen. Wer sich mit den beiden Technikkonzernen Apple und Google Alphabet und deren Produktstrategien etwas auskennt, weiß dass sich die beiden möglichst aus dem Weg gehen, was Partnerschaften anbelangt. Ein offenes wie Googles Android und ein geschlossenes System wie Apples iOS können nicht miteinander kooperieren. Aus der Sicht von Google wären durchaus Möglichkeiten vorhanden. Doch Apple wehrt alle Versuche ab, sein System in irgendeiner Weise Dritten zugänglich zu machen. Dabei müsste Apple lediglich die NFC-Schnittstelle für Dritte freigeben.

Um Apple Pay nutzen zu können, ist der Besitz eines iPhones oder anderen Apple-Gerätes unumgänglich. Es existiert zwar für Android keine Apple Pay App, doch umgekehrt ist Google Pay auf iPhones zumindest in den USA freigeschaltet. Im dortigen App Store von iTunes gibt es die Google App zum Download.
In Deutschland wird damit gerechnet, dass Google Pay als App für iOS-Geräte irgendwann freigeschaltet wird. Der Apple-Konzern dürfte aktuell nicht besonders daran interessiert sein. Es macht durchaus Sinn iPhone-Nutzer noch eine Zeit lang von Google Pay fernzuhalten, bis sich Apples Bezahldienst etabliert hat. Theoretisch könnte Google irgendwann auch Apple Pay für Android erlauben, allerdings hängt das in der Praxis ja allein von Apple ab.

Apple Pay mobil payment

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Mobiles Bezahlen mit Apple und Google

Apple Pay und Google Pay sind die mobilen Bezahlservices der Internetunternehmen Apple und Google. Der Bezahldienst Google Pay ging 2015 (damals als Android Pay) an den Start. Apple brachte bereits ein Jahr zuvor seinen Bezahldienst Apple Pay in den USA auf den Markt.

Durch Mobile Payment verwandelt sich ein Smartphone in eine Geldbörse. Diese funktioniert gleich einer kontaktlosen Karte (Kredit- oder Debitkarte). Zum Bezahlen wird anstelle der Karte ein Smartphone (oder eine Smartwatch) an ein Lesegerät am Kassenterminal gehalten. In Deutschland war die Einführung von Google Pay im Juni 2018. Der Deutschlandstart von Apple Pay erfolgte im Dezember 2018.

Kontaktlos Bezahlen per NFC-Smartphone

In den letzten Jahren vereinfachten sich Zahlungen mit Kreditkarten und anderen Bankkarten, da neue Karten mit einem NFC-Chip ausgegeben wurden, sodass sie zum kontaktlosen Bezahlen an der Ladenkasse eingesetzt werden konnten. Beim kontaktlosen Bezahlen per NFC müssen Käufer ihre Visa, Mastercard oder Girocard an das Zahlungsterminal halten. Das vereinfacht das Bezahlen, denn sie müssen Karte nicht aus der Hand geben. NFC erlaubt nicht nur das Auslesen der Daten von den NFC-Karten über geeignete Lesegeräte. NFC erlaubt das Auslesen der Daten über Smartphones, so wie es bei Apple Pay und Google Pay geschieht.

Es wird nicht notwendig, die eigene Kreditkarte in der üblichen Plastikform dabei zu haben. Es gibt einige Voraussetzungen, die dabei erfüllt sein müssen. Eine davon ist, bei der richtigen Bank zu sein. Und der Nutzer muss über ein passendes Gerät mit NFC verfügen. Bei der weiten Verbreitung von Android sollte das für einen Großteil der Verbraucher kein Problem darstellen. Wählen kann der User nicht. Hat er ein Android-Smartphone, dann kann nur mit Google Pay am mobilen Bezahlen teilnehmen. Besitzer von iPhone und Apple Watch dürfen mit Apple Pay bezahlen. Beide Anbieter berechnen ihren Nutzern keine Gebühren für Zahlungen per Smartphone. Gebühren fallen für die normale Nutzung der Kreditkarte an.

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Mobile Payment in Deutschland: So sind die Voraussetzungen

Deutsche Verbraucher haben großes Vertrauen in Bargeld und das zeigen sie jeden Tag beim Bezahlen an der Ladenkasse. Die Statistik des allgemeinen Zahlungsverhaltens zeigt, dass Bargeld weit vor Zahlungslösungen wie Gircard, Kreditkarte oder Smartphone Pay rangiert. Weder Google noch Apple können sich daher sicher sein, dass es in naher Zukunft zu einer flächendeckenden Verbreitung der Dienste kommt. Zumindest wird dies kein Selbstläufer. Rein aus technischer Sicht könnte sich ein mobiler Bezahldienst auf eigentlich jedem Smartphone befinden.

Kontaktloses Bezahlen hierzulande ist seit der Einführung der ersten NFC-Kreditkarten und mittlerweile an vielen Stellen möglich. Deutschlandweit existieren 820.000 Akzeptanzstellen. Zu den Geschäften zählen Lebensmitteldiscounter, Lebensmittelketten, Technikmärkte und Fastfoodketten. An etwa 80 Prozent aller Terminals ist deutschlandweit kontaktloses Bezahlen mit Kreditkarte und Smartphone möglich. Apples und Googles Bezahldienste machen den Griff zum Portemonnaie unnötig. Bezahlen mit iPhones oder Android-Smartphones geht einfacher und schneller. Am schnellsten und sogar freihändig geht Bezahlen mit Apple Pay und Google Pay per Apple Watch bzw. Smartwatch. Beim Bezahlen mit der Apple Watch reicht ein Doppelklicken für die Kaufbestätigung und Zahlungsauslösung aus.

Mit Smartphones ist das Bezahlen nicht nur in Ladengeschäften, sondern ebenfalls in Apps und auf Webseiten möglich. Beim Einkaufen in Onlineshops oder anderen Webseiten entfällt das Anlegen eines neuen Accounts. Alle kaufrelevanten Daten der Käufer erhalten die Händler über Apple Pay oder Google Pay. Die Bezahldienste Google Pay und Apple Pay sind weltweit und auch in einigen unserer Nachbarländer (Frankreich, Schweiz, Dänemark, Polen) verbreitet. Stetig kommen weitere Destinationen und neue teilnehmende Banken dazu.

Apple Pay Voraussetzungen

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Mit welchen Geräten können die Bezahldienste verwendet werden?

Wie der Name Apple Pay vermuten lässt, ist der Bezahldienst mit Apple-Geräten nutzbar. Qualifiziert sind Geräte ab Modell iPhone 6 sowie iPads und Apple Watches. Einsetzbar ist der Apple-Mac ab Baujahr 2012, wobei für die Authentifizierung des Nutzers eines der qualifizierten iOS-Geräte notwendig ist. Über einen Touch-ID-Sensor für die Sicherstellung der Authentifizierung verfügt das Macbook Pro mit Touch-Bar.

Google Pay ist ein Angebot alle NFC-fähigen Android-Smartphones ab Android 4.4 Kitkat. Notwendig zur Funktion ist eine aktive Geräte-/Displaysperre. Für Google Pay nicht geeignet sind gerootete Smartphones, da diese ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Installieren lässt sich Google Pay auf bestimmten WearOS-Smartwatches. Von Seiten Googles gibt es diesbezüglich keine Liste der passenden Modelle. Bei der Verwendung auf dem Desktop ist der Bezahldienst nicht wie bei Apple mit Safari an einen Browser gebunden. In den USA werden weitere Funktionen wie Senden von Geld an Freunde (Apple Pay Cash, Google Pay Send) angeboten.

Apple und Google Pay einrichten

Wer den jeweiligen mobilen Bezahldienst verwenden möchte, muss gewisse Bedingungen erfüllen. Dazu gehören ein zulässiges Gerät sowie eine Karte einer teilnehmenden Bank. Bei beiden Diensten muss eine Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte hinterlegt werden. Die Einrichtung auf den Geräten bzw. in der App verläuft ähnlich.

Das Hinzufügen einer Kreditkarte auf iPhone und iPad geschieht über das Apple Pay Einrichtungsmenü. User haben die Wahl, ob die Einstellungen-App am iPhone oder die Wallet-App nutzen. Die Geldkarte lässt sich per Kamera scannen oder die Kartenkarten werden manuell eingegeben.

Google Pay App ist im Play-Store verfügbar. Nach dem Installieren lässt sich eine teilnehmende Kreditkarte per Scanfunktion oder per Hand hinzufügen. Sind die Kartendaten aufgrund von Abnutzung nicht gut lesbar, funktioniert das Scannen nicht ausreichend gut. Dann wird die manuelle Eingabe zur einzigen Option.

Apple Pay Kreditkarte

Apple Pay und Google Pay nutzen

Nutzen lassen sich Apple Pay und Google Pay mit ausgewählten Kredit- und Debitkarten. Die hierzulande sehr häufig eingesetzte Girocard wird nicht unterstützt. Indirekt ist das bei Google Pay möglich. Dort lässt sich Paypal einbinden, wo die Girocard neben einer Kreditkarte hinterlegt sein kann. Eine ebensolche Möglichkeit besteht bei beiden Bezahldiensten durch die Anbieter Boon. und VIMpay.

Nicht jeder wird die Kreditkarte seiner Lieblingsbank zum mobilen Bezahlen nutzen können. Viele Banken halten sich mit einem Engagement bei den Bezahldiensten bisher zurück.

Die Zahl der teilnehmenden Banken ist überschaubar. Bei Apple Pay wird sich im Laufe von 2019 der Kreis der unterstützenden Banken und weiterer Anbieter vergrößern. Die Sparkassen, Landesbanken und Genossenschaftsbanken haben ihr grundsätzliches Nein zu Apple Pay bereits aufgegeben. Sie führen mit Apple bereits Gespräche, um neben der eigenen Insellösung für Android-Geräte eine zusätzliche Anwendung für iPhone-User bereitstellen zu können.

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Welche Karten werden in Apple Pay unterstützt?

Um mit iPhone oder Apple Watch an einer Ladenkasse oder online zahlen zu können, muss die von Apple bereitgestellte Wallet-App auf dem Gerät nutzbar sein. In der Wallet werden Karten hinzugefügt und die Kartendaten digitalisiert. Beim Bezahlen an einem NFC-Kassenterminal wird das iPhone dann nah an das Lesegerät gehalten, sodass ein Datenaustausch bzw. die Übertragung der Bankdaten stattfinden kann.

Apple Pay funktioniert mit den Anbietern American Express, Boon., Bunq, Comdirect Bank, Deutsche Bank, Edenred Ticket Restaurant, Fidor Bank, Hanseatic Bank, HypoVereinsbank/UniCredit Bank, N26, O2 Banking, und VIMpay. Die beiden Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard (inklusive Maestro) sind gleichfalls dabei.

Für 2019 haben sich angekündigt: Consorsbank, Consors Finanz, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING, Revolut, Sodexo und Viabuy.
Dort wo kontaktloses Bezahlen möglich ist, ist Apple Pay nutzbar. Die Orte reichen von Lebensmitteldiscountern (Aldi, Netto, Lidl) über Drogeriegeschäfte (Rossman, DM) bis zu Tankstellen (Aral, Shell).

Hinzu kommen weitere Apps, wo mit Apple Pay gezahlt werden kann. Dazu gehören Booking.com, EasyJet, Flixbus, Hotels.com, Joom, Ryanair, Taxi Deutschland, Zalando und viele andere.

Apple Pay Banken

Bei Google Pay verwendbare Karten

Google Pay ist auf Android-Smartphones ab Android 4.4 Kitkat nutzbar. Es muss über eine installierte aktive Geräte-/Displaysperre verfügen und mit einer NFC-Schnittstelle ausgerüstet sein. Dann kann wie bei Apple Pay dort bezahlt werden, wo kontaktlose Kartenzahlungen möglich sind.

Google Pay bietet seinen Usern mit der PayPal-Integration einen großen Vorteil. Die hierzulande rund 20 Millionen PayPal Nutzer können sich mit Google Pay verbinden.

Zu den derzeit bei Google Pay teilnehmenden Banken gehören Boon., BW-Bank, Comdirect Bank, Commerzbank, N26 und Revolut sowie der alternative Zahlungsanbieter VIMpay. DKB und 1822direkt werden sich 2019 dazu gesellen.

Hier ist das Bezahlen mit Google Pay möglich: Kontaktloses Zahlen können User von Adidas und Aldi, über Hornbach und Media Markt bis Tchibo und vielen mehr.
Geeignete Apps, wo mit Google Pay bezahlt werden kann, sind Adidas, Asos, Deliveroo, Foodora, Hotel Tonight, GetYourGuide, Ryanair und Flixbus.

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Mit Google Pay ohne Authentifizierung bezahlen

Google erlaubt das Bezahlen kleiner Beträgen bis 25 Euro ohne PIN, wie das bei Kredit- oder Girokarten möglich ist. Dazu muss das Android-Smartphone nicht entsperrt werden.

Bei Zahlungsbeträgen über 25 Euro wird die Entriegelung des Smartphones per PIN-Eingabe oder Finger-Scan notwendig.

Bei Apple Pay muss das iPhone beim Zahlen grundsätzlich entsperrt sein. Die Identifizierung erfolgt per Face-ID oder Fingerabdruck/Touch-ID. Am einfachsten geht das Bezahlen mit der Apple Watch. Die Identifizierung erfolgt bereits beim Anleger der Watch. Zum Bestätigen von Zahlungen reicht ein Doppelklicken aus.

Einer der Vorteile von Apple Pay ist, dass Apple eigenen Angaben zu Folge weder Informationen über Transaktionen speichert noch einen Zugriff auf die Daten besitzt. Das geschlossene System von Apple bietet zusätzlich hohe Sicherheit. Bei Google Pay ist der Umgang mit Daten ein anderer.

Einer der Vorteile von Google Pay ist, dass PayPal integriert ist. Da PayPal hierzulande sehr beliebt ist, könnte sich ein Großteil der Bankkunden auch teilnehmende Bank mit Google Pay verbinden. Es handelt sich um rund 20 Millionen Paypal-Kunden. Ein Nachteil ist, dass Android ein offenes System ist und es von Unbefugten leichter manipuliert werden könnte.

Apple Pay bezahlen

 

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Fazit: Zwei grundverschiedene Betriebssysteme – Keine Apple Pay Android App verfügbar

Aktuell gibt es weder Google Pay iOS noch Apple Pay Android. Das ist vor allem aus Sicht auf Apple keine Überraschung. Apple hält sein System geschlossen und wird das in naher Zukunft nicht ändern. Ein offenes System wie das Googles Android wäre durchaus in der Lage, Google Pay auf Apple Geräte zu bringen. Im App Store in den USA ist Googles Bezahldienst gelistet. Verwendet werden kann er nur online. Denn solange die NFC-Schnittstelle nicht freigegeben wird, sind kontaktlose Zahlungen nicht möglich. Das wird auch kaum passieren, denn die NFC-Schnittstelle ist für Apple Pay reserviert.

Apple Pay und Google Pay sind zwei ähnliche Bezahlsysteme mit nur wenigen Unterschieden. Google Pay hat sich mit der PayPal-Implementierung viele Freunde unter Android-Usern hierzulande gemacht. Apple-Fans sind einfach nur froh, dass der mobile Bezahldienst endlich in Deutschland auch verfügbar ist.