Aktien BASF – Eine Marktkapitalisierung von derzeit 56,29 Mrd. Euro in der Bewertung!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 12.06.2020


Die BASF SE ist nicht nur ein umsatzstarker deutscher DAX Konzern – das Unternehmen aus Ludwigshafen gilt, was den Umsatz angeht, als weltgrößter Chemiekonzern und ist in über 80 Ländern mit mehr als 390 Produktionsstandorten aktiv. Der deutsche Chemieriese erreichte Anfang 2018 einen Börsenwert von mehr als 95 Milliarden US Dollar und liegt in der Liste der Forbes Global 2000 derzeit (Juni 2019) auf Platz 99. Dennoch liegt in Bezug auf Aktien BASF in diesem Jahr bislang deutlich unter der Entwicklung des DAX insgesamt. Analysten gehen der Frage nach, wie sich der BASF Aktien Kurs entwickeln wird und ob Anleger jetzt BASF Aktien kaufen sollten.

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  • Weltgrößter Chemiekonzern nach Umsatz
  • Marktkapitalisierung von derzeit 56,29 Mrd. Euro
  • Entwicklungsschwerpunkt auf Innovation
  • Traditionsunternehmen mit 150jähriger Geschichte

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Aktien BASF – DAX-Konzern mit 150 Jahren Geschichte

Das Kürzel BASF steht für die „Badische Anilin- und Sodafabrik“, gegründet 1865 in Mannheim. Ein Vorläuferunternehmen war die Badische Gesellschaft für Gasbeleuchtung, deren Inhaber Friedrich Engelhorn auch bei der Gründung der BASF federführend war und die bereits seit 1848 bestand. Bereits kurz nach der Gründung zog die BASF um nach Ludwigshafen.

Die Geschäftstätigkeit bestand zu Anfang in der Herstellung von anilin- und teerbasierten Farbstoffen für die Textilindustrie, sehr bald kamen Farbstoffe auf der Basis von Indigo hinzu und so wurde das Unternehmen in nur wenige Jahren einer der globalen Marktführer für Färbemittel. Noch vor der Jahrhundertwende gelang die synthetische Herstellung von Indigo und die Anwendung des entsprechenden Prozesses in der Produktion.

In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts begann das Unternehmen mit der Expansion ins Ausland – erste Niederlassungen entstanden in den Vereinigten Staaten, Russland und Frankreich. Unmittelbar nach der Jahrhundertwende expandierte die BASF in Geschäftsbereiche wie Produkte für die Agrar-, aber auch die Rüstungsindustrie. Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Produktionsstätten des Konzerns von den Alliierten demontiert und die unternehmenseigenen Patente beschlagnahmt. Dennoch konnte sich die BASF am Markt halten und ging 1924 in Fusion mit den Farbwerken Hoechst – unter dem Namen I.G. Farben.

In den dreißiger Jahren erlebte die I.G. Farben einen Aufschwung dank der Produktion von Stickstoffdüngemitteln, synthetischen Fasern und Kautschuk, aber auch dank der kriegswichtigen Ammoniaksynthese. Berüchtigt ist außerdem die Produktion des Giftgases Zyklon B, das in den Vernichtungslagern der Nazis zum Einsatz kam. Die I.G. Farben war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges stark politisch beeinflusst und wurde dementsprechend 1950 durch die Alliierten „zerlegt“ in elf Einzelunternehmen, darunter neben der BASF auch Agfa, die Bayer AG und die Hoechst AG.

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Heutige Geschäftsbereiche der BASF SE

Eine der Stärken bei BASF ist die Organisation im Verbund – so sind die Betriebe in der Produktion miteinander verknüpft, was die effiziente Nutzung von Materialien und Energien erlaubt. Der Konzern arbeitet besonders kosteneffektiv, weil beispielsweise die Abwärme der einen Produktionsstätte als Energie für andere Betriebe genutzt wird. Gleiches gilt für die Nutzung von Neben- und Abfallprodukten im Verbund. Dank der so entstehenden Synergien können Rohstoffe und Energie gespart und die Kosten für die Logistik reduziert werden.

Die früher zwölf Geschäftsbereiche des Konzerns sind seit dem 1. Januar 2019 in sechs Segmenten zusammengefasst. Dazu gehören

  • Chemikalien
  • Materialien
  • Industrielle Lösungen
  • Oberflächen-Technologien
  • Ernährung & Pflege
  • Agrar-Lösungen

Die neue Strukturierung ist entweder branchenorientiert oder auf bestimmte Produktgruppen ausgerichtet und soll eine differenziertere Steuerung der geschäftlichen Aktivitäten ermöglichen. Die Geschäftsführung verspricht sich von der jetzigen Gliederung höhere Transparenz, was geschäftliche Kennzahlen und Resultate angeht. Dies soll eine raschere, effektivere Anpassung an die Anforderungen des Marktes und die Wettbewerbssituation erlauben. Da es sich bei der BASF SE um einen ohnehin als Verbund aufgestellten Konzern handelt, tragen die einzelnen Bereiche eigene operative Verantwortung.

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BASF Aktien Kurs: Wie sieht es mit der gegenwärtigen Performance aus?

Seit Anfang der neunziger Jahre ging es mit den BASF Aktien stetig bergauf – und selbst die Finanzkrise von 2008 konnte dem Konzern nur einen zeitweisen Kursrückgang bescheren. In 1996 erlebten die Unternehmensanteile ein Rekordplus von 85,54 %, und in 2009 verbuchte der Konzern das zweitbeste Jahr seit 1987 mit einer Performance-Steigerung von immerhin 58,82 %. Seit 2018 sieht es allerdings weniger gut aus bei BASF.

Die Aktien von BASF, im Vorjahr noch für 91,80 Euro gehandelt, beschlossen das Jahr mit einem Kurs von 60,35 Euro und erlitten ein Minus von 34,26 %. Auch in 2019 machen BASF Aktien den Anlegern bislang wenig Freude und entwickelten sich insgesamt schlechter als der Durchschnittswert des DAX. Der Kurswert fiel auf einen Stand nur wenig über dem Jahrestief in 2018, scheint sich allerdings seit Anfang Juni 2019 ganz allmählich zu erholen. Analysten gehen inzwischen von einer positiven Entwicklung über die nächsten drei Monate aus.

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Aktien BASF: Herausforderungen an das Unternehmen

Die Kursverluste des vergangenen Jahres und die Umsatzeinbußen bei BASF gehen zum Teil darauf zurück, dass sich der Konzern vom Geschäftsbereich Gashandel getrennt hat. Als unmittelbare Konsequenz sank der operative Gewinn um sechs Prozent und bescherte dem Unternehmen das schlechteste Jahr seit langem. Allerdings erholte sich der Kurs der BASF Aktien im Herbst 2018 langsam wieder, dank des Eingreifens der OPEC und der Stabilisierung der Ölpreise sowie den vergleichsweise besseren Konjunkturentwicklungen in großen Märkten wie China und Nordamerika.  Einen beachtlichen Beitrag zur verbesserten Situation leistete der Geschäftsbereich Functional Materials & Solutions, der mit Lacken, Füllmaterialien, aber auch Batterien vor allem die Automobilbranche bedient und zum Teil die Bauindustrie.

Dennoch ist der DAX Konzern noch längst nicht über den Berg. Scharfe Konkurrenz entsteht BASF beim Absatz der Pflanzenschutzmittel durch die Übernahme von Monsanto durch Bayer, weitere Großunternehmen entstehen durch den Zusammenschluss von Dupont und Dow sowie Syngentas Übernahme durch die Chinesen, die BASF beim Wettrennen um das Schweizer Unternehmen überbieten konnten. Dabei konnte der Ludwigshafener Konzern schon in 2018 deutlich weniger Pflanzenschutzmittel absetzen als in früheren Jahren, die verschärften Wettbewerbsbedingungen werden die Situation nicht verbessern.

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BASF Aktien Kurs: Stark abhängig vom Öl

Die hauseigene Ölförderung der BASF wird ebenfalls schon seit einiger Zeit hinterfragt, denn das Geschäft mit dem Gas hat BASF bereits an den Nagel gehängt, wenn auch auf Kosten der Umsatzzahlen. Die Ölförderung will die Geschäftsführung beibehalten, da Rohöl ein fundamentales Rohmaterial für die chemische Industrie ist, die deshalb extrem abhängig ist von der Entwicklung der Ölpreise auf dem globalen Markt.

Trotz eigener Förderung könnte BASF bald ins Hintertreffen geraten gegenüber den bedeutenden Öl-Ländern wie Saudi-Arabien oder China, die eine eigene chemische Industrie aufbauen wollen. So planen die Saudis schon jetzt die Umstrukturierung der staatlichen Ölfirma Saudi Aramco zu einem Chemieunternehmen, die chinesische Regierung hat ganz ähnliche Pläne. Starke Konkurrenz und zugleich weniger Absatz für die Ludwigshafener.

Ob es unter diesen erschwerten Bedingungen möglich bleibt, die Verbund-Struktur von BASF beizubehalten, bleibt abzuwarten. Denn die Konkurrenz setzt auf Spezialisierung und prescht an dem deutschen Konzern vorbei. Ob das Unternehmen auf diese Weise den ehrgeizigen Anspruch halten kann, jeden einzelnen Geschäftsbereich in den Rang eines Marktführers zu hieven, kann nur die Entwicklung der nächsten Jahre zeigen.

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Trotzdem BASF Aktien kaufen? Einiges spricht dafür

Trotz der enormen Herausforderungen, denen die chemische Industrie insgesamt und BASF im Besonderen gegenüberstehen, gibt es einige Gesichtspunkte, die viele Analysten dazu führen, Kaufempfehlungen auszusprechen. Dazu gehören folgende Überlegungen:

Die günstige Entwicklung des Ölpreise in den vergangenen Monaten sorgt für geringere Rohstoffkosten. Auch die in der jüngsten Vergangenheit zurückgegangene Nachfrage aus der Automobilbranche könnte wieder steigen, nachdem sowohl in China als auch in Nordamerika die Konjunktur durch Steuerentlastungen bzw. ein Aussetzen von Zinserhöhungen wieder mehr Fahrt aufnehmen dürfte.

Eine der Stärken der BASF ist die Innovationsfähigkeit des Konzerns, die sich angesichts der zunehmenden Weltbevölkerung bei finiten Ressource zu einem Wettbewerbsvorteil entwickeln dürfte. Die Nachhaltigkeitsbestrebungen des Konzerns werden insbesondere durch die Verbundsstruktur erleichtert. Hier könnte BASF einen deutlichen Vorsprung zu den Mitbewerbern entwickeln.

Für das Unternehmen spricht außerdem, dass BASF bislang trotz der starken Abhängigkeit von externen Faktoren wie dem Ölpreis und konjunkturellen Tendenzen seine Dividenden kontinuierlich erhöht hat. Für Anleger macht dies BASF Aktien nach wie vor zu einer guten Investition. In 2019 konnte der Konzern eine sehr hohe Dividende von 5,22 % ausschütten. Gleichzeitig sind BASF Aktien nach wie vor günstig zu haben. Sollte sich der zaghaft positive Trend des Wertes in den nächsten Monaten bestärken, können Anleger hier auf gute Gewinne hoffen. Wer nach weiteren Hinweisen sucht, findet diese vor allem in den Rückkäufen eigener Aktien, die die Geschäftsführung schon im Herbst 2018 ausgeführt hat. Dies spricht dafür, dass man langfristig mit einer guten Entwicklung rechnet und die derzeitigen Kursverluste vor allem einer vorübergehenden Konjunkturschwäche zuschreibt, die man zu meistern gedenkt.

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BASF Aktien Dividende: anhaltend gut

Der BASF Aktien Kurs sorgt bei Investoren noch nicht für Euphorie, aber dafür fällt die BASF Aktien Dividende zuverlässig gut aus. Denn der Ludwigshafener Konzern verfolgt bei seinen Dividenden die anspruchsvolle Strategie, die Ausschüttung an die Aktionäre in jedem Jahr zu steigern. Bislang ist dies auch so gut wie immer gelungen, deshalb gehört BASF zu den 15 Titeln im DivDAX, den DAX-Konzernen mit den besten Dividendenzahlern.

Am 3. Mai 2019 beschloss die Hauptversammlung des Konzerns die Ausschüttung einer Dividende von 3,20 Euro pro Aktie – damit erzielen die Unternehmensanteile ein Nettoergebnis von je 5,12 Euro und eine Ausschüttungsquote von 63 %. Insgesamt 2,9 Milliarden Euro werden in diesem Jahr an die Inhaber von BASF Aktien ausgezahlt. Die BASF Aktien Dividende wurde damit auch für das Geschäftsjahr 2018, das keineswegs zu den erfolgreichsten in der jüngeren Geschichte des Unternehmens gehört, um 10 Cent angehoben.

Für Dividendenjäger mit langfristigem Investitionshorizont bleibt die BASF Aktie also nach wie vor attraktiv. Hinzu kommt, dass viele Analysten derzeit davon ausgehen, dass die Aktien wieder anziehen werden, so dass auch die Mitnahme kurzfristiger Gewinne in den nächsten Monaten immer wahrscheinlicher wird.

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Alternativen zu Aktien von BASF

Wer nicht darauf vertraut, dass sich BASF Aktien mittelfristig erholen, kann auf die Anteile anderer Unternehmen zurückgreifen, die eine ähnliche oder sogar bessere Bewertung erhalten als BASF. In der chemischen Industrie legen Analysten den Anlegern Aktien von AkzoNobel ans Herz oder alternativ Anteile der US-amerikanischen Air Products & Chemicals Inc. aus Pennsylvania – beide Konzerne sind global aktiv und gut aufgestellte Vertreter der Peer Group von BASF.

Bei deutschen Aktien sollten eher keine Repräsentanten der DAX Konzerne gewählt werden – die Performance des gesamten Index lässt konjunkturbedingt zu wünschen übrig. Besser sieht es aus beim MDAX, also bei den börsennotierten mittelständischen Unternehmen, oder auch beim TechDAX.

Außerdem lohnend: die Investition in Aktien aus Schwellenländern, in denen auch die chemische Industrie zulegt und sich in die globalen Märkte wagt. Ein Beispiel für den Sektor ist die Nan Ya Plastics Corporation. Das Unternehmen aus Taiwan produziert und vertreibt Kunststoffprodukte, Kunststoffmaterialien, elektronische Materialien und Faserprodukte sowohl in Taiwan als auch international. Auch Materialien für die Elektronikindustrie liefert der Konzern, ebenso wie Fasern und Textilien.

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Auch in der chemischen Industrie holen Schwellenländer auf

Bei der Investition in Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern zögern viele Anleger immer noch. Zu den Ursachen gehören mangelnde Kenntnisse der dortigen Märkte und der geopolitischen Einflüsse, aber auch ein gewisses Misstrauen gegenüber den vielfach nicht demokratischen Regierungen, so dass man eine Beeinflussung des Marktes und mangelnde Rechtssicherheit fürchtet.

Natürlich ist für eine erfolgreiche Anlage in derartige Aktien ein Studium der nationalen Besonderheiten und der Einbettung der jeweiligen Branchen und Volkswirtschaften in das globale Finanzsystem erforderlich. Wer gewillt ist, sich die erforderlichen Informationen anzueignen, wird feststellen, dass in Schwellenländern noch sehr viel Wachstumspotenzial vorhanden ist. Die Bevölkerung ist jung, eine heimische Mittelschicht mit zunehmender Kaufkraft wächst heran, so dass Unternehmen in Schwellenländern wie China oder Indien noch echtes Umsatzwachstum auf großen heimischen Märkten erleben.

Aktieninvestition: Grundlagen verstehen

Wie sich in den vergangenen Monaten gezeigt hat, ist die Investition in Aktien nicht ohne Risiken. Selbst deutsche DAX Konzerne wie BASF, lange Zeit für zuverlässige Kurs- und Dividendensteigerungen bekannt, sind nicht gefeit gegen die Auswirkungen einer sich eintrübenden Konjunktur und die geopolitischen Einflüsse, die die Finanzmärkte graduell wandeln. Die Anlage in Aktien sollte deshalb grundsätzlich auf der Basis gründlicher Informationen beruhen. Denn eins ist klar: ein Aktionär hält Anteile am Unternehmen, sein Vermögen steht und fällt mit dem Erfolg der Bestandteile seines Portfolios, und Verluste sind möglich.

Deshalb sollten Interessenten sich darum bemühen, die Strategien und Aufstellung von Unternehmen, die in Frage kommen, zu verstehen. Natürlich kann man sich hier nicht auf unternehmensinterne Angaben verlassen, auch die Einschätzung von Analysten und die Überprüfung von Kennzahlen tragen dazu bei, eine realistische Vorstellung von der vergangenen und künftigen Performance einer Aktie zu erhalten.

  • Unternehmensstrategien und Kapitalgrundlage verstehen
  • Kenntnisse der Finanzmärkte erwerben
  • Kennzahlen und Bewertungen von Analysten mit einbeziehen
  • Politische und wirtschaftliche Ereignisse verfolgen

Ein Investor sollte die Abläufe an der Börse ebenso verstehen wie den außerbörslichen Handel, damit auch nicht regulierte Finanzprodukte zur Absicherung des Portfolios genutzt werden können. Außerdem sei erwähnt, dass die erfolgreiche Vermögensbildung mithilfe von Aktien in jedem Fall dadurch erleichtert wird, dass ein Anleger politisch und ökonomisch informiert ist und seine Kenntnisse durch rege Anteilnahme an der Weltpolitik auf dem neuesten Stand hält.

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BASF Aktien Portfolio absichern durch Streuung

Die BASF SE ist nicht das einzige DAX Unternehmen, bei dem die Aktien in den vergangenen Monaten ins Trudeln geraten sind. Selbst Anteile milliardenschwerer Konzerne sind in ihrem Kursverlauf zum einen abhängig von echten Ereignissen und realen Wirtschaftsfaktoren – im Fall der chemischen Industrie ist dies der Ölpreis –, zum anderen aber auch von News und Ankündigungen, die nicht einmal das Unternehmen selbst betreffen müssen. Dies zeigen die Berichte über geplante Fusionen der größten Mitbewerber, auf die die Märkte und damit auch die Aktien von BASF reagieren. Dass die Kurse im Tagesverlauf Ausschläge zeigen, ist vollkommen normal. Aktionäre sollten deshalb auf den mittel- und langfristigen Trend vertrauen.

Um die Gelassenheit behalten zu können, empfiehlt sich vor allem eine breite Streuung der eigenen Investition. Denn wer all sein Kapital in ein einziges Unternehmen steckt, geht selbst bei einem DAX Konzern ein großes Risiko ein – nicht einmal auf einen Industriezweig sollten sich Anleger beschränken. Experten raten dazu, Anteile von Firmen aus der Peer Group ins Portfolio aufzunehmen, ebenso aber Aktien von Unternehmen aus anderen Branchen und Ländern. So lassen sich Kurseinbrüche, die ganze Industriesektoren oder nationale Märkte betreffen, abfedern.

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Kennzahlen: wichtige Tools beim Aktienkauf

Neben profundem Hintergrundwissen zu nationalen und internationalen Märkten sind Kennzeichen ein erstklassiges Hilfsmittel zur Einstufung von Aktien. Sie erlauben eine weitgehend objektive Bewertung der bisherigen und teilweise auch zukünftigen Performance eines Unternehmens.

Kennzahlen sind vor allem Anlegern geläufig, die bereits einige Kenntnisse in der Betriebswirtschaft mitbringen, sei es durch berufliche Qualifikation oder durch Beschäftigung mit den Finanzmärkten. Zu den verlässlichsten Indikatoren gehören

  • das Kurs-Buchwert-Verhältnis
  • das Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • die Dividendenentwicklung

Um das Verhältnis von Kurs und Buchwert zu ermitteln, wird der Kurs durch den Buchwert einer Aktie dividiert. Bei Werten unterhalb von Eins betrachten Analysten eine Aktie als unterbewertet und sprechen in der Regel Kaufempfehlungen aus. Da beide Zahlen nicht spekulativ sind, ist der KBV eine verlässliche Größe.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis errechnet man, indem der aktuelle Aktienkurs durch den zu erwartenden Gewinn geteilt wird. Damit fällt der Wert zwangsläufig spekulativ aus, allzu optimistische Analysten können sich hier verkalkulieren – besser ist es, wenn man frühere Jahresgewinne hinzuzieht, um die eigene Prognose so weit wie möglich zu bestätigen.

Auch die Entwicklung der Dividenden sind ein Hilfsmittel bei der Einschätzung des Potenzials von Aktien. Liegt hier eine kontinuierliche Steigerung vor, kann man von einer soliden Wachstumsstrategie des jeweiligen Unternehmens ausgehen.

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Statt Aktien-Investitionen: CFD-Handel

Wie fast alle DAX Konzerne macht auch die BASF SE derzeit eine schwierige Phase durch, auch wenn Experten von einem Aufwärtstrend in den kommenden Monaten ausgehen. Dennoch werden BASF Aktien noch eine Weile mit Höhen und Tiefen zu kämpfen haben. Investoren, die ihre Unternehmensanteile seit langem halten, werden sich angesichts der guten Renditen nicht davon trennen. Einsteiger hingegen dürften zur Zeit zögern. Die Vorsicht ist berechtigt, denn der Gewinn des Aktionärs steht und fällt mit dem Unternehmensgewinn.

Allerdings können Anleger von den Kursentwicklungen der Aktien profitieren, ohne sie direkt zu erwerben, und dies sogar bei fallenden Kursen. Möglich machen es sogenannte CFDs. Das Kürzel steht für „contract for difference“ oder Differenzkontrakt. Die Finanzprodukte gehören zu den Derivaten – der Käufer partizipiert damit an der Kursentwicklung eines Basiswertes, ohne diesen zu besitzen.

Entwickelt wurden CFDs ursprünglich als Derivate auf Aktien, um so die Stempelsteuer zu vermeiden, die in Großbritannien auf Aktientransaktionen erhoben wird. Inzwischen gibt es Differenzkontrakte jedoch auf eine Vielzahl anderer Underlyings. Die Produkte werden kurzfristig gehandelt, meist im sogenannten Daytrading, und unterscheiden sich damit deutlich von Aktien, die für den langfristigen Anlagehorizont ausgelegt sind.

Pro und Contra CFD-Handel

CFDs weisen eine Reihe von Besonderheiten auf, die sie profitabel machen und eine Kombination mit einem Aktiendepot nahelegen. Da wäre zum einen der sogenannte Hebel – beim Handel mit CFDs wird nur ein Teil des tatsächlich bewegten Kapitals als Sicherheit hinterlegt. Im Falle von Aktien-CFDs beträgt die Ratio maximal 1:5 bei europäischen Brokern. Mit einem Einsatz von 100 Euro werden also bis zu 500 Euro bewegt. Auch die Renditen vervielfachen sich entsprechend. Dabei sollten Einsteiger jedoch beachten, dass der Hebel auch bei Verlusten zur Anwendung kommt, CFDs sind daher nicht ohne Risiken.

Interessant auch für Aktionäre ist die Tatsache, dass man mit CFDs auch auf fallende Kurse spekulieren kann. So lässt sich ein Gewinn erzielen selbst dann, wenn bei den Aktien BASF gerade Verluste einfährt. Ideal für das sogenannte Hedging – dies bezeichnet eine Strategie, bei der eine Anlage durch eine andere abgesichert wird. Denn wenn die Aktienanlage Verluste macht, lassen sich mit „short“ CFDs auf fallende Kurse Gewinne erzielen, die die Einbußen abfangen helfen.

Anleger sollten sich jedoch zunächst die erforderlichen Grundkenntnisse im Umgang mit den volatilen Finanzprodukten aneignen und sich der Risiken bewusst sein. Es gibt jedoch inzwischen sehr gute Möglichkeiten, sich auf den CFD-Handel vorzubereiten.

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Mit dem Musterdepot in den Wertpapierhandel einsteigen

Die Kapitalbildung durch eine Investition in Aktien ist zwar weniger riskant als der CFD-Handel, in beiden Fällen muss ein Anleger jedoch davon ausgehen, dass Grundrisiken vorhanden sind. Es handelt sich hier eben nicht um das konventionelle Sparen, bei dem umfangreiche Sicherungsmechanismen das Kapital der Anleger schützen. Die Renditen fallen meist höher aus als beim klassischen Festgeldkonto, dafür gilt die Maxime „no risk, no fun“.

Vor dem Einstieg in den Wertpapierhandel liegt es nahe, sich die Informationen anzueignen, mit denen die gröbsten Fehler vermieden werden können. Das ist auch durchaus möglich, und sogar ohne zusätzliche Kosten. Denn viele Online-Broker bieten ihren Kunden Bildungsressourcen an, oft von sehr guter Qualität. Dazu gehören in den meisten Fällen Echtzeitkurse und Marktnachrichten, Wirtschaftskalender, Blogartikel, aber auch eBooks zum Download und Schulungs-Videos. Sogar Webinare zu den verschiedenen Bereichen des Wertpapierhandels finden sich. Manche Broker offerieren regelrechte Trading-Akademien, bei denen eine Fülle von Medien auf unterschiedliche Kenntnisstufen ausgelegt sind. So finden Einsteiger, Fortgeschrittene und selbst erfahrene Trader noch etwas, was man dazu lernen kann.

Außerdem können Einsteiger oft Demokonten nutzen. Oft sind diese Musterdepots kostenfrei und sogar zeitlich nicht befristet. Hier können Anfänger in einer echten Handelsumgebung ausprobieren, wie das theoretisch Erlernte anzuwenden ist. Kapitalisiert sind die Demokonten mit virtuellem Geld, so dass die Handhabung vollkommen risikolos ist. So lässt sich der Umgang mit der Handelsplattform erlernen, aber auch die Nutzung von Tools und Indikatoren. Nicht zuletzt bietet eine solche Demo auch die Möglichkeit, die eigene Risikoneigung abzuschätzen und erste Strategien in einer „Sandbox“ zu testen, bevor eigenes Kapital fließt. Zukünftige Aktionäre können sich auf diese Weise mit dem Handel von CFDs auf BASF Aktien vertraut machen, falls diese für die Absicherung des Portfolios in Betracht gezogen werden.

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Fazit: Kursgewinne in Aussicht bei BASF?

Die Aktien der BASF SE haben seit dem Herbst 2018 kontinuierlich an Wert eingebüßt. Auf bis unter 60 Euro fielen die Kurse im April und Mai 2019, und eine Stabilisierung erfolgt nur zögerlich. Profitieren dürften auch deutsche DAX Unternehmen von der Ankündigung der US-amerikanischen Notenbank, vorläufig die Leitzinsen nicht anzuheben. Analysten bewerten den Zeitpunkt auf der Basis der Chartanalyse als günstig für den Einstieg, das Kursziel wird in Bereichen zwischen 70 und 80 Euro angenommen, so dass Gewinnmitnahmen von ca. 20 Euro vielen Experten nicht unmöglich scheinen.

Dennoch sollten Aktionäre im Hinterkopf behalten, dass angesichts zunehmender globaler Unsicherheiten stabile, verlässliche wirtschaftliche Entwicklungen weniger wahrscheinlich werden. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik, aber auch weltweit wurde seit Jahresbeginn deutlich nach unten korrigiert.

Weniger riskant als der BASF Aktien Kurs ist die Entwicklung der Dividenden beim Ludwigshafener Konzern. Das Unternehmen konnte seinen Dividenden in den vergangenen Jahren stetig anheben, mit der einzigen Ausnahme von 2008, während der Finanzkrise. Ein Grund dafür, dass die BASF zu den im DivDAX repräsentierten Konzernen mit den verlässlichsten Dividenden-Ausschüttungen gehört. Hier immerhin werden Anleger jedes Jahr mit guten Ausschüttungen rechnen können.

Bei allem behutsamem Optimismus sollten Aktien der BASF nur einen Teil des eigenen Portfolios ausmachen. Kluge Anleger runden mit Unternehmensanteilen aus anderen Branchen und Länder ab und vergessen dabei auch nicht einen kleinen Anteil von Aktien aus Schwellenländern mit Potenzial, die profitieren werden, wenn die internationale Marktführerschaft von Industriegiganten wie BASF gebrochen werden sollte. Hier kämen insbesondere chemische Industrien aus Indien oder China in Betracht, alternativ die Saudi Aramco, die sich ebenfalls in der Branche platzieren will.

Bilderquelle: shutterstock.com