Airbus Aktie: Was zeichnet das Unternehmen aus?

Airbus ist weiter gut aufgestellt, insbesondere im Vergleich zum wichtigsten Konkurrenten Boeing. Zuletzt konnte das Unternehmen einige größere Aufträge an Land ziehen. Diese guten Entwicklungen könnten auch die Airbus Aktie weiter stützen.

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Unternehmensprofil

Firmenlogo: airbus aktie
Gründung: 1970
Unternehmensname: Airbus S.A.S.
ISIN: NL0000235190
Symbol: AIR
Branche: Flugzeugbau
Mitarbeiterzahl: 80.985 (2019)
Umsatz im letzten Jahr: 54,8 Milliarden Euro (2019)
IR-Seite: https://www.airbus.com/en/investors

Airbus ist einer der beiden wichtigsten Flugzeugbauer der Welt. Neben Jets für die zivile Luftfahrt stellt das Unternehmen aber unter anderem auch Flugzeuge für das Militär her.

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Pros: Stärker als Boeing

  • Insbesondere im Vergleich zum wichtigsten Konkurrenten Boeing ist Airbus finanziell und technisch gut aufgestellt.
  • Die Prognose für die nächsten Monate und Jahre sieht gut aus.
  • Airbus arbeitet an emissionsfreien Flugzeugen.

    Cons: Einige Belastungen

  • Der Krieg in der Ukraine führt auch bei Airbus zu finanziellen Belastungen und wie die Entwicklung weitergeht, ist unklar.
  • Das Unternehmen muss sich mit Blick auf Themen wie den Klimawandel neu aufstellen.

News zur Airbus Aktie

Auch Airbus ist dabei, sich neu aufzustellen. So wurde schon 2019 angekündigt, dass der Airbus A380 aufgrund der schwachen Nachfrage nicht mehr hergestellt wird. Zudem belastete schon vor der Corona-Pandemie der Brexit das Geschäft des Flugzeugbauers.

Derzeit arbeitet Airbus auch an Flugzeugen mit Wasserstoff-Antrieb. Gemeinsam mit dem Motorenbauer CFM International soll ein A380 mit Wasserstoff-Triebwerk getestet werden. Derzeit wird ein Jet umgerüstet.

Airbus will bis 2035 das erste emissionsfreie Flugzeug vorstellen. Das Flugzeug, mit dem nun hierzu die ersten Tests stattfinden, ist der erste jemals gebaute Superjumbo. Der A380 ist groß genug für Testeinrichtungen.

Die Tests, die für 2022 geplant sind, sollen zunächst am Boden stattfinden. Flüge sind dann für 2026 geplant. Der Wasserstoff soll aus vier Tanks kommen und Airbus nimmt einige kleinere Veränderungen im Cockpit vor.

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Damit geht Airbus bei diesem Thema voran. Mit Blick auf den Klimawandel müssen sich auch Flugzeugbauer und Airlines umstellen, denn Fliegen gilt als besonders klimaschädlich.

Darüber hinaus hat Airbus einen Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA bekommen. Dabei geht es um die Beobachtung von Gravitationswellen.

An einer anderen ESA-Mission hat Airbusbereits von 2015 bis 2017 mitgewirkt. Die Entwicklung der Technologie soll 2024 beendet sein, aber erst in den 2030 Jahren soll die Beobachtung von Gravitationswellen starten. Mit Gravitationswellen könnten neue Teile des Weltraums entdeckt werden.

Einen wichtigen Folgeauftrag aus dem Rüstungsbereich hat Airbus aus den USA bekommen. Die amerikanischen Streitkräfte wollen weiterhin Ersatzteile, Material und technische Unterstützung für ihre Lakota-Hubschrauber.

Eine entsprechende Vereinbarung soll bis zu fünf Jahre dauern und einen Wert von über 1,5 Milliarden Dollar haben. Zunächst läuft der Vertrag sechs Monaten lang, kann aber verlängert werden. Insgesamt gehören der US-Armee 482 Hubschrauber von Airbus, die entweder zu Schulungszwecken oder im Einsatz genutzt werden.

Diese stehen an 67 Standorten. Der neue Vertrag mit den US-Streitkräften ist bisher der größte Supportvertrag für Hubschrauber von Airbus. Die Hubschrauber der Modelle UH-72A und HH-72B kommen beispielsweise bei der Drogenbekämpfung zum Einsatz.

Bei Airbus sind die Vorzeichen daher derzeit gut. Beim wichtigsten Konkurrenten Boeing ist dies dagegen nicht der Fall. Dies könnte Airbus weiter stärken und dem Unternehmen eine Art Monopolstellung geben. Bisher gibt es insbesondere bei Großraumflugzeugen ein Duopol zwischen beiden Unternehmen.

Airbus ist auch technisch deutlich besser aufgestellt als Boeing. Boeing kann hier teilweise nicht mehr mithalten. Airbus könnte daher mit Blick auf die kommenden Jahre besser aufgestellt sein.

Zudem gibt es Kritik am Management von Boeing. Außerdem wartet das Unternehmen weiter auf die Zulassung der amerikanischen Flugaufsicht für neue Flugzeuge und das 737-Max-Desaster überschattet weiter die Arbeit des Unternehmens.

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Analyse und Prognose zur Airbus Aktie

Airbus leidet wie andere Unternehmen auch unter den Folgen des Ukraine-Kriegs. Dennoch konnte das Unternehmen im ersten Quartal 2022 gute Zahlen vorlegen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent auf zwölf Milliarden Euro und der Nettogewinn war mit 1,2 Milliarden Euro dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor.

Auch Analysten sind weiter zuversichtlich. Einige Analysten gegen sogar ein Airbus Aktie Kursziel von 147 Euro aus. Dies wäre gegenüber dem aktuellen Kurs ein deutlicher Anstieg.

Daher schätzen wohl auch Experten die weitere Airbus Aktie Prognose gut ein. JP Morgan zeigt sich besonders optimistische und gibt sogar ein Airbus Aktie Kursziel von 180 Euro aus.

Vorteile für Airbus sind eine steigende Nachfrage bei Schmalrumpfflugzeugen, ein starker Euro und geringe Kosten für Forschung und Entwicklung. Dies könnte sich langfristig vorteilhaft auf die Airbus Aktie auswirken.

Zudem hofft Airbus, dass der Krieg in der Ukraine dazu führt, dass die Profitabilität der Sparte Verteidigung und Raumfahrt steigt. Hier könnte die operative Umsatzrendite in den höheren einstelligen Prozentbereich steigen. Hoffnung setzt Airbus dabei in das Kampfflugzeug Eurofighter. Bisher erreichte das Unternehmen in diese Sparte eine Marge von 4,3 Prozent.

Denkbar ist, dass die Aufträge im Rüstungsgeschäft steigen, auch aufgrund des von der Bundesregierung angekündigten Sondervermögens für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro. Auch andere europäische Staaten wollen bei der Rüstung mehr Geld ausgeben.

Airbus leidet derzeit kaum unter Rohstoffengpässen. Das Unternehmen soll mit seinen Reserven gut aufgestellt sein.

Auch von den Sanktionen gegen Russland ist Airbus nicht direkt betroffen, hat aus diesem Grund aber zusätzliche Kosten. Die Einschränkungen bei Raumfahrt-Projekten mit Russland führen zu Rückstellungen in Höhe von 200 Millionen Euro.

2022 zahlt das Unternehmen auch wieder eine Airbus Aktie Dividende von 1,50 Euro. 2021 wurde keine Dividende ausgeschüttet.

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Airbus blickt weiter zuversichtlich in die Zukunft, doch ob der Krieg in der Ukraine nicht doch noch gravierendere Folgen für den Flugzeugbauer hat, bleibt abzuwarten. Zuletzt lieferte Airbus neu von 22 zuvor bestellten A350 nach Moskau.

In der nächsten Zeit wird es wohl keine weiteren Lieferungen nach Russland geben. Die Sanktionen gegen Russland sehen vor, dass keine Flugzeugteile oder Flugzeuge ins Land geliefert werden dürfen.

Eigentlich hatte Airbus, wie wohl viele andere Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen auch, gehofft, dass es nach der Corona-Pandemie wieder bergauf geht. Auch mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie besteht aber weiter viel Unsicherheit.

Der Kriegsbeginn war daher für viele Anleger und Unternehmen zunächst ein Schock. Die Airbus Aktie fiel nach dem 25. Februar um rund 20 Prozent auf 92,47 Euro. Ende Mai 2022 lag der Airbus Aktie Kurs aber bereits wieder deutlich über 100 Euro und der erste Schock angesichts des Krieges scheint überwunden.

Was spricht für die Airbus Aktie?

1. Das Unternehmen präsentierte trotz des Krieges in der Ukraine Anfang 2022 gute Quartalszahlen.

2. Auch aus technischer Sicht ist Airbus gut aufgestellt.

3. Die Rüstungssparte könnte weiter wachsen.

4. Airbus konnte Anfang 2022 einige vielversprechende Aufträge bekommen.

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Zusammenfassende Einschätzung

Auch Airbus leidet unter dem Krieg in der Ukraine. Dennoch ist das Unternehmen gut aufgestellt und hat beispielsweise ausreichend Rohstoffreserven. Die Airbus Aktie zeigt sich daher weiter stabil.

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