650.000 € Geldstrafe wegen Marktmanipulationen an die Commerzbank durch CySEC

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.07.2020


Die deutsche Aktiengesellschaft Commerzbank wurde von der staatliche Finanzaufsichtsbehörde von Zypern, CySEC, einer Geldstrafe von 650.000 € belegt. Der Grund für die Strafe liegt in Transaktionen der Cyprus Popular Bank (CPB), die während der zyprischen Finanzkrise 2012–2013 zusammengebrochen ist.

CySEC hat Probleme mit CPB-Investmentgeschäften aus dem Jahr 2011 aufgedeckt. Zu dieser Zeit war die Cyprus Popular Bank auch unter dem Namen Laiki bekannt. Kurz darauf wurde Laiki mit der griechischen Marfin-Egnatia Bank fusioniert.

Laut CySEC hat die Cyprus Popular Bank in zwei strukturierte Produkte investiert, die 2008 von der Commerzbank AG veröffentlicht wurden.
Verantwortlich für die Zusammensetzung des Portfolio als Index-Sponsor war zunächst die Marfin-Egnatia Bank. Ein Interessenkonflikt trat auf, als nach der Fusion mit CPB die zypriotische Bank als Indexsponsor übernahm.

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Nach dem Vorwurf der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde haben die Commerzbank und die CPB im April und Mai 2011 den Markt bezüglich CPB-Aktien manipuliert.

In Anbetracht der Tatsache, dass CPB seit 2013 unter besonderer Verwaltung steht, hat CySEC CPB keine Geldstrafe berechnet. Die zyprische Wertpapieraufsichtsbehörde traf diese Entscheidung, um die finanzielle Belastung für ehemalige Einleger, Anleihegläubiger und Aktionäre der Bank zu verringern. Die Commerzbank AG wurde von der Aufsichtsbehörde mit 650.000 Euro bestraft.
Demetra Kalogerou, Vorsitzende von CySEC, hat angegeben, dass die Untersuchung Teil einer umfassenden Untersuchung von CySEC über die Aktivitäten und die Rolle von CPB bei der Entwicklung der 2012–2013 Finanzkrise und der Rettung des Bankensektors von Zypern, die danach erfolgte. Frau Kalogerou hat weiterhin gesagt, dass mit dieser Entscheidung alle CySec-Untersuchungen, die diesen Zeitraum betreffen, abgeschlossen sind.