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Aktienanalyse Deutsche Bank Aktie – Stellenstreichungen könnte Mitarbeiter in Deutschland betreffen

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Die letzten Tage waren für die Aktie der Deutschen Bank sehr wechselhaft. Teilweise fand sich die Aktie mit Verlusten von minus 1,35 Prozent unter den letzten fünf im DAX wieder. Mit einem Preis von rund 6,30 Euro liegt die Aktie klar unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 9,96 Euro. Das 52-Wochen-Tief liegt mit 5,80 Euro nicht weit vom aktuellen Kurs entfernt.

Hintergrund für das Auf und Ab bei der Aktie der Deutschen Bank ist ein im Juli gestartetes Restrukturierungsprogramm. In diesem Zusammenhang soll nicht nur das Investmentbanking verkleinert, sondern auch 18.000 Arbeitsplätze in aller Welt abgebaut werden. Nun wurde bekannt, dass Deutschland vom Arbeitsplatzabbau wohl am stärksten betroffen sein wird.

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Hälfte aller Stellenstreichungen in Deutschland

Ein Insider sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass in Deutschland bis 2022 wahrscheinlich etwa 9.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Mitarbeiter im Privatkundengeschäft werden wohl besonders stark betroffen sein. Die Stellenstreichungen wurden von der Deutschen Bank selbst noch nicht bestätigt. Laut einer E-Mail wolle man keine Arbeitsfelder oder Regionen für Stellenstreichungen bekannt geben. Die Deutschen Bank sagte lediglich, dass es bei dem geplanten Abbau von 18.000 Stellen bleiben werde. Auch Deutschland sei davon betroffen, da hier der größte Standort der Bank ist. Die geplante Integration der Postbank ist in diese Zahl bereits eingerechnet.

Ende 2018 arbeiteten international noch 91.700 Menschen für die Deutsche Bank. Diese Zahl liegt deutlich höher als bei der Konkurrenz. Allein in Deutschland waren noch vor einigen Monaten etwa 41.700 Menschen für die Deutsche Bank tätig. Neben Mitarbeitern in Deutschland werden wohl auch viele Mitarbeiter der Bank in London ihre Stelle verlieren.

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Kosten im Privatkundengeschäft reduzieren

Die Deutsche Bank will vor allem ihre Kosten im Privatkundengeschäft verringern. Eine endgültige Entscheidung soll noch vor dem Investorentag im Dezember fallen. Derzeit suche Manfred Knof, der Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank in Deutschland, nach Einsparpotentialen in seinem Geschäftsbereich. Unter anderem wird geprüft, ob die zweite Zentrale des Privatkundengeschäfts in Bonn in einen Außenposten umgewandelt werden kann. Zudem könnte die separate rechtliche Struktur des Privatkundengeschäfts aufgelöst werden.

Sollte es sich in der Tat bewahrheiten, dass die Hälfte aller geplanten Stellenstreichungen Mitarbeiter in Deutschland betreffen, wird die Kritik wohl groß sein. Hier arbeiten jedoch 50 Prozent aller Mitarbeiter, daher ergibt die Maßnahme rechnerisch durchaus Sinn. Analysten gehen zudem davon aus, dass die Sparmaßnahmen nicht dabei helfen werden, die Erträge bis 2023 klar zu erhöhen. Hier spielt auch da aktuell schwierige Marktumfeld mit Negativzinsen und stärkeren Regulierungen eine Rolle. In Deutschland kommt zudem die Angst vor einer Rezession hinzu.

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Kosten um ein Viertel senken

Die Deutsche Bank will dennoch ihre bereinigten Kosten um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro reduzieren. Die Rendite soll auf acht Prozent erhöht werden. Ende September musste der Finanzchef der Deutschen Bank, James von Moltke, allerdings einräumen, dass aufgrund der niedrigen Zinsen ein Teil der geplanten Erträge für 2022 wegfallen werden. Die Bank muss nun Lösungen finden, wie dies abgefedert werden kann. Von Moltke brachte unter anderem höhere Gebühren und einen Ausbau des Provisionsgeschäfts ins Spiel.

Die lockere Geldpolitik der EZB macht nicht nur der Deutschen Bank zu schaffen. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagte schon vor einiger Zeit, dass die Zentralbanken aus seiner Sicht kaum noch Mittel hätten, um eine wirkliche Wirtschaftskrise effektiv abzudämpfen. Langfristig würden die Niedrigzinsen das Finanzsystem ruinieren. Bankmanager stehen vor der Aufgabe, ihre Institute stabil aufzubauen und in diesem Zusammenhang auch Stellen abzubauen.

Früher reagierte die Deutsche Bank oft mit dem Verkauf ganzer Geschäftszweige auf Krisen. Unter anderem wurden Einzelhandelsgeschäfte in Polen und Portugal verkauft. Derzeit plant die Deutsche Bank aber wohl keine Verkäufe. Neben der Deutschen Bank haben zuletzt auch andere Banken einen Stellenabbau angekündigt. Insgesamt planen Banken in Europa laut Recherchen von Bloomberg noch in diesem Jahr über 50.000 Arbeitsplätze abzubauen.

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Aktie zeigte sich Anfang September erholt

Anfang September erholte sich die Aktie noch und konnte sogar die 200-Tage-Linie, die langfristige Trends kennzeichnet, überschreiten. In den letzten Tagen geriet die Aktie der Deutschen Bank jedoch zunehmend unter Druck und fiel auch wieder unter die 200-Tage-Linie.

Anhand der Bilanzsumme und der Mitarbeiterzahl ist die Deutsche Bank weiterhin das größte Kreditinstitut in Deutschland. Neben dem Hauptsitz in Frankfurt am Main befindet sich unter anderem auch in London ein wichtiger Sitz. Das Investmentbanking mit der Emission von Aktien, Anleihen und Zertifikaten spielt für die Bank eine große Rolle. Dieser Geschäftszweig soll nun jedoch verkleinert werden. Die Marke DWS Investments ist derzeit der größte Anbieter von Publikumsfonds in Deutschland.

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Großbank als systemisch wichtig eingestuft

Das Financial Stabilty Board (FSB) sieht die Deutschen Bank als systemisch bedeutsames Finanzinstitut an. Aus diesem Grund unterliegt die Bank einer besonderen Überwachung und muss strenge Vorgaben einhalten, vor allem beim Eigenkapital. Da die Deutsche Bank international sehr stark eingebunden ist, wäre ein Ausfall der Bank besonders riskant für die weltweiten Finanzmärkte.

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Noch 2008 war die Deutsche Bank der größte Devisenhändler der Welt und konnte einen Marktanteil von 21 Prozent vorweisen. Bis 2013 halbierte sich jedoch der Marktanteil. Auch die einst sehr starke Aktie verlor seit Mitte 2015 immer weiter an Wert, was auch die Marktkapitalisierung sinken ließ. Aus diesem Grund fiel die Bank im August 2016 auch aus dem Stoxx Europe 50.

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Fazit: Meldungen über Stellenabbau lässt Deutsche-Bank-Aktie fallen

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, sollen laut einem Insider allein in Deutschland rund 9.000 Stellen bei der Deutschen Bank abgebaut werden. Auch der Standort in London wird wohl stark von den geplanten Stellenstreichungen betroffen sein. Schon im Juni kündigte die Bank ein Restrukturierungsprogramm an, in Zuge dessen 18.000 Stellen wegfallen und das Investmentbanking verkleinert werden soll. Ende 2018 hatte die Deutschen Bank mehr Mitarbeiter als die Konkurrenz. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ist in Deutschland tätig. Daher ist es nicht verwunderlich, das hier wohl ein großer Teil der Stellen wegfällt. Die Deutsche Bank wollte sich jedoch nicht zu konkreten Regionen und Geschäftsfeldern äußern.

Das Ziel der Bank ist es, vor allem im Privatkundengeschäft Kosten zu sparen. Bis 2022 soll so nicht nur weniger Geld ausgegeben werden, sondern auch die Rendite steigen. Analysten gehen jedoch nicht davon aus, dass die Deutsche Bank auf diesem Weg ihre Erträge in den kommenden Jahren steigen kann. Nach einer leichten Erholung Anfang September geriet der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie in dieser Woche wieder unter Druck.

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