Aktuelle Spekulation: Begrenzen Ölförderländer die Produktion?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 16.03.2020


Von Seiten des iranischen Ölministeriums soll es heißen, ein Ölpreis von 70 US-Dollar je Barrel sei realistisch – man sei aber auch mit weniger zufrieden. Was bleibt auch anderes übrig? Der Ölpreis – Sorte Brent – steht aktuell schließlich bei rund 40 US-Dollar/Barrel. Immerhin: Seit den Januartiefs (unter 29 US-Dollar/Barrel bei der Sorte Brent) hat der Ölpreis einiges an Boden wieder gut gemacht. Nur sieht es derzeit so aus, als ob der Preiserholung die Luft ausgeht. Hier der Blick auf einige Details:

Gestern konnten die Ölpreise um rund 3% zulegen, weil es Signale von den Förderländern gab, die für den Ölpreis bullish waren. So ist einer dpa-Meldung zufolge für den 17. April ein Treffen diverser Ölförderländer geplant. Interessanterweise soll auch der Iran dabei sein – obwohl die Beziehungen zwischen Iran und Saudi Arabien und den Golfstaaten zuletzt durchaus angespannt war. Der Meldung zufolge sollen rund 15 Teilnehmerstaaten erwartet werden. Sollte es da eine Einigung über eine konkrete Begrenzung der Fördermengen geben, könnte das den Ölpreis wieder in einen Aufwärtstrend bringen. Doch abwarten – zu unterschiedlich sind die Interessen der wichtigen Ölförderländer! Denn:

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Am 17. April Treffen wichtiger Ölförderländer?

Länder wie Saudi Arabien haben im letzten Jahr die Strategie vertreten: Wir gehen auf „Masse“ und fördern weiter ohne Begrenzungen. Das ist zwar tendenziell bearish für den Ölpreis – und genauso kam es ja auch 2015 -, aber es hat den Nebeneffekt, dass einige Konkurrenten mangels Profitabilität aus dem Rennen gekickt werden können. Es war ein offenes Geheimnis, dass Saudi Arabien auf diese Weise die US-Öl-Fracking-Industrie abwürgen bzw. begrenzen wollte. Denn in der Tat: Bei Ölpreisen unter 50 US-Dollar/Barrel wurden da zahlreiche Bohrungen eingestellt. Dieses anvisierte Treffen am 17. April ist deshalb für die Entwicklung des Ölpreises in den nächsten Wochen tendenziell äußerst bedeutsam. Unabhängig davon gilt grundsätzlich:

Fundamentalanalyse: Sowohl statisch und dynamisch

Grundsätzlich gilt: Eine gute Fundamentalanalyse sollte sowohl statisch als auch dynamisch sein. Das bedeutet, dass eine statische Analyse untersucht, ob das Angebot über der Nachfrage liegt, unter selbiger oder ihr entspricht. Ein über der Nachfrage liegendes Angebot drückt bekanntlich tendenziell auf den Preis. Und bbei einem unter Nachfrage liegendem Angebot ist das Gegenteil der Fall. Für die Prognose der weiteren Entwicklung greift die statische Analyse allerdings in der Regel zu kurz. Denn dazu ist eine realistische dynamische Fundamentalanalyse unerlässlich. Bei dieser Analyse geht es dann darum, welche Richtung Angebot und Nachfrage nehmen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktie zu verkaufen oder zu kaufen. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine.