Allianz: Neue Quartalszahlen fallen gut aus!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 18.05.2020


Letzte Woche veröffentlichte der Allianz-Konzern seine Geschäftszahlen zum ersten Quartal 2015. Beim ersten „Scannen“ der Zahlen fiel mir auf: Bei den wichtigen Kennzahlen gab es signifikante Verbesserungen. Umsatz und Gewinn legten solide zu.

Hier der Blick auf die konkreten Allianz-Zahlen:

Weiter zum Testsieger eToro: www.etoro.com/deInvestitionen bergen das Risiko von Verlusten

Allianz-Quartalszahlen: Die Eckdaten

  • Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 37,769 Mrd. Euro (Vorjahreswert: 33,963 Mrd. Euro). Ein Zuwachs von 11,2%
  • Das operative Ergebnis verbesserte sich um 4,8% auf 2,855 Mrd. Euro (entsprechender Vorjahreswert: 2,723 Mrd. Euro)
  • Das Ergebnis je Aktie erreichte 4,01 Euro: Ein Plus von 10,9% (Vorjahreswert: 3,62 Euro)

Den vollständigen Quartalsbericht der Allianz finden Sie unter folgendem Link:

Zahlen zum 1. Quartal 2015 der Allianz

Diese Zahlen hatten einige Marktteilnehmer positiv überrascht. Insbesondere beim operativen Gewinn – auch wenn der vom Zuwachs her deutlich hinter dem Umsatzzuwachs zurückblieb. Aber es hatte auch einige größere Kostenblöcke gegeben, wie die Sturmschäden „Niklas“ und „Mike“. Zudem hat es der Sektor Asset Management nach wie vor schwer. Der Hintergrund:

Allianz: Sektor „Asset Management“ hat es weiter schwer

Die Allianz ist der größte Versicherungskonzern Europas und hat entsprechend viel Anlagekapital. Mittel aus Lebensversicherungen oder Rücklagen für mögliche Schadensfälle – das konnte früher ordentlich zinsbringend in gut verzinste Staatsanleihen angelegt werden. Wie Sie wissen, bringen aber z.B. deutsche Bundesanleihen nur noch Mini-Zinsen. Zeitweise weniger als 0,2% pro Jahr gab es für 10jährige Bundesanleihen. Kein Wunder, dass es da einem Konzern wie Allianz schwerfällt, die Mittel gut anzulegen, auch im Hinblick auf die Garantieverzinsung für Lebensversicherungen!

Erstes Aufatmen wegen wieder gestiegener Renditen

Übrigens: Im April war die Rendite der 10jährigen deutschen Staatsanleihen zeitweise sogar unter 0,1% gefallen – danach kam es immerhin „dank“ eines deutlichen Kursrückgangs bei Bundesanleihen zu einem Anstieg um rund 0,5 Prozentpunkte. Versicherer wie Allianz dürfte so etwas auf mittelfristige Sicht durchaus freuen. Mehr als ein erstes Aufatmen für den Sektor „Asset Management“ ist das aber wohl nicht – denn auch das aktuell mit 10jährigen Bundesanleihen erzielbare Zinsniveau liegt noch unter dem Niveau der Garantieverzinsung, welche die Allianz bietet.

Asset Management trotz Niedrigzinsumfeld mit +555 Mio. Euro

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der Sektor „Asset Management“ bei der Allianz im ersten Quartal noch nicht glänzen konnte. Das operative Ergebnis sank den Firmenangaben zufolge um 14,0% auf 555 Mio. Euro (Vorjahr: 646 Mio. Euro).

Das Verhältnis von Kosten zu Einnahmen (Cost-Income-Ratio) ist mit 64,7% weiterhin in einem erfreulichen Bereich – hat sich aber gegenüber dem Vorjahresquartal (57,4%) spürbar verschlechtert.

Michael Dieckmann zeigt sich zuversichtlich

Insgesamt aber ist der positive Ausblick bzw. Rückblick des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Michael Dieckmann durchaus begründet. Auch die Rating-Agentur Standard & Poor´s lässt das Rating der Allianz auf hohem Niveau (AA), Ausblick „stabil“.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.