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Ab heute: EZB kauft europäische Staatsanleihen

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Da fließen sie, die Milliarden: Ab dem heutigen 2. März kann die Europäische Zentralbank (EZB) wie angekündigt Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten kaufen. „Kaufen“ sollte ich vielleicht in Anführungsstriche setzen – denn wenn man Zentralbank ist und die benötigten Mittel selber drucken kann, relativiert sich der Begriff. Um was es geht:

Während die US-Zentralbank ihre Politik des leichten Geldes schrittweise zurückgeführt hat bzw. zurückführt, geht die EBZ in die entgegen gesetzte Richtung. Das könnte in den kommenden Monaten übrigens auch Auswirkungen auf den Wechselkurs EUR/USD haben. Tendenziell ist es so, dass die absehbaren Zinssteigerungen in den USA den Dollar gegenüber dem Euro attraktiver machen könnten.

Das QE-Programm der EZB ermöglicht es dieser, ab heute Monat pro Monat für bis zu 60 Mrd. Euro Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten zu kaufen.

Das Programm soll bis September 2016 laufen – mindestens.

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Ob die Überlegungen der EZB aufgehen werden?

Die Überlegung dahinter: Wenn eine Geschäftsbank der Zentralbank von ihr gehaltene Staatsanleihen verkauft, kommt frisches Geld in den Kreislauf. Im Idealfall vergibt die Geschäftsbank dieses Geld dann als Kredit an Unternehmen, welche investieren, oder Konsumenten, welche konsumieren. Beides soll dann die Wirtschaftslage beflügeln.

Ob dies dann wirklich wie erwünscht eintreten wird, werden wir dann ja sehen. Ich habe da jedenfalls meine Zweifel. Ein Beispiel:

Die EZB soll keineswegs prioritär Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten mit gewissen Liquiditätsproblemen (Griechenland!) kaufen, sondern gemäß der Wirtschaftsleistung.

EZB: Schwerpunkt der Käufe sollen Bundesanleihen sein

Das wiederum bedeutet, dass ein Großteil der Anleihenkäufe der EZB wohl aus Bundesanleihen bestehen wird. Diese wiederum haben es am wenigsten nötig, dass zusätzliche Käufer am Markt auftreten. Konkret:

Bereits jetzt ist die Nachfrage nach Bundesanleihen so groß, dass deren Rendite sich in der Nähe eines Allzeittiefs befindet. Im Gegenzug bedeutet dies, dass der Bundfuture auf Rekordniveau steht. Kurz laufende Bundesanleihen bieten nicht nur geringe Renditen – sondern teilweise gar keine: Bei einzelnen Anleihen liegt die Rendite sogar im negativen Bereich.

Das bedeutet: In diesen Fällen zahlt der Käufer sogar drauf, wenn er diese Anleihe kauft – eine Art „Gebühr“ dafür, dass man der Bundesrepublik Deutschland Geld geliehen hat. Durchaus erfreulich für den deutschen Finanzminister – ob es hingegen für den jeweiligen Käufer auch so erfreulich ist?

Garantierte Geldvernichtung

Eins ist klar: Wenn die EZB im Rahmen ihres QE-Programms deutsche Bundesanleihen mit negativer Rendite kauft, ist dies sozusagen eine garantierte Geldvernichtung. Denn ein solches „Investment“ wird inklusive Zinszahlungen weniger einbringen, als es gekostet hat (es sei denn, es fallen Kursgewinne an, weil die Zinsen noch weiter fallen).

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

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